Kegeln

Marktbreit mit doppeltem Meisterstück

Meisterhafte Marktbreiter Keglerinnen: (hinten von links) Nadine Malloy, Sabine Vetter, Barbara Hummel, Julia Weiß, Katharina Fuchs, Theresa Tiedemann; (Mitte von links) Ute Endres, Natascha Spiegel, Anja Obernöder, Yvonne Schneider und (vorne) Theresa Striffler.
Meisterhafte Marktbreiter Keglerinnen: (hinten von links) Nadine Malloy, Sabine Vetter, Barbara Hummel, Julia Weiß, Katharina Fuchs, Theresa Tiedemann; (Mitte von links) Ute Endres, Natascha Spiegel, Anja Obernöder, Yvonne Schneider und (vorne) Theresa Striffler. Foto: Christian Rüth

Das hat es in der Geschichte der Sportkeglervereins Germania Marktbreit noch nicht gegeben: Sowohl die Frauen, als auch die Männer feierten den Meistertitel, die Männer in der Bezirksoberliga, die Frauen in der Bezirksliga. Damit gibt es künftig wieder Landkreisderbys in der Regionalliga – wenn die Germanen den PSW 21 Kitzingen herausfordern.

Die Männer mussten bis zum letzten Spieltag zittern, dann kamen sie doch als Meister ins Ziel. Sie hatten am drittletzten Spieltag dem Kontrahenten aus Dittelbrunn einen Wirkungstreffer versetzt, unterlagen danach bei Gut Holz Karlstadt, während Dittelbrunn zu Hause gegen Bergtheim zu einem Unentschieden kam. So fiel die Entscheidung an der heimischen „Buheleite“: Die Marktbreiter gewannen 8:0 gegen Röthlein und machten den Titel perfekt. „Wir haben mit Dittelbrunn in einer Liga gespielt“, meinte Mannschaftsführer Markus Lohmüller. Dennoch war das Finale eine Zitterpartie, „denn das Match hätte auch leicht vier zu vier ausgehen können“, schildert Alfred Schramm.

Der 54-Jährige selbst musste wegen einer Hüftverletzung ab der Jahreswende passen – und wurde durch den 23-jährigen Mannschafts-Benjamin Christian Rüth bestens ersetzt. Auch der Zweitjüngste dieses Teams, Andreas Hummel, brachte zuverlässig seine Leistung. In Ernst-Karl Haaf haben die Germanen einen Ausnahmekönner in ihren Reihen, der diese Saison alle Einzelpunkte errang, Liga-Rekord mit 655 Holz spielte und mit im Schnitt 594 Auswärtspunkten das Maß der Dinge in der Bezirksoberliga war. Doch solche Leistungen sind die Normalität für Haaf, während sich Roland Knieling in der Meistersaison auszeichnete.

Mit 57 Jahren ist er der Senior der Mannschaft, und er entpuppte sich als „Oldie, but Goldie“, als zuverlässiger Punktesammler im Eröffnungspaar. Auch Markus Lohmüller legte zu. Die Kardinaltugend aber war, dass sich die Mannschaft in ihrer ganzen Breite nach vorne entwickelte. Nicht nur Leistungsträger Eberhard Knöchel freut sich nun auf die Rückkehr in die Regionalliga und das Antreten auf geschätzten Bahnen, die man noch aus langjähriger Präsenz in dieser Klasse kennt.

Marktbreits Frauen setzten sich in der Bezirksliga mit 31:5 Punkten und fünf Zählern Vorsprung vor Doppelturm Grafenrheinfeld durch, und sie glänzten auch in den Einzelbilanzen. So belegte Anja Obernöder Rang vier, Yvonne Schneider Rang sechs unter allen Spielerinnen der Liga. Die Damen der Germania hatten 2011 das gleiche Schicksal teilen müssen wie die Herren mit der Einführung der Bezirksoberliga und der verschärften Abstiegsregelung. Dass es nun zum Titelgewinn reichte, dafür führt Anja Obernöder einige Faktoren ins Feld. Zum einen mischte die ehemalige Bundesligaspielerin Julia Weiß in der vergangenen Runde wieder voll mit, und zum zweiten konnte die Mannschaftsführerin Ute Endres auf einen festen Stamm und mehrere Alternativen bauen.

„Alle wollen's, wir können's.“
Aufdruck auf den Marktbreiter Meister-Shirts

Auf diese Weise kamen während der Saison elf Spielerinnen zum Einsatz. Das half, die Verletzungen von Sabine Vetter und Theresa Striffler zu kompensieren. Dazu stand den Damen in Markus Lohmüller erstmals ein eigener Trainer zur Verfügung, was für mehr Zug sorgte. „Der Zusammenhalt passt“, sagt Anja Obernöder. Den großen Vorteil sah sie darin, „dass wir absolut als Mannschaft aufgetreten sind“. Das erzeugte den Teamgeist, der dazu beitrug, dass jederzeit eine andere Spielerin Punkte holte, wenn eine andere mal unpässlich war.

Die Tatsache, dass die Marktbreiterinnen an 17 der 18 Spieltage an der Tabellenspitze standen, beweist, wie verdient sie Meister geworden sind. Stolz verkünden die Damen um die Rückkehrerin Nadine Malloy denn auch auf ihren Meisterschafts-Shirts: „Alle wollen's – wir können's.“ Die verlustpunktfreie Hinrunde bildete die Grundlage für den Erfolg und gab Selbstvertrauen für 15 Siege in 18 Begegnungen.

Dabei tat sich Natascha Spiegel hervor, die einen Leistungssprung hinlegte und sich zur festen Bank im Mittelpaar aufschwang. Neben den erwähnten Spielerinnen komplettierten Katharina Fuchs, Barbara Hummel und Theresa Tiedemann die Meisterriege, die auch eine Klasse höher voll angreifen will. Anja Obernöder findet, „dass wir in die Regionalliga gehören“ – und sie muss es wissen, zählte sie doch schon vor Jahren zu der einstigen Regionalliga-Truppe.

Marktbreits meisterliche Kegler: (von links) Roland Knieling, Eberhard Knöchel, Ernst-Karl Haaf, Andreas Hummel, Christian Rüth, Markus Lohmüller und Alfred Schramm.
Marktbreits meisterliche Kegler: (von links) Roland Knieling, Eberhard Knöchel, Ernst-Karl Haaf, Andreas Hummel, Christian Rüth, Markus Lohmüller und Alfred Schramm. Foto: Andreas Heckel

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