HALLENFUSSBALL

Der TSV Abtswind jubelt nach Mitternacht

Und sie haben den Pokal: Jona Riedel (rechts) und Julian Beßler vom TSV Abtswind. Foto: Andreas Stöckinger

Es dauerte bis weit nach Mitternacht, als die Sieger beim Hallenfußballturnier in der Wiesentheider Steigerwaldhalle endlich den Pokal in die Höhe stemmen durften. Bayernligist TSV Abtswind, zuvor bereits dreifacher Sieger in Serie, holte sich letztlich erneut die Trophäe. Verdient zwar, aber im Endspiel musste sich der Favorit, der mit sechs Mann aus dem Bayernliga-Kader sowie sechs Mann von der Zweiten angetreten war, ganz schön strecken.

Überstunden für die Finalisten

Erst nach Verlängerung und Neunmeterschießen bezwang Abtswind den Gastgeber TSV/DJK Wiesentheid, der dem Gegner den Gefallen tat, gleich zwei Neunmeter über den Kasten zu schießen. Die Abtswinder trafen dagegen alle ihre vier Versuche. Zuvor war es nach zwölf Spielminuten plus drei Minuten Verlängerung torlos geblieben, die Partie war aber keineswegs langweilig gewesen. Es wurde das beste Spiel des Turniertages. Die verbliebenen der über 350 Zuschauer sahen ein rasantes und spannendes Finale, das Tempo, jede Menge Torszenen, Chancen wie auch tolle Torwart-Paraden auf beiden Seiten zu bieten hatte. Nur eben der Hallen-Lederball wollte einfach nicht ins Tor.

Beim Neunmeterschießen fand das Spielgerät dann doch den Weg ins Netz. Zunächst traf Andi Ganzinger für Bezirksligist Wiesentheid, Jürgen Endres glich aus. Dann setzte ausgerechnet TSV/DJK-Spielertrainer Hassan Rmeithi den Ball ins Fangnetz weit über dem eigentlichen Ziel. „Ich wollte den Ball schon hoch ins Tor schießen, aber dass er so weit nach oben geht“, wunderte sich Rmeithi hinterher.

Claudiu Bozesan hält sich im Hintergrund

Während für Abtswind Shawn Hilgert und Adrian Dußler sicher verwandelten, wie Mohamed Rmeithi für die Gastgeber, schoss Wiesentheids Jungspund Alexander Knaub ebenso in lichte Höhen. Mit Christoph Kniewasser entschied Abtswinds vierter Schütze das Ganze für seine Farben. Für die in der Liga vom Abstieg bedrohten Abtswinder und ihren neuen Trainer Claudiu Bozesan begann das neue Jahr damit schon einmal gut und erfolgreich. Bozesan gratulierte seinen künftigen Kickern kurz, beim Turnier hielt er sich jedoch im Hintergrund. „Ich habe es Daniel Hämmerlein überlassen, dem Co-Trainer. Er kennt die Spieler“, sagte Bozesan später.

Der neue Mann, der seien Kicker ab dem 27. Januar dann zur Vorbereitung auf die verbleibenden zehn Bayernliga-Spiele bittet, gab sich zufrieden. „Ein schönes und spannendes Turnier. Wir haben zwar einige Leute geschont, haben aber insgesamt ein ordentliches Gesicht gezeigt, ein sehr guter Eindruck, wie sich die Jungs präsentiert haben.“ Es ist der einzige Hallen-Auftritt der Abtswinder, auf die ab Ende Januar viel Arbeit wartet, wie Bozesan meinte. Er freue sich auf eine recht reizvolle Aufgabe.

Bis zum Finale konnte kein Gegner die Abtswinder so richtig in Verlegenheit bringen. Gegen Türkyemspor Schweinfurt gewannen sie mit 3:0 im Viertelfinale, im Halbfinale ließen sie dem FC Gerolzhofen beim 4:1 nur kurz die Chance. Gerolzhofen verkürzte zum 1:2, musste dann aber trotz Überzahl einen Treffer vom starken Adrian Dußler zum 1:3 hinnehmen.

Gastgeber Wiesentheid hatte deutlich mehr Mühe und benötigte im Viertelfinale gegen den FC Fahr im Viertelfinale die Verlängerung. Dort traf Alex Knaub zum entscheidenden 2:1. Im Halbfinale reichte dem Bezirksliga-Spitzenreiter ein Tor von Andreas Ganzinger, um die FG Marktbreit/Martinsheim zu bezwingen.

Kitzinger Lust

Der Kreisligist war, anders wie die Ligarivalen Bayern Kitzingen und SC Schwarzach, unter die letzten Vier gekommen. Umkämpft war dann der Vergleich zwischen Kitzingen und Schwarzach um Platz fünf, die Kitzinger siegten mit 3:2 durch das Tor von Florian Gaubitz. „Für uns steht der Spaß im Vordergrund. Die Spieler hatten Lust auf dieses Turnier, da machen wir gerne mit. Wir haben es gegen Gerolzhofen in der Vorrunde verpasst, aber gegen die Abtswinder wäre dann wohl eh Endstation gewesen. Sie zeigten den besten Fußball“, fasste es Bayern-Trainer Thomas Hofmann zusammen.

Auch Ligarivale Schwarzach machte für das Wiesentheider Turnier eine Ausnahme, sonst stehen nur die Kreismeisterschaften an. „Die Jungs wollen da mitspielen. Hauptsache Spaß und keine Verletzten“, hakte Vorstand Josef Hitzinger Platz sechs locker ab. Beim Turnier fehlten diesmal zwar mit Lokalrivalen FC Geesdorf und dem SV-DJK Oberschwarzach zwei in der Vergangenheit nicht nur sportliche Zugnummern. Dennoch durften die Veranstalter mit der Resonanz und dem insgesamt reibungslosen Ablauf zufrieden sein.

Finale: TSV Abtswind – TSV/DJK Wiesentheid 4:2 nach 9-m-Schießen; um Platz 3: FG Marktbreit/Martinsheim – FC Gerolzhofen 4:1; um Platz 5: Bayern Kitzingen – FC Schwarzach 3:2. Weitere Platzierungen: 7. FC Fahr, 8. Türkyemspor Schweinfurt, 9. VfL Volkach, 10. SG Klein-/Großlangheim.

Torschützenkönig: Adrian Dußler (Abtswind) und Daniel Herzog (Gerolzhofen), je fünf Treffer; Bester Torwart: Benjamin Stöhr (Marktbreit).

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