FUSSBALL: KREISLIGA

Volkach beißt sich zum Erfolg

Volkachs Philipp Weissenseel (links) hat ausnahmsweise das Nachsehen gegen den Nordheimer Raphael Steffen. Foto: Alexander Rausch

Einen schwarzen Tag erwischte der TSV Nordheim/Sommerach am Sonntag im Nachbarschaftsduell mit dem VfL Volkach. Im Spiel nach vorne gelang fast nichts. Und auch defensiv leisteten sich die Gastgeber immer wieder haarsträubende Stellungsfehler und Fehlpässe. Die Volkacher wussten das zu nutzen und setzten sich auf der Weininsel mit 2:1 (0:0) durch. Nur noch ein Sieg fehlt dem VfL nun zum sicheren Klassenverbleib.

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TSV Nordheim/Sommerach - VfL Volkach

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Selbstvertrauen hatten die Kicker aus Nordheim und Sommerach an einem perfekten Osterwochenende mit zwei Siegen in letzter Minute gesammelt. Der direkte Klassenverbleib war plötzlich wieder zum Greifen nahe. Sogar den Nachbarn aus Volkach hatte der seit drei Spielen von Jürgen Schnackig und Henrik Flösser gecoachte TSV überholt. Der VfL war also gefordert. Dass es neben dem Prestige somit um einiges ging, war der Partie zu Beginn deutlich anzumerken. Während der TSV versuchte, durch Ballbesitz Sicherheit zu gewinnen, standen die Volkacher zunächst tief und trauten sich kaum über die Mittellinie.

Da der Heimelf gegen diese massive Defensive kaum etwas einfiel – meist kam der entscheidende Ball nicht – blieben Tormöglichkeiten zunächst rar. Dann war es der TSV, der den ersten Aufreger einleitete, aber vor dem eigenen Gehäuse. Nach einem Fehlpass im Aufbau war Julius Ströhlein enteilt, scheiterte aber an Maximilian Pfaff. Den abgeprallten Ball klärte Andre Schmidt in letzter Instanz (20.).

Auch in der Folge musste Torwart Pfaff mehrmals die Fehler seiner Vorderleute ausbügeln. Erst nahm er Ströhlein im Strafraum riskant den Ball vom Fuß, dann klärte er außerhalb des Strafraums gegen Ströhlein und auch noch gegen Philipp Weissenseel. Volkach taute langsam auf, bekam immer mehr Kontrolle über die Partie. Selbst Raphael Steffens Möglichkeit, die er aus acht Metern freistehend vergab (33.), weckte die Hausherren nicht aus der Lethargie. Vielmehr verhinderte erneut Pfaff gegen Christian Höhn (44.). „Ich kann mir diesen Auftritt nicht erklären. Sie hatten gut trainiert und waren selbstbewusst in die Partie gegangen“, war Schnackig entsetzt von seiner Mannschaft.

Auch der zweite Durchgang begann mit einer Chance der Gäste, als wiederum Höhn drüber schoss (48.). Volkach hatte die Partie fest im Griff. Mit Ausnahme von Steffens verunglücktem Schussversuch (53.) blieben die Hausherren harmlos – und kassierten wenig später die Quittung. Höhn legte einen Freistoß – alle erwarteten einen Schlenzer über die Mauer – Tillmann Schäfer in den Lauf, und der traf trocken ins lange Eck. Nordheim hatte sich noch nicht gesammelt, hatten die Gäste schon nachgelegt: Ströhlein düpierte die komplette TSV-Defensive und schob ein. Hätte Niklas Schnackig, Sohn des TSV-Trainers, für Volkach nicht die Unterkante der Latte getroffen (60.), der VfL hätte die Hausherren binnen vier Minuten auseinandergenommen.

So erholte sich die Heimelf und mühte sich um den Anschluss, echte Gefahr strahlte sie jedoch nicht aus. Erneut verhinderte Pfaff gegen Höhn einen höheren Rückstand. Volkach spielte den Sieg locker nach Hause. Nur der Schiedsrichter brachte noch kurz Spannung in die Partie, als er nach einem Stolperer Moritz Brauns im Strafraum– zum Entsetzen der Gäste – auf Strafstoß entschied. Den verwandelte Philipp Finster zwar abgeklärt, eng wurde es für Volkach aber nicht mehr. „Wir waren leidenschaftlich und bissig in den Zweikämpfen. Taktisch und konditionell war es ebenfalls ein starker Auftritt“, sagte VfL-Trainer Helmuth Weisensel zufrieden.

Die Statistik des Spiels

TSV Nordheim/Sommerach – VfL Volkach 1:2 (0:0)

Nordheim/Sommerach: Maximilian Pfaff – Pfeufer, Benedikt Finster, André Schmidt, Philipp Finster – Christopher Schmitt, Matthias Pfaff – Straßberger, Biedermann, Moritz Braun – Steffen. Eingewechselt: Heinrich (46.), Marcel Braun (46.), Then (72.).

Volkach: Leipold – Springer, Prause, Bernhardt, Fuß – Schnackig, Wiederer –– Ströhlein, Weissenseel, Schäfer – Höhn. Eingewechselt: Konrad (34.), Lutz (79.).

Schiedsrichter: Burkhard Böhm (Niederwerrn).

Zuschauer: 120.

Gelbe Karten: Benedikt Finster; Wiederer, Höhn.

Tore: 0:1 Tillmann Schäfer (58.), 0:2 Julius Ströhlein (59.), 1:2 Philipp Finster (90., Foulelfmeter).

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