VOLLEYBALL: LANDESLIGA

Volkachs Volleyballer steigen freiwillig ab

In dieser Zusammensetzung stehten die Volkacher Volleyballer in dieser Spielzeit nicht mehr auf dem Feld. Peter Moritz (links) pausiert, Peter Link (Zweiter von rechts) absolviert ein duales Studium in Leipzig. Foto: Hans Will

Die Volkacher Volleyballer befinden sich mitten im Umbruch. Die Herren treten nach dem freiwilligen Rückzug nach fünf Jahren Bayernliga eine Etage tiefer in der Landesliga an – mit zwei Herren-Mannschaften hat der VfL diesmal eine weniger im Spielbetrieb als zuvor. Es gilt, weiter aufzubauen. „Wir versuchen, künftig noch mehr auf Jugend zu setzen. Wir wollen weiter hochklassigen Volleyball bieten, ein stabiles Gerüst schaffen“, schildert Jonas Thaler.

Er ist einer derjenigen, die einst unter Raimund Wagenhäuser in der E-Jugend begannen und den Weg bis an die Spitze der Herren-Bayernliga mitgingen. Nun gehört der 29-Jährige zum fünfköpfigen Trainerteam, das künftig die Sache lenken soll. „Wir haben uns nach einem Trainer umgesehen, auch in den eigenen Reihen haben wir ja einige mit einem Schein. Es wollte aber keiner alleine die Verantwortung übernehmen“, sagt Thaler.

Quintett übernimmt die Führung

Mit ihm bilden Artur Homer als vorheriger Trainer der Zweiten, sowie Paul Platzöder als Verantwortlicher für die Damen, Sebastian Schraml und Andre Wächter die Riege der Übungsleiter. Das Quintett spricht sich regelmäßig ab, auch deshalb klappt die Zusammenarbeit. „Es funktioniert erstaunlich gut! Wir sind ja alle in erster Linie Spieler“, blickt Thaler auf die ersten Wochen.

Der Verzicht auf die Bayernliga wurde bereits im Frühjahr mit den Spielern besprochen. „Es stand aus dem Grund fest, weil klar war, dass uns fünf oder sechs Leute verlassen.“ Nicht im Bösen, wie Thaler betont, sondern aus beruflichen, privaten oder verletzungsbedingten Gründen. Johannes Förster und Peter Moritz pausieren, Jonas Hofmann spielt an seinem Studienort in Gießen, Patrick Schurz wechselte nach Lengfeld. Peter Link absolviert ein duales Studium, weshalb er teilweise in Leipzig ist.

Deshalb sei klar gewesen, „dass wir keine Mannschaft für die Bayernliga stellen können“. Dann trete man eben eine Liga tiefer an. Das sei kein Drama und besser, um die Kräfte aus der zweiten Garnitur mit einzubauen. „Bei uns ist keiner böse, wenn er nach Würzburg oder Bad Windsheim zum Spiel muss – statt nach Regensburg“, sagt Thaler.

Gute Laune trotz Auftaktpleite

Zwar ging der Auftakt für seine Volkacher Volleyballer mit der 2:3-Niederlage in Röttingen daneben. Trotzdem gab es zumindest einen Punkt – das sieht das Reglement beim Gewinn von zwei Sätzen so vor. „Den einen Punkt haben wir durch Teamgeist geholt. Wir haben uns in der ungewohnt niedrigen Halle schwer getan“, fasst der bisherige Libero zusammen.

Das tue der positiven Stimmung aber kaum Abbruch. Dass es noch nicht so laufe, liege zuvorderst an der neuen Zusammensetzung der Mannschaft. „Wir haben einige Positionen getauscht. Sebastian Schraml ist statt Zuspieler nun Außenangreifer, ich bin jetzt Zuspieler“, nennt er zwei Veränderungen.

Viel Potenzial sieht Thaler in der Truppe, in der mit Sebastian Berger, Federico Koch und Florian Reif weitere Haudegen aus der Bayernliga-Zeit stehen. „Ein guter Mittelfeldplatz ist für uns absolut realistisch.“ Längerfristig soll es auch wieder höher gehen. Dabei gelte es, die Jugend zu fördern. „Wir wollen versuchen, die Mannschaft in der Landesliga zu etablieren und sie wieder in Richtung Bayernliga zu bringen.“

Der erste Heimspieltag der Volkacher bringt am 19. Oktober gleich zwei Partien. Dann geht es gegen Mömlingen II und Zirndorf II.

Ehemals Libero, jetzt Trainer und Zuspieler: Jonas Thaler Foto: Schurtz

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