VIERERBOB: WELTMEISTERSCHAFT

Nur Platz neun für Johannes Lochner und Christian Rasp

Pilot Johannes Lochner, der vor zwei Jahren auf seiner Heimbahn am Königssee bei Zeitgleichheit nach vier Läufen mit Francesco Friedrich noch gemeinsam Weltmeister geworden war, kam bei der WM in Whistler (Kanada) mit der Bahn überhaupt nicht zurecht. Er fand erst im vierten Durchgang eine Linie, die ihn zufriedenstellte. „Es war der erste Lauf, der Bobfahren war und nicht ein Kampf von oben bis unten, dass ich nicht stürze“, sagte der 28-Jährige ehrlich.

Nur bei den Startzeiten konnte sein Bob mit den Topplatzierten mithalten. Schlussmann Christian Rasp aus Mainbernheim (Lkr. Kitzingen) und die beiden anderen Anschieber Florian Bauer und Christopher Weber machten also einen guten Job.

Die Ränge acht (Zweierbob) und neun (Vierer) beim Saisonhöhepunkt sind, genauso wie das Abschneiden bei Olympia 2018, eine Enttäuschung. Das sah auch Bundestrainer Rene Spies so: „Heute waren die Teams Walther und Lochner weit abgeschlagen. Da müssen wir im nächsten Jahr reagieren.“

Nach der Saison ist für Lochners Crew vor der Saison: Am 18. März geht es für eine Woche nach La Plagne, um das neue Zweierbob-Modell zu testen. Etwas Spaß in Form von Skifahren steht allerdings auch auf dem Programm.

Friedrich schafft den Double-Hattrick

Francesco Friedrich hat als erster Bobpilot der Welt den Double-Hattrick geschafft. Nach seinem fünften Sieg in Serie im kleinen Schlitten holte er auch den WM-Titel im Viererbob und ist somit seit 2017 bei Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen ungeschlagen.  Nach insgesamt vier Läufen hatte Friedrich, der sich im ersten Lauf noch eine Adduktorenzerrung zuzog, mit seinen Anschiebern Candy Bauer, Martin Grothkopp und Thorsten Margis einen hauchdünnen Vorsprung von nur 0,29 Sekunden vor dem Letten Oskars Kibermanis, der im ersten Lauf in 50,05 Sekunden Bahnrekord fuhr und im zweiten Lauf mit 4,69 Sekunden dem viermaligen Olympiasieger André Lange den Startrekord (4,70) von 2010 abnahm.

Dritter wurde der Kanadier Justin Kripps. Der Olympia-Zweite Nico Walther, der zur Halbzeit der Rennen Anschieber Philipp Wobeto für Eric Franke tauschte, kam nur auf Platz acht direkt vor Johannes Lochner, der zeitgleich mit Friedrich 2017 den Titel in der Königsklasse gewonnrn hatte.

 

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