FUSSBALL: A-KLASSE 4 SCHWEINFURT

Harter Winter für Michael Ludwig

Nachdenklicher Abtswind-Feuerbacher Trainer Michael Ludwig, hier noch im Trikot seines ehemaligen Vereins Castell/Wiesenbronn. Foto: A. Stöckinger

Wenn Michael Ludwig auf das Wochenende und den Start nach der Winterpause schaut, beschleicht ihn im Vorfeld kein gutes Gefühl. Ein Heimspiel gegen die Volkacher Reserve steht auf dem Spielplan. Der Spielertrainer der „dritten Garnitur“ des TSV Abtswind, die als Gemeinschaft mit dem FC Feuerbach antritt, hat gehörige Sorgen. „Momentan sieht es schlecht aus. Ich weiß nicht, ob ich für den Sonntag elf oder zwölf Leute zusammen bekomme“, klagt Ludwig über die Situation beim aktuellen Tabellenneunten.

Es klemmt wieder einmal beim Personal. Eigentlich nichts Neues, schließlich sei man schon mit einem relativ dünnen Kader in die Saison gegangen. 16, 17 Mann standen auf der Liste, die sich jetzt um einige reduziert hat. So fehlen mit Johannes Baumann (Leistenprobleme), Sebastian Krauß (Rücken) und Justin Laudenbach (Sprunggelenk) gleich drei Leute für längere Zeit. Routinier Arthur Eberhardt hat aufgehört, Torhüter Eduard Schneider befand sich die ganze Zeit auf Schulung und ist fraglich. Andreas Bayer ist in München bei der Bundeswehr und fällt voraussichtlich ebenso weg.

Zudem ist manchem anscheinend die Lust am Kicken abhanden gekommen. „Wenn wir nicht von oben etwas Verstärkung bekommen, wird es eng“, mutmaßt Ludwig. Aus dem Kader der Landesliga-Elf, die sich aktuell anschickt, in die Bayernliga aufzusteigen, ist es unwahrscheinlich, welche für die A-Klasse zu generieren. Die Zweite, die in der Kreisliga steht, dürfte schon eher in Frage kommen, um Ludwigs Elf unter die Arme zu greifen. Die sind aber am Sonntag in Mühlhausen im Einsatz.

Die Misere mit dem Personal hat dazu geführt, dass die Dritte ihr Training mit der Zweiten zusammen gelegt hat. „Wir hatten keine richtige Vorbereitung, da konntest du meistens nur zwei gegen zwei oder drei gegen drei spielen“, klagt Ludwig, der in Abtswind verheiratet ist. Dort begann er einst als Spieler, als die erste Mannschaft des TSV noch in der Kreisklasse kickte. Bis zur damaligen Bezirksoberliga machte er den Aufschwung mit, dann stieg er ins Trainergeschäft ein.

Nach Stationen in Geesdorf, Kleinlangheim und Castell kehrte er wieder in seinen Wohnort zurück. Mit der Dritten spielt und trainiert der TSV meist beim Partner FC Feuerbach, der froh ist, dass auf seinem Gelände Spielbetrieb herrscht. „Von dort könnte auch etwas mehr Unterstützung kommen“, findet Ludwig.

Generell ist es nicht einfach, als drittes Team im Spielbetrieb zu sein. Ob man als Reserve der Reserve überhaupt in einem ambitionierten Landesliga-Klub wahrgenommen wird? „Die Zuschauer kommen gerne, wir haben im Schnitt so viele, wie andere in der Klasse. Die Abtswinder kommen nach Feuerbach und schauen zu. Sie wollen ihre Leute sehen“, erzählt er.

Nur klemmt es eben im Moment etwas am Personal. In der Vorrunde sorgte die Abtswind/Feuerbach-Kombination für die eine oder andere Überraschung, wie mit Siegen gegen Fahr und Klein-/Großlangheim. „Wenn wir komplett sind, haben wir eine gute Mannschaft. Am Anfang waren wir das, dann kamen die ersten Verletzten. Die Trainingsbeteiligung wurde weniger, als Folge gab es schlechte Ergebnisse“, schildert der Trainer den Verlauf.

Das Spiel am Sonntag gegen die Volkacher Reservisten würde Michael Ludwig gerne gewinnen, um damit einen der vier Siege zu holen, die nach seiner Rechnung noch zum Klassenerhalt nötig sind. Die Liga sieht er insgesamt als recht ausgeglichen. Da könne beinahe jeder jeden bezwingen. Diese Feststellung gilt auch oder erst recht für die Abtswind/Feuerbacher Kombination.

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