Geesdorf

Geesdorf siegt nach starkem Endspurt

Mit ihrer deutlichen Überlegenheit kann die junge FC-Elf lange Zeit nichts anfangen. Erst zwei späte Treffer zum 2:1 krönen gegen Kleinrinderfeld ihren guten Auftritt.
Der Geesdorfer Simon Weiglein (links) kontrolliert den Ball vor Kleinrinderfelds Simon Sommer.
Foto: Alexander Rausch | Der Geesdorfer Simon Weiglein (links) kontrolliert den Ball vor Kleinrinderfelds Simon Sommer.

Lange hatte es erneut so ausgesehen, als könnten die Geesdorfer einen vermeintlich schwächeren Gegner nicht in die Knie zwingen. Deutlich waren sie Kleinrinderfeld überlegen, spielerisch und läuferisch – nur in Sachen Kaltschnäuzigkeit hatte die erfahrene Mannschaft Tobias Jägers gegenüber dem jugendhaften Emporkömmling bis in die Schlussphase Vorteile. Was ihr nichts nützte. Denn genau Geesdorfs junge Wilde mit Niclas Staudt und Vincent Held drehten die Partie am Ende noch.

Immer wieder predigte Jannik Feidel in den vergangenen Wochen, seine Mannschaft müsse sich noch entwickeln. Sie sei jung und lernwillig, aber man müsse ihr zugestehen, Talsohlen zu durchschreiten. Man mag es dem erst 23-jährigen Trainer, der aufgrund seiner jüngsten Urlaubsreise am Samstag nicht von Beginn an spielte, an der Seitenlinie nicht ansehen, aber er gesteht den Seinen diese Fehler zu, die sie auch gegen Kleinrinderfeld machten.

Zum Beispiel in der Anfangsphase, als sie in der Abwehr gegen robuste und zweikampfstarke Gäste nicht im Bilde waren. Da setzte sich Sandro Kramosch auf dem Flügel per Körpertäuschung durch, passte auf Levi Wendel, und der traf zum 0:1. Die Führung hielt lange. Zwar erarbeiteten sich die Gastgeber klarste Möglichkeiten, sie trafen dabei alles, nur nicht ins Tor, schon vor dem 0:1.

Niclas Staudt schob den Ball knapp vorbei (4.), und Vincent Held rannte nach Sandro de Candidos kapitalem Rückpass alleine auf Julian Schneider zu, an dem er scheiterte. Und auch danach drängten die Hausherren auf den Ausgleich. Tief hatten die Blau-Weißen sich mittlerweile gestaffelt, um möglichst jeden Geesdorfer Angriff parieren zu können. Nur gelang das nicht. Vincent Held schoss nach Felix Lehrmanns Ecke drüber (17.), und Fabio Feidel köpfte über den Balken (23.). Feidels Elf bestimmte das Geschehen, ließ die Kleinrinderfelder allerdings gewähren.

So forderte der Trainer an der Seitenlinie lautstark mehr Tempo. „Immer wenn wir schnell gespielt haben, haben wir Chancen bekommen“, sagte der 23-Jährige. Den besten Spielzug kurz vor der Halbzeit hätte Vincent Held beinahe belohnt. Doch Joshua Heberlein kratzte das Leder noch von der Linie. Kurz darauf landete der Ball am Pfosten, als Simon Sommer hatte einen Flankenball Mbalas ungewollt noch verlängert hatte.

Es war zum Haareraufen und sollte nicht besser werden. Minuten nach dem Seitenwechsel wuchtete Stefan Weiglein das Spielgerät an die Latte. Dominik Kober jagte einen zu kurz abgewehrten Eckball ins nahegelegene Maisfeld. Kleinrinderfelds Gehäuse schien wie vernagelt und die Gäste verteidigten ihre inzwischen schmeichelhafte Führung vehement. Kein Stückchen Raum gaben sie kampflos preis.

Diesem Aufwand aber mussten sie Tribut zollen – auch weil sie ihre wenigen Kontermöglichkeiten nicht sauber zu Ende spielten. Levi Wendel verpasste dabei sogar das 0:2 und die Quittung folgte. Nach einer Ecke, die die Gäste mal wieder nicht klären konnten, stand Niclas Staudt richtig und hämmerte das Leder mit Anbruch der Schlussviertelstunde ins Tor. Geesdorfs Moral wurde belohnt – und die Heimelf drehte die Partie wenig später.

Stefan Weiglein schickte Niclas Staudt, der Vincent Held mustergültig bediente. Und diesmal passte der Ball – genau neben den Pfosten. Der siegbringende Schlusspunkt hinter einem guten Auftritt, der nur zu spät mit Treffern belohnt wurde. „Die Fortschritte zu den vergangenen Heimspielen waren deutlich. Wir haben mehr Möglichkeiten herausgespielt. Deshalb freue ich mich, dass es doch noch geklappt hat“, zeigte sich Feidel zufrieden und erleichtert.

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