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Gelchsheim stürzt den Spitzenreiter

Laufduell: Gelchsheims Maximilian Hoos (links) mit dem Willanzheimer Artur Unrau.
Foto: Hans Will | Laufduell: Gelchsheims Maximilian Hoos (links) mit dem Willanzheimer Artur Unrau.

Fussball

Kreisklasse 2 Würzburg SV Gelchsheim – SV Willanzheim 2:1 (0:1)

Eindrucksvoll hat der SV Gelchsheim seine Ambitionen untermauert. Wenn auch mit einigen Anlaufschwierigkeiten wiesen die Rot-Weißen auch Verfolger Willanzheim in die Schranken und eroberten die aufgrund des verlegten Spiels gegen den TSV Aub verlorene Tabellenspitze wieder zurück. Allerdings hatte die Elf von Joachim Barthel – wie im bisherigen Saisonverlauf – einige Hürden zu überwinden.

Feine Fußballer kommen aus Gelchsheim. Das Problem war nur, sie kickten größtenteils woanders. Steffen Barthel beim ASV Rimpar, sein Bruder Joachim bei Marktbreit-Martinsheim, ebenso wie Philipp Hoos. Alexander Hoos spielte in der U 19 des Würzburger FV, Jakob Weißkopf beim Lokalrivalen FC Hopferstadt. Jonas Hoos schnürte für den FC Eibelstadt die Fußballschuhe. Doch die Verantwortlichen schafften es, alle zurückzuholen. Nur Steffen Barthel geht weiterhin – mittlerweile wieder für den WFV – nicht für die Rot-Weißen auf Torejagd. Allerdings steht er seinem Bruder Joachim, der das Spielertrainer-Amt übernommen hat, beratend zur Seite.

Und die Erfahrungen der Neuzugänge zahlen sich bisher aus. Die Barthel-Brüder sorgten für eine stabile Defensive. Mit aktuell nur 13 Gegentreffern die beste der Liga. Auch im Angriff sind die Gelchsheimer nun deutlich variabler und spielstärker. Neben Timo Skrobar und Torjäger Daniel Kreußer, der vergangene Saison satte 22 Buden machte, haben die Gelchsheimer nun Alternativen. Selbst Ausfälle wie jüngst die Daniel Leimigs, der an Leistenproblemen laboriert, oder Joachim Barthels schaffen die Rot-Weißen zu kompensieren. Deutlich breiter ist der Kader geworden.

Das schlägt sich auch in der Tabelle nieder. Aus dem Abstiegskandidaten ist ein ernsthafter Titelanwärter geworden. Nicht nur Gülchsheim bekam das zu spüren. Auch der Rest der Liga konnte – mit Ausnahme Hoheims – den Spitzenreiter nicht in die Knie zwingen. Allerdings ist der Erfolg auch harte Arbeit. Nur gegen Giebelstadt, Mainbernheim und Marktbreit-Martinsheim II feierten die Gelchsheimer Kantersiege. In Sulzfeld oder gegen Frickenhausen hatten sie lange zu kämpfen. Bei den torlosen Remis' in Gaukönigshofen und gegen Hopferstadt blieb die beste Offensive der Liga gar ohne Treffer.

Auch gegen Spitzenreiter Willanzheim bissen sich die Gastgeber lange Zeit die Zähne aus. Zwar bestimmten die Rot-Weißen, bei denen Joachim Barthel nur auf der Bank blieb, die Partie, wurden gegen kompakt verteidigende Gäste aber nicht zwingend. Es mangelte an den nötigen Ideen. Der überraschend defensive Spitzenreiter, der immerhin die drittbeste Angriffsreihe der Liga vorweisen kann, hingegen konterte einmal gefährlich – und traf. Johannes Dorsch stellte das Spielgeschehen auf den Kopf.

Dorsch hatte sogar das 2:0 auf dem Kopf, verfehlte das Gehäuse Simon Heins aber. Gelchsheims Torhüter musste sich nicht einmal auszeichnen, weil seine Vorderleute auch in der Folge kaum etwas durchließen. Willanzheim war nun zwar besser in der Partie, dominant blieben aber die Hausherren, die ihre Überlegenheit nun auch in Tore ummünzten. Erst sorgte Mario Günter für den verdienten Ausgleich, ehe Torjäger Daniel Kreußer einen fein vorgetragenen Angriff über den rechten Flügel sehenswert verwertete und den verdienten Sieg besorgte. Auch Willanzheims Rot-gesperrter Spielertrainer Christian Volkamer erkannte den Erfolg des neuen und alten Spitzenreiters an. Denn der sei spielstärker und zweikampfstärker gewesen. Auch hätte sich Gelchsheim verdientermaßen zum Herbstmeister gekürt.

„Es hat richtig viel Spaß gemacht, von außen zuzuschauen. Die Jungs – viele von ihnen sind noch keine 23 – machen das echt gut. Sie wollten den Sieg heute unbedingt“, freute sich Gelchsheims Coach Joachim Barthel. Mit unbändigem Willen und dem entsprechenden Talent haben seine Schützlinge den nächsten Schritt in Richtung Kreisliga gemacht. Doch bis dahin wartet noch einiges an harter Arbeit auf den Tabellenführer, der an eine mögliche Meisterschaft noch keine Gedanken verschwendet.

Gelchsheim: Hein – Weiskopf, Maximilian Hoos, Pehlert, Neckermann, Günter, Alexander Hoos, Kreußer, Skrobar, Simon Gessner, Philipp Hoos; Bodensteiner, Holger Gessner, Langer.

Willanzheim: Masca – Ifland, Abendroth, Scherb, Schöller, Hirsch, Flennert, Böhm, Unrau, Dorsch, Schmitt; eingewechselt: Grill, Burger.

Schiedsrichter: Richard Seidenspinner (Neubrunn). Zuschauer: 150. Tore: 0:1 Johannes Dorsch (24.), 1:1 Mario Günter (62.), 2:1 Daniel Kreußer (78.).

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