Abtswind

Thorsten Götzelmann folgt auf Petr Škarabela

Zufrieden sieht anders aus. Die Gesichtsausdrücke auf dem Bild vom Juli 2016 passen zur augenblicklichen Situation beim Landesliga-Tabellenführer TSV Abtswind: Der freigestellte Trainer Petr Škarabela, Christoph Mix und Interimstrainer Thorsten Götzelmann (von links).
Foto: Hans Will | Zufrieden sieht anders aus. Die Gesichtsausdrücke auf dem Bild vom Juli 2016 passen zur augenblicklichen Situation beim Landesliga-Tabellenführer TSV Abtswind: Der freigestellte Trainer Petr Škarabela, ...

Nur noch drei Punkte sind geblieben vom einst komfortablen Neun-Punkte-Vorsprung Abtswinds auf seinen Verfolger Vach. Es wäre sogar nur einer, wenn Vach zu Hause gegen Fuchsstadt nicht nur unentschieden gespielt hätte. Die 1:4-Niederlage gegen Schwebenried vom Wochenende ließ in Abtswind die Alarmglocken schrillen. In dieser angespannten Situation muss die Mannschaft heute Abend (Beginn 18 Uhr) zum Nachholspiel in Kleinrinderfeld antreten.

Wie angespannt die Lage in Abtswind sein muss, nachdem die Mannschaft aus ihren vier Spielen seit der Winterpause sieben von zwölf möglichen Punkten – zwei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage – holte, lässt die am Montagabend verbreitete Meldung vermuten. Mit sofortiger Wirkung trennte sich der Verein von Trainer Petr Škarabela. „Wir sind nach intensiven Gesprächen in der Vereinsführung einvernehmlich zur Entscheidung gelangt, dass in unserer jetzigen Situation die Trennung unvermeidlich“, wurde Abtswinds Manager Christoph Mix in der Nachricht zitiert. Das Ziel, den Aufstieg in die Bayernliga, sehen die Verantwortlichen in Gefahr. „Die Leistungen in jüngster Zeit entsprachen nicht unseren Erwartungen“, erklärt Mix. Der Trainerwechsel sei darauf die Reaktion und solle „für einen neuen Impuls sorgen“.

Enttäuscht äußerte sich Škarabela: „Ich kann die Entscheidung nicht nachvollziehen. Für mich ist das eine große Enttäuschung.“ Obwohl auch er sich vom letzten Spiel mehr erwartet habe, sei er weiterhin vom Aufstieg überzeugt gewesen. Die schlechten Abtswinder Erfahrungen der letzten Jahre könnten die Entscheidung verständlicher machen. Vor allem in der Saison 2013/14 verloren die Abtswinder einen ähnlich großen Vorsprung und waren am Ende nur Dritter. Nach drei dritten und zwei vierten Plätzen in den letzten fünf Jahren soll der Aufstieg endlich gelingen. In den letzten sieben Spielen – sofern Abtswind nicht noch in der Relegation um den Aufstieg spielt – soll nun Thorsten Götzelmann dieses Ziel erreichen. Der 45-Jährige sagte aber nur bis zum Saisonende zu. „Für die neue Runde sind wir daher auf der Suche“, bestätigt Mix.

Heute Abend ist auch der direkte Konkurrent gefordert. Vach spielt nun in Schwebenried. Trainer Mario Schindler stellte seinen alten Abtswinder Weggefährten, denen er am Samstag mit dem 1:4 auf eigenem Platz jene so folgenschwere Niederlage beibrachte, in Aussicht, ihnen dann wieder zur Seite zu stehen: „Wir brauchen noch etliche Punkte für den Klassenerhalt, daher wollen wir gegen Vach nachlegen und für Abtswind Schützenhilfe leisten.“

Das macht die Abtswinder Aufgabe allerdings nicht leichter. Kleinrinderfeld, die einzige zu Hause noch ungeschlagene Mannschaft, beendete zuletzt beim 3:0 in Haibach seine Auswärtsschwäche und geht ob des Dreiers ziemlich selbstbewusst ins Duell mit dem angeschlagenen Spitzenreiter. Bereits in Haibach kehrte Routinier Peter Endres auf den Platz zurück. Seit dem 14. Spieltag hatte der erfahrene Angreifer verletzungsbedingt kein Spiel mehr absolvieren können. Gegen Abtswind ist zudem der zuletzt verhinderte Philipp Günder wieder dabei.

„Jetzt wird es bei den Abtswindern ein wenig mehr kribbeln“, freut sich Kleinrinderfelds Sportleiter Peter Engert auf ein intensives Duell. Er erinnert ans Hinspiel, als die Seinen trotz Unterzahl die bessere Mannschaft gewesen seien. „Mittelmäßig“, so die Abtswinder Version dieses Spiels, sei die Leistung trotz 1:0-Sieg gewesen. „Die Kleinrinderfelder sind dafür bekannt, dass sie eine starke Mannschaft haben“, sagte Pascal Kamolz damals unmittelbar nach dem Spiel. Abtswinds Co-Trainer fällte nach der Niederlage gegen Schwebenried ein hartes Urteil: „Wir haben alles falsch gemacht, was man falsch machen kann.“ Es war zwar erst die dritte Niederlage in dieser Saison und die erste nach der Winterpause und fünf ungeschlagenen Spielen, doch der schrumpfende Vorsprung rief die bösen Geister früherer Jahre herbei.

Diesen Spuk kann die Mannschaft durch bessere Leistung beenden. In Kleinrinderfeld „müssen wir unbedingt drei Punkte einfahren“, sagt Kamolz jetzt. Nach 690 Tagen kehrt Götzelmann dort auf die Abtswinder Trainerbank zurück. Personell sind Daniel Endres und Jürgen Endres verhindert, Daniel Hämmerlein fehlt verletzt und Christopher Lenhart befindet sich im Aufbau. Wieder zur Verfügung stehen Jonas und Lukas Wirth.

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