Berlin

Klinsmann: Hertha mit Schmidt „wieder in der Spur”

Jürgen Klinsmann       -  Klinsmann sieht nach seinem Abgang vor gut einem Jahr Hertha BSC nach der Berufung von Carsten Schmidt zum Vorstandsvorsitzenden wieder auf dem richtigen Kurs.
Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa | Klinsmann sieht nach seinem Abgang vor gut einem Jahr Hertha BSC nach der Berufung von Carsten Schmidt zum Vorstandsvorsitzenden wieder auf dem richtigen Kurs.

„Am Ende des Tages kommt es aber immer auf die Menschen an”, sagte der ehemalige Hertha-Trainer im Rahmen einer von der Bundesliga veranstalteten Gesprächsrunde bei „Transfermarkt.us”. „Die müssen eine Vision haben und klar definierte Ziele, und das ist jetzt die Herausforderung für Hertha, um wieder in die Spur zu kommen”, sagte Klinsmann.

Trotz seines überstürzten Abgangs am 11. Februar 2020 nach nicht einmal 80 Tagen Amtszeit leidet der 56-Jährige weiter mit dem abstiegsbedrohten Haupstadt-Club mit. „Es ist traurig, den Verein dort zu sehen, wo er jetzt ist”, sagte Klinsmann, der im Zuge seines Ausscheidens einen Bericht für Investor Lars Windhorst geschrieben hatte, der aber auch bei der „Sport Bild” landete und dort veröffentlicht wurde. „Dieser Bericht sollte vertraulich sein”, sagte der frühere Bundestrainer, „das hat mir geschadet.”

In dem Bericht hatte er die Lage des Vereins analysiert und vor allem Kritik an dem früheren Manager Michael Preetz geübt, von dem sich Hertha in diesem Januar getrennt hatte. Windhorst selbst hatte in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur die Analyse von Klinsmann gelobt: „Rückblickend stellen inzwischen ja viele fest, dass viele Impulse und Analysen von Jürgen Klinsmann so falsch nicht waren. Es hätte sehr konstruktiv sein können.”

Der ehemalige Weltklassestürmer hofft, dass nun auch Fredi Bobic nach seiner Ausstiegsankündigung bei Eintracht Frankfurt in Berlin landen werde: „Ich denke, es wäre fantastisch für den Verein, weil er eine ausgewiesene Persönlichkeit im Geschäft ist.” Klinsmann selbst setzt auf eine Rückkehr als Trainer: „Ich werde auf die Trainerbank zurückkehren, weil ich mich dort am meisten gefordert fühle.”

© dpa-infocom, dpa:210306-99-714894/2

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