Berlin

Kruse will mehr: Remis spaltet Union und 1899

Kampf um den Ball       -  Hoffenheims Verteidiger Pavel Kaderabek (l-r), Union Berlins Stürmer Marcus Ingvartsen, Hoffenheims Stürmer Ihlas Bebou und Union Berlins Verteidiger Marvin Friedrich kämpfen um den Ball.
Foto: Tobias Schwarz/AFP-POOL/dpa | Hoffenheims Verteidiger Pavel Kaderabek (l-r), Union Berlins Stürmer Marcus Ingvartsen, Hoffenheims Stürmer Ihlas Bebou und Union Berlins Verteidiger Marvin Friedrich kämpfen um den Ball.

Platz sieben nach 23 Runden, mit 34 Punkten satte fünf Zähler mehr als zum gleichen Zeitpunkt in der Aufstiegssaison: Der 1. FC Union liegt weit über Plan.

Der prominenteste Profi des Berliner Fußball-Erstligisten aber bleibt kritisch und will mehr - persönlich und als Team. „Was das Spiel angeht, muss man sagen, dass wir heute schon glücklich einen Punkt mitgenommen haben. Wir hatten einen Torschuss und das war der Elfmeter”, sagte Max Kruse nach dem 1:1 gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Das Remis spaltete Kruses Club und auch den Kontrahenten. Die Protagonisten beider Lager schwankten zwischen Zufriedenheit und dem Gefühl, nicht das Optimale erreicht zu haben.

KRUSES COMEBACK: 74 Minuten durfte der Ex-Nationalspieler nach fast drei Monaten Verletzungspause schon wieder ran, mehr als vorgesehen. Er schoss sein siebtes Saisontor eiskalt vom Elfmeterpunkt, zeigte darüber hinaus schon wieder „in der einen oder anderen Aktion, welche Qualität in ihm steckt”, erklärte Union-Trainer Urs Fischer. Kruse will mehr, die nötige Spielfitness komme nur über die Wettkämpfe: „Jetzt haben wir wieder eine Woche. Ich hoffe, dass ich dann wieder länger auf dem Platz stehe.”

EUROPACUP: Noch will bei den „Eisernen” niemand neue Ziele verkünden, offiziell geht es weiter um den Klassenverbleib. „Das ist wirklich kein Thema in der Kabine. Wir wollen so weiter machen, bis wir den Klassenerhalt sicher haben. Zuvor wird darüber nicht gesprochen”, erklärte Kapitän Christopher Trimmel. Elf Spieltage vor Saisonschluss der Bundesliga lassen 16 Punkte Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz aber Zweifel kaum noch zu.

GESTIEGENE ANSPRÜCHE: Das verdeutlicht auch die Reaktion von Kruse nach der Partie. „Nach dem 1:0 haben wir ein bisschen ängstlich gespielt, das zieht sich schon durch die ganz Saison”, bemerkte der 32-Jährige. Nach einer Führung „ein bisschen weichen und zurückgehen - das müssen wir abstellen”, meinte Kruse. „Hoffenheim hatte heute die bessere Spielanlage. Wenn es kein Abseits ist kurz vor Schluss, verlieren wir.”

TSG-ÄRGER: Einen Bericht der „Bild”-Zeitung, wonach die Hoffenheimer nach der bisher durchwachsenen Saison und vor allem dem bitteren Aus in der Europa League angeblich auf der Suche nach einem neuen Trainer sind, bezeichnete TSG-Sportchef Alexander Rosen als „dreckige Lüge” und „Sauerei”. Gerade der Auftritt bei Union mit einem dicken Chancenplus habe bewiesen, dass die Mannschaft funktioniert und Charakter hat. „Die Antwort war heute eindeutig”, sagte Rosen. Chefcoach Sebastian Hoeneß war trotz des verpassten Sieges in Berlin stolz auf sein Team: „Es war wichtig, wieder aufzustehen, das haben die Jungs heute gemacht.”

© dpa-infocom, dpa:210301-99-634302/2

Weitere Artikel
Themen & Autoren
dpa
Berichte
Elfmeter
Hoffenheim
Max Kruse
TSG Hoffenheim
UEFA Europa League
Zeitungen
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!