Bei Tasch und Schad rutscht es

WÜRZBURG Das Ziel ist klar definiert: Laura Tasch (ARC Würzburg) und Claudia Schad (Würzburger RVB) wollen bei der U-23-Weltmeisterschaft der Ruderer im belgischen Hazewinkel eine Medaille holen. Geht es nach Trainer Philipp Tibitanzl, soll es sogar die goldene sein.
Mit Kampfgeist und Lockerheit soll       -  Mit Kampfgeist und Lockerheit soll es für Laura Tasch (links) und Claudia Schad bei der Ruder-Weltmeisterschaft
der unter 23-Jährigen im Leichtgewichts-Doppelzweier zu einer Medaille reichen.
Mit Kampfgeist und Lockerheit soll es für Laura Tasch (links) und Claudia Schad bei der Ruder-Weltmeisterschaft der unter 23-Jährigen im Leichtgewichts-Doppelzweier zu einer Medaille reichen. Foto: FOTOMONTAGE MP
Es zeugt von Selbstbewusstsein und Vertrauen auf die eigene Stärke, wenn Philipp Tibitanzl sagt: "Wir wissen unsere Konkurrenz hier bei der Weltmeisterschaft zwar noch nicht einzuschätzen, aber wir liebäugeln mit dem Sieg." Mit wir meint der ARCW-Coach neben der eigenen Person noch das vereinsübergreifende Duo Laura Tasch (ARCW)/Claudia Schad (WRVB), das er bei der U-23-WM betreut und das in Hazewinkel im Leichtgewichts-Doppelzweier an den Start geht. Diese Bootsklasse ist olympisch, weshalb die Konkurrenz besonders groß ist.

13 Zweier sind gemeldet, darunter die WM-Zweiten und -Dritten des Vorjahres. "Das ist das größte Feld, das bislang bei einer U-23-WM an den Start ging, da sind einige Brecher drin", weiß Tibitanzl. Trotzdem sieht er den Titelkämpfen zuversichtlich entgegen. "Das Boot rutscht, wir haben gute Fortschritte im Trainingslager gemacht."

Drei Wochen lang hatten Tasch und Schad zuletzt im Bundes-Leistungszentrum Ratzeburg im Norden der Republik geübt, davon eine Woche mit WRVB-Trainer Heinz Wölfel - auch in dieser Hinsicht funktioniert die vereinsübergreifende Zusammenarbeit. Es war laut Tibitanzl eine ebenso angenehme wie effektive Zeit. "Die Stimmung war gut, das Arbeiten war gut, die Kommunikation war gut", sagt der Würzburger. Die "kommunikative Basis" zwischen Tasch und Schad sei prima, es habe keinerlei Probleme gegeben. Will heißen, die 21-jährige Politik-Studentin Tasch und die 20-jährige Medizin-Studentin Schad verstehen sich im Boot und außerhalb des Bootes gut, kommen prima miteinander zurecht. In der Bootsklasse Doppelzweier, wo das Zusammenspiel der Partner perfekt funktionieren muss, eine gute Basis für Erfolg.

Den erwartet Tibitanzl von seinen Schützlingen. Die Vorleistungen bei den U-23-Regatten und im Trainingslager seien hervorragend gewesen. Und von den Relationszeiten her - dem Vergleich der selbst geruderten Zeiten mit der bislang weltweit schnellsten - habe sein Duo im gesamten deutschen WM-Team die besten Werte erzielt. Zwar glaubt der Trainer, dass solche Vergleiche mit Vorsicht zu genießen seien, aber sie zeigten, dass man sich in jedem Fall auf dem richtigen Weg befinde. Dieser Weg führt nun heute Nachmittag in den Vorlauf. Dort wollen Tasch und Schad der Konkurrenz gleich mal zeigen, dass ihr Traum vom WM-Titel eine durch und durch realistische Basis hat.

In Hazewinkel ist mit Anne Paul (ARCW) noch eine dritte Würzburgerin am Start. Paul steuert dort den deutschen Frauen-Achter und liebäugelt ebenfalls mit einer Medaille. Auch hier stimmen beim deutschen Team die Vorleistungen, aber die aus sieben Booten bestehende Konkurrenz hat da ja auch noch ein Wörtchen mitzureden.

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