HANDBALL: BAYERNLIGA

Lohr bekommt die Hektik in den Griff

Beim Heimsieg über Fürstenfeldbruck II agiert das TSV-Team lange Zeit wenig souverän. Wenn Spielertrainer Maximilian Schmitt für die Probleme verantwortlich macht.
Griff ans Trikot: Fürstenfeldbrucks Noah Newel (rechts) unterzieht die Festigkeit der Oberbekleidung von Lohrs Kreisläufer Carlos Prieto einem intensiven Test. Foto: Yvonne Vogeltanz

Handball, Bayernliga Männer

TSV Lohr – TuS Fürstenfeldbruck II 30:24 (15:14)

Minuten, nachdem seine Spieler den Sieg über Fürstenfeldbruck II gefeiert hatten und bei einer Ehrenrunde von den Zuschauern abgeklatscht worden waren, wirkte Lohrs Spielertrainer Maximilian Schmitt immer noch etwas missgestimmt. Im Hallen-Interview nach der Partie auf dem Parkett der Spessarttorhalle verlieh er seinem Unmut über die Schiedsrichter Ausdruck und sprach den beiden Referees aus Oberbayern gar die Bayernliga-Tauglichkeit ab, was vom auf der Tribüne verbliebenen Publikum lautstark beklatscht wurde.

Hier der Link zu den Interviews mit den Trainern Maximilian Schmitt (Lohr) und Stefan Forstmeier (Fürstenfeldbruck) nach dem Spiel

"Klar, wir hatten einen Bruch im Spiel. Aber den haben wir nicht selbst verschuldet", wies Schmitt den Unparteiischen die Hauptverantwortung dafür zu, dass sich seine Spieler in der Partie gegen das weiter punktlose Schlusslicht lange Zeit sehr schwer getan hatten.

Zerfahren war die Partie gewesen, wozu sicher auch die Schiedsrichter mit nicht immer stringenten Entscheidungen ihren Beitrag leisteten. Doch Fehler erlaubten sich eben auch die einheimischen Handballer, so dass ihr Auftritt lange Zeit wenig souverän wirkte. "Irgendwie sind wir nicht so richtig ins Rollen gekommen", gab Lohrs auf Rechtsaußen spielender Routinier Benjamin Horn zu.

Gerade in der ersten Hälfte leistete sich sein Team zahlreiche technische Fehler, dazu war die TSV-Abwehr weit von der Konsequenz entfernt, welche sie in den vorangegangenen Spielen stark gemacht hatte. Immer wieder erspielte sich die vor der Saison neu formierte Fürstenfeldbrucker Drittliga-Reserve mit schnellen Aktionen gute Chancen. Vor allem mit den flachen Bodenpässen auf TuS-Kreisläufer Ole Schwagerus hatten die groß gewachsenen Abwehrspieler im Lohrer Innenblock so ihre liebe Not.

Umstellung der Abwehr

Erst als die Gastgeber kurz vor der Pause ihre Abwehr von 6:0 auf 5:1 umstellten, schafften sie es, dem Fürstenfeldbrucker Treiben Einhalt zu gebieten. "Ich glaube, die Umstellung war der Schlüssel zum Erfolg", betonte Spielertrainer Schmitt, der selbst auf der vorgezogenen Abwehrposition fortan die Kreuzbewegungen der Gäste unterband und so ihr Spiel zum Stocken brachte. Der 27-Jährige ergänzte: "Wir haben versucht, das Tempo hochzuhalten, weil wir wussten, dass die Fürstenfeldbrucker Bank nicht so stark besetzt ist."

Freude über den Lohrer Erfolg

So gelang es den Gastgebern in der zweiten Hälfte, ihren Vorsprung Tor um Tor zu vergrößern, selbst wenn bisweilen immer wieder Hektik aufkam. Doch das war Benjamin Horn hernach herzlich egal: "Wir haben jetzt 10:4-Punkte, so etwas hatten wir lange nicht mehr", wies der Rechtsaußen auf den gelungenen Rundenstart seiner Mannschaft hin.

Nach diesem liegt das Team von Maximilian Schmitt nur einen Punkt hinter dem neuen Tabellenführer Haspo Bayreuth und reist am kommenden Sonntag, 10. November, zum HSC Coburg II, einem Titelanwärter. "Dort", so betonte Maximilian Schmitt, "können wir ganz befreit aufspielen."

Die Statistik des Spiels
Handball: Bayernliga Männer
TSV Lohr – TuS Fürstenfeldbruck II 30:24 (15:14)
Lohr: T. Scheiner (1. – 34.), Szabo (34. – 60.) – Seltsam 2, M. Schmitt 7, Röder 5, L. Schmitt, J. Scheiner, J. Schmitt 5, Prieto 3, Born, Horn 6/3, Zehnter, Horky 2.
Fürstenfeldbruck: Domuratzki (1. – 47., 54. – 60.), Stetter (47.  – 60.) – Pohling Daschevski 1, Hermann, Fuchs 4, Wanie 5/2, Urban 1, Newel 1, Jörges, Gottschall 1, Hagitte 1, Schwagerus 7.
Zeitstrafen: 4:6. Siebenmeter: 5/3 – 3/2. Zuschauer: 500.
Spielfilm: 3:3 (6.), 6:6 (12.), 8:10 (19.), 10:12 (24.), 13:12 (28.), 17:14 (31.), 18:17 (40.), 21:17 (45.), 22:19 (47.), 24:19 (50.), 28:22 (54.).

Der Pausenkommentar

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