Fußball

Wenn Übung den Meister macht . . .

Ist von seinem Team überzeugt: Henry Genheimer, Trainer des FSV Holzkirchhausen-Neubrunn, vor dem Kreisklassen-Spitzensp... Foto: Michael Kämmerer

Übung macht bekanntlich den Meister. Bewahrheitet sich dieses Sprichwort, kann der Meister der Fußball-Kreisklasse Würzburg 4 eigentlich nur FSV Holzkirchhausen-Neubrunn heißen. Haben die fleißigen FSV-Kicker in der Winterpause doch die rekordverdächtige Anzahl von sieben Spielen bestritten und damit so viele Test absolviert wie kaum eine andere Mannschaft dieser Klasse.

Dabei hatte ihr Trainer Henry Genheimer eigentlich nur verhindern wollen, dass noch einmal der Fall eintritt wie ein Jahr vorher und vorsichtshalber mal lieber ein paar Begegnungen mehr vereinbart. Vor einem Jahr waren nämlich sämtliche Tests dem strengen Winter zum Opfer gefallen. Doch heuer war es möglich, alle ausgemachten Spiele auch durchzuführen – mehr als der Trainer eigentlich gewollt hatte.

FSV in Bestbesetzung

„Die Vorbereitung ist super verlaufen, wir mussten ja nicht einmal in die Halle ausweichen. Die Ergebnisse der Testspiele waren mir dabei nicht so wichtig, vielmehr war entscheidend, dass wir Spielpraxis erhalten und dabei keine Verletzten bekommen haben“, sagt Trainer Henry Genheimer mit Blick auf das erste Punktspiel nach der Winterpause, dem mit Spannung erwarteten Kräftemessen der beiden derzeit besten Mannschaften der Würzburger Kreisklasse 4. Genheimers Mannschaft empfängt als Zweitplatzierter den Spitzenreiter TuS Frammersbach II somit in Bestbesetzung. Im Hinspiel trennte man sich 1:1.

Der in seinen bisherigen 17 Saisonauftritten erst einmal unterlegene Tabellenzweite FSV Holzkirchhausen-Neubrunn (1:2-Niederlage gegen Holzkirchen-Remlingen) ist nach Meinung seines Trainers bestens vorbereitet auf das Duell mit dem neuen Spitzenreiter, der einen Punkt Vorsprung, aber auch schon ein Spiel mehr bestritten und somit die schlechtere Ausgangsposition hat. Allerdings glaubt Genheimer nicht, dass das Spiel (Sonntag, 15 Uhr, in Holzkirchhausen) schon Endspiel-Charakter besitzt. Schließlich stünden danach noch zwölf Partien auf dem Programm. „Die Meisterschaft wir hinten raus entschieden“, glaubt Genheimer.

Seiner Ansicht nach treffen die beiden konstantesten Teams der Liga aufeinander. Dass zum Tabellendritten SV Greußenheim ein Abstand von bereits sechs Zählern besteht, lässt im Titelrennen einen Zweikampf zwischen Holzkirchhausen-Neubrunn und der Frammersbacher Landesliga-Reserve erwarten, was für Henry Genheimer ein ungleiches Duell darstellt. „Man weiß ja nie, mit welcher Mannschaft die Frammersbacher auflaufen. Vorige Woche in Birkenfeld haben sie ja fast mit der kompletten Ersten gespielt“, meint der 46-Jährige, der seit 2009 den FSV trainiert und seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert hat. Weil Frammersbachs Landesliga-Team an diesem Wochenende allerdings auch im Einsatz ist (Samstag bei Tabellenführer Abtswind), werden die Gäste diesmal vornehmlich auf ihren Kreisklassen-Kader zurückgreifen müssen.

Bittere Erfahrung mit Landesliga-Reserven hat der FSV Holzkirchhausen-Neubrunn ja schon einmal gemacht. Und zwar im vergangenen Sommer, als man als Tabellenzweiter in der Relegation auf den FC Leinach II traf und absolut chancenlos war. Henry Genheimer ist sich sicher, dass seine Mannschaft inzwischen gereift und personell besser aufgestellt ist als damals. Er nennt mit Artem Magel und Jonas Schenk zwei Spieler, die sich enorm entwickelt hätten. Und er nennt auch Philipp Seidenspinner, der vorige Saison noch als Feldspieler eingesetzt wurde und nun das Tor hütet, was er nach Meinung seines Trainers viel besser kann. Genheimer selbst fühlt sich mit seinen 46 Lebensjahren indes noch fit genug für einen Kurzeinsatz. In den Testspielen hat sich gezeigt, dass der überwiegend jungen Mannschaft ein wenig Erfahrung mitunter ganz gut tut. „Ich halte mich fit und sehe mich als 14. Mann auf der Bank“, meint der frühere Bezirksoberligaspieler des SV Heidingsfeld.

„Wir haben das Potenzial für die Kreisliga.“
Henry Genheimer, Trainer des FSV Holzkirchhausen-Neubrunn

Als Indiz der Fortentwicklung sieht Genheimer auch die Statistik: „Wir schießen mehr Tore und bekommen weniger.“ Besonders beachtlich erscheinen die elf Gegentore, die nach 17 Saisonspielen zu Buche stehen. Zum Vergleich: Frammersbach II hat doppelt so viele Treffer hinnehmen müssen. Dass seine Mannschaft in der Lage wäre, in der Kreisliga eine gute Rolle zu spielen, ist für ihn keine Frage: „Wir haben das Potenziel für die Kreisliga.“

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