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Haufenweise Corona-Absagen in Main-Spessart

Lohrs Handball-Bayernliga-Spiel fällt ebenso aus wie die Basketball-Regionalliga-Partie in Marktheidenfeld und die Kegel-Bundesliga in Karlstadt. Und das ist nicht alles.
Finden erst einmal nicht mehr statt: Heimspiele der Lohrer Handballer (links mit Jannik Schmitt) in der Spessarttorhalle.
Finden erst einmal nicht mehr statt: Heimspiele der Lohrer Handballer (links mit Jannik Schmitt) in der Spessarttorhalle. Foto: Yvonne Vogeltanz

Kein Handball in Lohr, kein Basketball in Marktheidenfeld, kein Bundesliga-Kegeln bei Bavaria Karlstadt: Immer mehr Sportverbände setzen auf Grund der immer weiter zunehmenden Corona-Infektionen hierzulande den Spielbetrieb aus oder beenden ihn für diese Saison gleich ganz. Wie lange die sportliche Zwangspause andauern wird, ist noch in keinster Weise abzusehen. Und an diesem Freitag entscheidet auch der Bayerische Fußballverband (BFV), ob er den Spielbetrieb in seinen Klassen noch fortführen will.

Am Donnerstag entschieden zunächst der Handball- und der Basketballverband, ihren Spielbetrieb auf Landesebene einzustellen. Kinder- und Jugendrunden, die ohnehin fast vorüber waren, hat der Bayerische Handball-Verband für diese Saison gänzlich beendet. Bis zum 19. April soll für Männer- und Frauenteams entschieden werden, ob die Punkterunden fortgeführt und ebenfalls beendet werden.

"Grundlage der Entscheidung ist die neue Beurteilung der Gesamtlage durch die WHO und die damit verbundene Einstufung des Coronavirus als Pandemie", heißt es im Schreiben des Handball-Verbands an seine Mitglieder. Ferner werden alle Veranstaltungen der Handballer, von Schiedsrichter-Fortbildungen über Nachwuchskader-Trainingseinheiten bis hin zu Verbandsitzungen, abgesagt. Nicht stattfinden werden ferner das Auswärtsspiel der DJK Rimpar Wölfe in Bietigheim sowie die geplanten Drittliga-Partien des HSC Bad Neustadt und des TV Großwallstadt.

In der Main-Spessart-Region sollten am Wochenende Handball-Heimspieltage in Lohr, Karlstadt und beim TSV Partenstein in der Frammersbacher Heuberghalle stattfinden. Die wohl größte Veranstaltung wäre das Bayernliga-Heimspiel der Männer des TSV Lohr in der Spessarttorhalle gegen den HSC Coburg II am Samstagabend gewesen. Normalerweise kommen zu solchen Partien um die 500 Zuschauer.

Vorsorgliche Absage von Nachwuchsspielen

Zwar wäre eine Ausrichtung der Partie erlaubt gewesen, weil die Bayerische Staatsregierung nur Veranstaltungen über 1000 Zuschauer verboten hatte. "Wir waren im Kontakt mit dem Gesundheitsamt. Das Spiel hätte stattfinden können, weil es in Lohr bisher keine Coronafälle gegeben hat", berichtet TSV-Abteilungsleiter Matthias Hartmann. Allerdings wäre die Partie an Auflagen, wie spezielle Hygienemaßnahmen in der Halle, gebunden gewesen. Bereits vor der Verbandsentscheidung hatten die Lohrer prophylaktisch Spiele und Trainingseinheiten von Jugendteams abgesagt.

Ebenfalls vor der Verbandsentscheidung war das Basketballspiel der Frauen-Regionalliga zwischen dem TV Marktheidenfeld und dem TV Schwabach II, das am Sonntag stattfinden sollte, abgesetzt worden. Grund: Eine Marktheidenfelder Spielerin arbeitet an einer Schule, die wegen eines Corona-Falls geschlossen wurde. Die Teams hatten sich einvernehmlich auf eine Verlegung geeinigt.

Ein Abbildung des Coronavirus.
Ein Abbildung des Coronavirus. Foto: dpa/Georgios Kefalas

Wenig später dann die Entscheidung des Bayerische Basketball Verbands (BBV), den gesamten Spielbetrieb in seinem Zuständigkeitsbereich und auch Tagungen, Lehrgänge und Sitzungen bis auf weiteres abzusagen. "Im Vordergrund steht für uns die Gesundheit und das Wohlergehen der Athleten, Trainer, Betreuer, Schiedsrichter, Funktionäre und aller weiteren Beteiligten", wird BBV-Präsident Bastian Wernthaler auf der Verbands-Homepage zitiert. Außerdem empfiehlt er bayerischen Basketballbezirken und der Regionalliga Südost, sich dieser Regelung anzuschließen. Mittlerweile ist auch der Spielbetrieb in Unterfranken abgesagt. Noch sei es noch nicht sicher, ob die Saison endgültig beendet oder fortgesetzt werde.

Zwangspause haben auch Kegler und Keglerinnen. Der Deutsche Classic Keglerbund hat seine letzten beiden Spieltag in den Bundesligen und die darauf folgenden Aufstiegsspiele verschoben, mit den Frauen von Bavaria Karlstadt gibt es ein Team aus dem Landkreis in der höchsten Klasse. Diese hätten am Sonntag daheim gegen den KV Liedolzheim antreten sollen. Auch der Bayerische Sportkegelverband hat mit sofortiger Wirkung alle Spiele von den Bundesligen abwärts mitsamt allen Kreisligen aufgrund des Coronavirus abgesagt. Möglich, dass auch noch andere Sportarten folgen werden. Und wann es wieder weitergeht, kann nach derzeitigem Stand der Dinge niemand sagen.

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