HANDBALL: BAYERNLIGA

Lohr schafft eine faustdicke Überraschung

Das Team von Maximilian Schmitt überwindet in Friedberg eine Schwächephase und holt sich mächtig Selbstvertrauen für anstehende Aufgaben.
Mit sechs Toren erfolgreichster Werfer der Partie: Lohrs Rechtsaußen Benjamin Horn. Foto: Uli Sommerkorn

TSV Friedberg – TSV Lohr 24:27 (10:15)

Das war ein echter Paukenschlag, mit dem Handball-Bayernligist TSV Lohr in die Saison gestartet ist. Der Fast-Absteiger aus der Vorsaison feierte einen 27:24-Sieg beim als Titelkandidat gehandelten TSV Friedberg. "Das war das beste Spiel, das der TSV Lohr in letzter Zeit gezeigt hat", äußerte sich Spielertrainer Maximilian Schmitt regelrecht begeistert über den Auftritt seiner neuen Mannschaft, die er im Juli übernommen hatte. Der Schlüssel zum Erfolg: "Wir haben eine tolle Teamleistung gezeigt", so der 27-Jährige, der sein erstes Punktspiel seit seiner Knieverletzung im Dezember 2018 absolvierte und gleich drei Tore zum Erfolg der Gäste beisteuerte.

Die Lohrer waren von Anfang an hellwach und stürzten den TSV Friedberg, bei dem es in der vorangegangenen Woche einen Wechsel auf der Cheftrainerposition von Fadil Kqiku zu Christina Seidel gegeben hatte, in Verlegenheit. Mit 15:10 führten die Gäste, bei denen alle Spieler Einsatzzeiten erhielten, beim Wechsel.  

"Dann folgte eine Phase, in der wir viele Fehler gemacht haben und in der wir in 13 Minuten nur zwei Tore erzielt haben", berichtete der Lohrer Spielertrainer. Die Folge: Plötzlich führte Friedberg mit 19:17. Doch Lohr fing sich und drehte das Spiel in den Schlussminuten mit großer Leidenschaft. "Hut ab vor der Mannschaft. Die Spieler haben gemerkt, dass sich die harte Arbeit in den letzten Wochen gelohnt hat und es erfolgreich ist, wenn man sich an die Marschroute hält", betonte Maximilian Schmitt. Für die nächsten Spiele gelte es, Schwächephasen wie zu Beginn der zweiten Spielhälfte weiter zu minimieren.

Für die Heimfahrt machte Maximilian Schmitt klar, dass sich seine Spieler ein "verdientes Feierabendbier" genehmigen dürften. Und dass sie mit Rückenwind ins erste Heimspiel der Saison gehen, wenn am Samstag, 21. September, um 19.30 Uhr Aufsteiger TG Heidingsfeld zum unterfränkischen Derby zu Gast ist.

Friedberg: von Petersdorff, Dorsch – Okyere 1, Hegic, Knittl 2, Szouszki 1, Tomic 5, Kaulitz 1, Müller, Riesenberger 3, Tischinger, Abstreiter 5, Scholz 5, Prechtl 1.

Lohr: Szabo, T. Scheiner – Seltsam 1, Röder 2, J. Scheiner, J. Schmitt 5, Prieto 2, Gehl, Horn 6/4, Born, Zehnter 3, L. Schmitt 1, Horky 4, M. Schmitt 3.

Schiedsrichter: Böhme/Sand (Waltenhofen/Lauingen). Zeitstrafen: 2:1. Zuschauer: 250.

Spielfilm: 1:3, 5:5, 7:10, 9:10, 10:15, 12:17, 19:17, 21:20, 21:24, 23:25.

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