FUSSBALL: LANDESLIGA

Sträßers Karlburger feiern den Titelgewinn

Pure Ausgelassenheit: Die Spieler des TSV Karlburg feiern. Foto: Yvonne Vogeltanz

Samstag, 11. Mai 2019, 17.52 Uhr – Schiedsrichter Michael Emmert pfeift die Partie auf dem Sportgelände in der Au ab. Und es ist klar: Mit 3:0 (0:0)-Sieg über den SV Euerbach-Kützberg am vorletzten Spieltag ist der gastgebende TSV Karlburg Meister der Fußball-Landesliga und damit Aufsteiger in die Bayernliga.

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Karlburg - Euerbach-Kützberg

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Doch bis die Meisterparty auf dem Rasen so richtig Fahrt aufnimmt und lautstarke Gesänge ertönen, dauert es einige Minuten. Zu unwirklich erscheint es vielen der mitwirkenden Spieler, was sie eben geschafft haben. Gut elf Monate nach dem Fast-Abstieg in die Bezirksliga sind die Kicker aus Karlburg tatsächlich Erster. Kapitän Manuel Römlein stößt nur das Wort "Wahnsinn" heraus. Und es dauert einige Minuten, bis die ungläubigen Blicke weichen und die Ausgelassenheit die Oberhand gewinnt.

Jubel über den Titelgewinn

T-Shirts, die Sportleiter Marco Rickert aus einer Kiste hervorholt, tragen einen Aufdruck, der den Gemütszustand beim Überraschungsmeister auf den Punkt bringt. "Mission Klassenerhalt erfüllt, hoppla Bayernliga-Aufstieg", prangt es in Schwarz und Rot auf dem weißen Kleidungsstück, das die Spieler über ihre Trikots gestreift haben.

"Vor einem Jahr war die Mannschaft am Boden. Und jetzt das. Wir waren sicher nicht die, die am besten Fußball gespielt haben. Aber unser Zusammenhalt hat alles rausgerissen. Und mit eigentlich derselben Mannschaft", erklärte Steffen Bachmann. Der Außenstürmer hatte die Gastgeber nach 48 Minuten mit einem Schuss aus halblinker Position in Führung gebracht. Später waren Innenverteidiger Christoph Schiebel (56.) und der eingewechselte Mittelfeldspieler Andreas Köhler (87.) nach Standardsituationen erfolgreich. Sebastian Stumpf und Schiebel ließen noch weitere dicke Chancen aus. Die vor der Saison als Titelkandidat gehandelten Gäste zeigten indes nur selten ihre ohne Frage vorhandenen spielerischen Qualitäten.

"Wir haben kaum etwas zugelassen. Die Jungs haben das super gemacht. Denn in den letzten Tagen ist der Druck schon gewachsen, weil wir die Chance hatten, auch wenn wir nicht darüber gesprochen haben", sagte TSV-Trainer Patrick Sträßer, der Meistermacher, unter dessen sportlicher Leitung Karlburg den größten Erfolg seiner Vereinshistorie errungen hat. Gleichwohl hat der 46-Jährige bereits vor der Winterpause seinen Rücktritt nach der Saison verkündet. In der Bayernliga wird dann Markus Köhler, der derzeit noch für das Karlburger Reserveteam verantwortlich ist, auf der Trainerbank Platz nehmen.

Jubel vor den Anhängern

Ihm wird dann Ex-Profi Sebastian Fries als spielender Co-Trainer zur Seite stehen, derzeit noch Kapitän des Bayernligisten Würzburger FV. Bei dem spielt auch Adrian Istrefi, der als weiterer möglicher Neuzugang gehandelt wird. Doch insgesamt wird der TSV in der Bayernliga überwiegend mit Spielern aus der Region an den Start gehen. Und schließlich stammen ja auch Fries und Istrefi aus dem Landkreis Main-Spessart.

Das Karlburger Meisterteam

In den Minuten nach dem Abpfiff erhielt das Team auch noch zusätzliche finanzielle Unterstützung von Sponsoren und privaten Gönnern. Schließlich will die Mannschaft am Tag nach dem letzten Saisonspiel am Samstag, 18. Mai, bei TuS Röllbach für vier Tage nach Mallorca aufbrechen und die Überraschungsmeisterschaft feiern. "Vielleicht geht ja sogar schon eher etwas", ließ Kapitän Römlein durchblicken, dass man schon eher spontan auf die Baleareninsel fliegen könnte. Dann wäre für die Karlburgers anders als im Lied des Stimmungssängers Peter Wackel, Malle nicht nur einmal im Jahr, sondern sogar zweimal. Doch wie die Reiseplanungen sich in den kommenden Tagen auch entwickeln: Zum Bayernliga-Start Mitte Juli dürften die TSV-Kicker zurück sein.

Die Statistik des Spiels
Fußball: Landesliga Nordwest
TSV Karlburg – SV Euerbach-Kützberg 3:0 (0:0)
Karlburg: Brand – Kübert, Schramm, Schiebel, Wabnitz – Rösch, Fenske (67. A. Köhler) – Pfister, Römlein (90. Wießmann), Bachmann (82. Frank) – Stumpf.
Euerbach-Kützberg: Hursic – Brach, Mekic, Popa, Helfrich – Weiß, Bude (86. Ghamem) – Alawami, Aldijwai, Brändlein – Heinisch.
Schiedsrichter: Emmert (Flachslanden). Zuschauer: 420. Tore: 1:0 Steffen Bachmann (48.), 2:0 Marco Schiebel (56.), 3:0 Andreas Köhler (87.).
Kaum zu glauben: Karlburgs Sebastian Stumpf scheint den Titelgewinn nicht fassen zu können. Foto: Yvonne Vogeltanz

Rückblick

  1. Erhitzte Gemüter nach Karlburger Gegentor
  2. Karlburg vor Abschluss eines ereignisreichen Sportjahres
  3. Karlburg verdirbt den Bockbieranstich
  4. Keine günstigen Voraussetzungen für den TSV Karlburg
  5. Für Karlburg wird es ungemütlich
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  7. Karlburgs Ärger mit den Maulwurfshügeln
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  11. Karlburgs Sebastian Fries erzwingt das Glück
  12. Sieben Erkenntnisse aus Karlburgs Hinrunde
  13. Karlburger vor dem Tor nicht konsequent
  14. Karlburg baut auf seine Abwehr
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  17. Karlburg peilt erste Punkte in der Fremde an
  18. Karlburg meldet sich zurück
  19. Karlburger Mittel gegen Niedergeschlagenheit
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  22. Karlburg besiegt sich selbst
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  25. Karlburg erkämpft sich einen Punkt
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  35. Weite Pokal-Reise für den TSV Karlburg
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  43. Lohrs Wunschgegner ist 1860 München
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  46. Der TSV Karlburg zahlt gegen den Würzburger FV Lehrgeld
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  49. Karlburgs schwieriger Premierenauftritt
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