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Maximilian Brandl rechnet nicht mehr mit Olympia

Der Mountaibiker aus Wombach arbeitet weiter an sich und ist trotz der Coronakrise zuversichtlich, was seine sportliche Zukunft auf längere Sicht angeht.
Er plant seine sportliche Zukunft derzeit eher langfristig: Maximilian Brandl, deutscher Meister in der Mountainbike-Disziplin Cross Country, aus Wombach.
Er plant seine sportliche Zukunft derzeit eher langfristig: Maximilian Brandl, deutscher Meister in der Mountainbike-Disziplin Cross Country, aus Wombach. Foto: Lynn Sigel

Dass Maximilian Brandl schon seit zwei Wochen bei der Familie seiner Freundin in Weilheim/Teck lebt, hat sich für ihn als Glücksfall erwiesen. "Da ist man nicht so allein", erklärt der 22-jährige Mountainbiker aus Wombach (Lkr. Main-Spessart), der froh ist, dass er nicht in seinem Studienort Freiburg festsitzt, wo bereits am Donnerstag Ausgangsbeschränkungen verhängt worden sind.

Grund für Brandls vorübergehenden Umzug in die Kleinstadt südöstlich von Stuttgart war Anfang des Monats allerdings nicht das Virus gewesen, sondern der Umstand, dass am dritten März-Wochenende im nicht weit entfernten Obergessertshausen (Lkr. Günzburg) ein Bundesliga-Rennen stattfinden sollte, an dem er teilnehmen wollte. Das Rennen ist mittlerweile abgesagt. Trainieren ist aber weiter erlaubt.

Juli 2019: Maximilian Brandl bei seiner Zieleinfahrt als deutscher Cross-Country-Meister in Wombach

Doch dass die Olympischen Spiele im Sommer in Tokio, Brandls anvisierter Saison-Höhepunkt, wirklich stattfinden, ist für den amtierenden deutschen Meister in der Cross-Country-Disziplin ziemlich unwahrscheinlich: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so wie geplant über die Bühne geht", sagt der Biologie-Student.

Im Juli 2019 war Brandl auf seinem Wombacher Heimkurs zum nationalen Cross-Country-Titel gestürmt, ferner hatte er durch seinen zweiten Platz beim U-23-Weltcup in Les Gets (Frankreich) die Olympianorm erfüllt. Das haben jedoch auch drei weitere deutsche Athleten erreicht, ein vierter hat die Norm zur Hälfte geschafft. Allerdings stehen nach derzeitigem Stand nur zwei Olympia-Startplätze für deutsche Mountainbiker zur Verfügung. Alle Wettkämpfe, die Aufschluss über die Form der Radsportler geben und als Qualifikation dienen könnten, liegen erst einmal auf Eis.

Trotz der großen Ungewissheit ist die Stimmung bei Maximilian Brandl nach eigenem Bekunden gut. "Das liegt vielleicht auch am schönen Wetter, das in der letzten Woche geherrscht hat", macht der 22-Jährige klar, dass sportliche Betätigung im Freien zur Stimmungsaufhellung beitragen könne.

Auch kreisen Maximilian Brandls Gedanken nicht ständig um Olympia: Er sieht seine gegenwärtigen Trainingsbemühungen, das Kilometerfressen, als Investition in seine sportliche Zukunft: "Ich tue etwas für die nächsten drei oder vier Jahre." Dass in "zehn oder zwölf Wochen" vielleicht Wettkämpfe in kleinerem Umfang wieder stattfinden könnten, darauf hofft der Radsportler aus dem Lohrer Stadtteil.

Maximilian Brandl (vorne) bei seinem vorerst letzten größeren Rennen auf Zypern.
Maximilian Brandl (vorne) bei seinem vorerst letzten größeren Rennen auf Zypern. Foto: Armin M. Küstenbrück

Und noch einen Grund nennt Maximilian Brandl dafür, dass er trotz der derzeit schwierigen Lage noch relativ zuversichtlich ist. Für andere Mountainbiker, wie beispielsweise den deutschen Spitzenfahrer Manuel Fumic, sei die Situation wegen ihres Alters wesentlich komplizierter. Für den fast 39-jährigen Fumic wäre Tokio wohl ein letzter möglicher Karriere-Höhepunkt. Der 22-jährige Brandl aber macht klar, warum es für ihn leichter ist, mit der Situationen umzugehen als für seinen älteren Kollegen: "Ich bin ja noch ein relativ junger Sportler."

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