Rudern

Ruderer hadern bei der bayerischen Meisterschaft mit dem Wetter

Die bayerischen Meisterschaften sind im Rudersport jedes Jahr der saisonale Abschluss, bevor es für viele Athleten in die verdiente Sommerpause geht. Doch vorher galt es, sich in verschiedenen Bootsklassen über die 1000-Meter lange Strecke zu beweisen.

Am Samstag meinte es das Wetter nicht gut mit den Ruderern in Schweinfurt. Nachdem sich Max Flederer und Moritz Baumann im A-Junioren-Einer (17 und 18 Jahre) und Florian Müller im B-Junioren Einer (15 und 16 Jahre) am Morgen über geloste Vorläufe bei denkbar schlechten Windbedingungen und dementsprechendem Wellengang für die Finals qualifizieren konnten, beschlossen die Wettkampfrichter anschließend, bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometern pro Stunde die Meisterschaften ab 13 Uhr aufgrund unfairer Rennbedingungen abzubrechen.

Große Enttäuschung nach Absage

Alle Athleten, deren Boote oftmals mit Wasser vollgelaufen waren, mussten komplett durchnässt an den Stegen anlegen. Nach wenigen Stunden wurde dann die ernüchternde Botschaft durchgegeben, dass alle ausgefallenen Finals ersatzlos gestrichen werden und damit in bestimmten Rennklassen keine Siegertitel vergeben werden. Obwohl dies aus Wettkampfsicht die richtige Entscheidung war, war der Frust bei den Finalteilnehmern natürlich groß.

Auch für die Zellinger Ruderer Felix Fischer, Moritz Baumann und Florian Müller, die sich zusammen mit Martin Bungartz vom Akademischen Ruderclub Würzburg im schweren A-Junioren-Vierer qualifizierten, fiel das Finale sprichwörtlich ins aufgewühlte Wasser.

Am Sonntag dann erwartete die Ruderer das genaue Gegenteil. Ideale Wetterbedingungen, Sonnenschein und glattes Wasser ließen auf faire Wettkämpfe hoffen. So starteten für den Zellinger Ruderclub im Kinderbereich Jasmin Schwarz und Felizitas Grümpel. Zusammen im Doppelzweier erreichten die beiden einen guten dritten Platz hinter ihren Konkurrenten aus Würzburg und Nürnberg. Im Einer mussten die Zellingerinnen unglücklicherweise gegeneinander antreten. So belegte Schwarz den dritten und Grümpel den vierten Platz.

Mehrere vereinsinterne Duelle

Einen weiteren vereinsinternen Wettstreit gab es im A-Junioren-Bereich. Bei den Vorläufen mussten im Doppelzweier die Zellinger Athleten Max Flederer und Felix Fischer gegen Moritz Baumann und Florian Müller, ebenfalls aus Zellingen, im selben Rennen antreten. An der Ziellinie stand das Ergebnis dann fest: Baumann und Müller unterlagen knapp dem Münchener Ruderclub und überquerten als zweites die Ziellinie und qualifizierten sich damit für das Finale.

Max Flederer und Felix Fischer belegten den vierten Platz. Im entscheidenden Rennen konnten Baumann und Müller dann nicht die erhoffte Leistung abrufen, es reichte nur zu Platz fünf.

Robin Kosche, der vor einigen Wochen beim Bundeswettbewerb 2015 für die Bayerische Ruderjugend antrat, überzeugt derzeit mit sehr guten Ergebnissen. Der Bundeswettbewerb ist eine bundesweite Regatta, bei der sich Jungen und Mädchen bis 14 Jahre in drei verschiedenen Disziplinen beweisen müssen, um Punkte für ihr Bundesland zu sammeln. In diesem Jahr nahmen 1017 Athleten teil. Bei der Langstrecke über 2000 Meter erreichte der Zellinger in seiner Abteilung mit 8:45 Minuten die beste Zeit und auch bei einem zusätzlichen Geschicklichkeits- und Ausdauerwettstreit belegte er im Team mit elf anderen Mitstreitern aus der Bayerischen Ruderjugend den zweiten Platz.

Bei der letzten Disziplin, der Bundesregatta über 1000 Meter, reichte es für Kosche mit einer Zeit von 4:09 Minuten nur für einen fünften Platz. Trotzdem sammelte er mit seinen Leistungen wichtige Punkte für die Bayerische Ruderjugend, die sich am Ende im Ländervergleich auf dem achten Platz befand. Auf der Bayerischen Meisterschaft belegte er im Einer den dritten Platz.

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