PARTENSTEIN

Laute Pfiffe, ein Schlag und ein Spielabbruch

Referee blowing whistle       -  Referee blowing whistle
Referee blowing whistle Foto: BananaStock (BananaStock RF)

Als Schiedsrichter ist es manchmal gar nicht so einfach, sich durchzusetzen. Nur gut, dass der 23. Mann auf dem Fußballfeld da seine Pfeife hat. Wer das Pfeifen richtig beherrscht, der bringt es mit dem richtigen Modell locker auf über 100 Dezibel. So laut wie eine Motorsäge bei der Arbeit – in etwa. Wie gut der Schiedsrichter beim Spiel der Würzburger Kreisliga 2 zwischen dem TSV Partenstein und dem SV Erlenbach gepfiffen hat, das können wir nur schwer beurteilen. Wir waren bei diesem Spiel nicht vor Ort und dementsprechend auch nicht Zeugen jenes Ereignisses, das nun das Kreissportgericht des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) beschäftigte.

Die Auswirkungen des Urteils in der Tabelle: Drei Punkte für den SV Erlenbach

Die Begegnung war weiland nämlich abgebrochen worden. In der 90. Minute beim Stand von 4:1 für Erlenbach. Er sei tätlich angegangen worden, hatte der Referee den Spielabbruch begründet. Ein Partensteiner Spieler habe ihn gegen den Oberarm geschlagen. Alles ein Missverständnis, ein blöder Zufall, meinte der vermeintliche Übeltäter. Er habe, so heißt es in der schriftlichen Stellungnahme an das Sportgericht, niemanden schlagen wollen, als der Schiedsrichter bei einer Auseinandersetzung unter den Spielern schlichten wollte.

„Der Spieler hat mir später erzählt, der Schiedsrichter habe so laut gepfiffen, dass er sich die Ohren zuhalten wollte“, berichtet Partensteins Vorsitzender Thomas Berger: „Als er deshalb die Arme nach oben gerissen hat, hat er den Schiedsrichter wohl am Oberarm erwischt.“ Der vermeintliche Schläger wollte sich also nur die Ohren zuhalten? „Der Schiedsrichter hat ja auch tatsächlich gepfiffen – sehr oft und sehr laut“, so Berger.

Die Mitglieder des Sportgerichts fanden die Begründung mit der lauten Pfeiferei wenig glaubwürdig. Sie hielten nicht nur den Spielabbruch für berechtigt und werteten die Partie mit 4:1 für Erlenbach. Sie sperrten auch den vermeintlich lärmempfindlichen Akteur für acht Spiele. „Das können wir nicht auf uns sitzen lassen“, kündigt Berger prompt an, dass in dieser Angelegenheit noch nicht das letzte Wort gesprochen sein wird. Klub und Spieler können gegen das Urteil noch in Berufung gehen.

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