HANDBALL: BAYERNLIGA

Lohrer brauchen kühle Köpfe

Auf das Team von Maximilian Schmitt wartet ein Gegner, der über die Emotion kommt. Und ein Spieler, der zuletzt als Turbanträger auffällig wurde.
Zuletzt erkrankt, aber in Landshut wohl dabei: Lohrs Jonathan Born Foto: Yvonne Vogeltanz

Handball, Bayernliga Männer

TG Landshut – TSV Lohr (Samstag, 20 Uhr, Schulzentrum West)

Zum einzigen Team, das in einer enorm ausgeglichenen Handball-Bayernliga noch ohne Punktverlust ist, reist der TSV Lohr (5./4:2) am Samstagabend. "Die Landshuter haben einige Ähnlichkeiten mit uns. Sie spielen seit Jahren in ähnlicher Besetzung und kommen über die Kompaktheit und den Kampf",  sagt Lohrs Spielertrainer Maximilian Schmitt vor der Fahrt in die niederbayerische Bezirkshauptstadt. Dort, genauer gesagt im Schulzentrum West, wo die TGL (1./6:0) ihre Heimspiele austrägt, könne es auch mal hitzig zugehen, hat der 27-Jährige in Erfahrung gebracht. So sei zweierlei von den Gästen gefordert: Einerseits müssten sie kühle Köpfe behalten, andererseits dürften sie sich auch nicht beeindrucken lassen. Leicht dürfte das nicht werden, denn in den letzten beiden Spielzeiten bezogen die Lohrer in besagtem Schulzentrum relativ deutliche Niederlagen.

Das Schulzentrum West in der Sandnerstraße in Landshut

So ein bisschen zum Symbol der großen Leidenschaft, mit der die Landshuter zu Beginn dieser Saison zu Werke gehen, wurde Lukas Eichinger. Der Rückraumspieler zog sich beim jüngsten Auswärtsspiel in Anzing ein klaffende Wunde am Kopf zu, spielte aber mit einem "Turban" weiter und steuerte beim 24:23-Sieg seines Teams drei wichtige Treffer bei. Doch trotz alledem versichert Maximilian Schmitt: "Wir fahren nach Landshut, um Punkte zu holen." Und damit zu bewirken, dass nach dem vierten Spieltag kein einziger Bayernligist mehr mit weißer Weste dasteht.

Das mit den "kühlen Köpfen" wünscht sich der TSV-Spielertrainer übrigens nicht nur im übertragenden Sinn, sondern durchaus auch im wörtlichen. Denn mit Kevin Gehl und Jonathan Born litten zwei Spieler zuletzt an fiebrigen Erkältungen. Doch Maximilian Schmitt geht davon aus, dass ihre Köpfe bis Samstag so weit abgekühlt sind, dass sie die Reise nach Landshut mit antreten können.

Vier Fragen an Maximilian Schmitt

Nachdem sein Team am letzten September-Wochenende beim 22:26 in Regensburg seine erste Saison-Niederlage bezogen hatte, verordnete der Lohrer Spielertrainer seinen Handballern in der dann folgenden einwöchigen Spielpause erst einmal "Erholung". Was allerdings nicht Faulenzen hieß, sondern individuelles Athletiktraining. In dieser Woche wurde dann wieder verstärkt mit Ball gearbeitet. Zur Vorbereitung auf die Partie in Landshut, bei der seine Spieler die richtige Balance zwischen Kühle und Emotion finden müssen. Schmitt ist sich sicher, dass das gut geht. Zumal seine Handballer in körperlich gutem Zustand seien: "Die Spielpause hat den Jungs gutgetan", versichert der 27-Jährige.

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