HANDBALL: BAYERNLIGA

Glückwünsche für hart erkämpften Lohrer Sieg

Gegen den VfL Günzburg spielt das Team um Maximilian Schmitt nicht schön, aber engagiert und effizient. Zwei Eingewechselte setzen entscheidende Akzente.
Jubelpose: Der siebenfache Torschütze Markus Seltsam war auffälligster Lohrer Akteur. Foto: Yvonne Vogeltanz

TSV Lohr – VfL Günzburg 21:19 (11:11)

Als es geschafft war, liefen die Lohrer Spieler an den drei Tribünenblöcken der Spessarttorhalle vorbei und ließen sich von den heimischen Zuschauern abklatschen. Sie empfingen Glückwünsche für einen hart erkämpften Sieg, mit sie nach zwei vorangegangen Niederlagen wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden hatten.

"Das war heute ganz, ganz schwer", stellte TSV-Spielertrainer Maximilian Schmitt nach den 60 torarmen Minuten fest, in denen die Abwehrreihen die Partie geprägt hatten. Schöner Handball war's nicht gewesen. Und dennoch machte Schmitt, der nach der Niederlage eine Woche zuvor ins Landshut höchst unzufrieden mit seinen Spielern gewesen war, klar: "Ich bin stolz auf die Jungs. Das ist die Einstellung, wie ich sie mir wünsche."

Dabei sei der VfL Günzburg "ein extrem ekliger Gegner" gewesen, wie der Lohrer Spielertrainer feststellte. Und das nicht nur, weil die Schwaben eine konsequente und engagierte Abwehr stellten, gegen die sich Lohr jeden Treffer sauer verdienen musste. Zudem taten sich die Gastgeber schwer, einen Rhythmus in ihrem Angriffsspiel zu finden in einer Partie, die von fortwährenden Unterbrechungen gekennzeichnet und in der Hallenwischer Klaus Ludwig quasi im Dauereinsatz war. "Einige Günzburger Spieler lagen ständig am Boden. Vielleicht, weil sie mit der Härte in dieser Klasse noch nicht so vertraut sind", merkte Maximilian Schmitt süffisant an und dachte dabei wohl zuvorderst an VfL-Spielmacher Nicolai Jensen, der an diesem Samstagabend der "Hauptarbeitgeber" des Hallenwischers gewesen war, der fortwährend Schweißflecken vom Parkett entfernen musste.

Tom Scheiner hält stark

Dass die Gastgeber in der zweiten Hälfte auf die Siegerstraße einbogen, lag nicht zuletzt an zwei Spielern, die Maximilian Schmitt "zuvor so gar nicht auf dem Zettel gehabt" hatte. Zum einen überzeugte der nach 22 Minuten eingewechselte Keeper Tom Scheiner, der das Torhüterduell mit seinen drei Günzburger Kollegen gewann und eine Reihe von freien Bällen parierte. Zum anderen sorgte Markus Seltsam in der zweiten Hälfte für wichtige Treffer, insgesamt traf der Rechtshänder siebenmal.

Gut möglich, dass ein Spiel wie das gegen Günzburg, bei dem nicht das Filigrane, sondern das Robuste, für einen durchschlagskräftigen Akteure wie Seltsam wie gemacht war. "Ich bin immer wieder gut in Eins-gegen-eins-Situationen gekommen. Das hat schon gepasst", bemerkte der Rückraumspieler, der nach 20 Minuten eingewechselt wurde und der sieben Sekunden vor Schluss mit seinem Tor zum 21:19 die endgültige Entscheidung in der Begegnung herbeiführte.

Die letzte Minute

"Markus hat ein Riesenspiel gemacht. Wir haben schon unter der Woche viel mit ihm im rechten Rückraum trainiert, weil wir eine Alternative zu Fabian Zehnter haben wollten", berichtete Spielertrainer Schmitt. Und jene Alternative sorgte in der zweiten Spielhälfte für entscheidende Treffer. Und so konnten sich die Lohrer am Ende von ihrem Publikum feiern lassen für zwei Punkte, mit denen sie gebührenden Abstand zur Abstiegszone halten. Von der könnten sie sich am kommenden Samstag sogar noch weiter entfernen, wenn die Lohrer auch das Unterfranken-Derby bei der SG DJK Rimpar II für sich entscheiden.

Die Statistik des Spiels
Handball: Bayernliga Männer
TSV Lohr – VfL Günzburg 21:19 (11:11)
Lohr: Szabo (1. – 22.), T. Scheiner (22. – 60.) – Seltsam 7, M. Schmitt 4, Röder 1, L. Schmitt, J. Scheiner, J. Schmitt 4, Prieto, Born, Horn, Gehl 1, Zehnter 3, Horky 1.
Günzburg: Bieber (1. – 30.), Mendle (31. – 52.), Rösch (52. – 60.) – Bandlow 7/3, Pfetsch 2, M. Jahn 3, St. Jahn, Buck 2, J. Hermann 1, Meye, Jensen 1, N. Hermann 1, Jäger 2.
Schiedsrichter: Behrens/Dechert (Nürnberg). Zeitstrafen: 3:2. Siebenmeter: 1/0 – 3/2. Zuschauer: 500.
Spielfilm: 2:3 (6.), 5:3 (11.), 8:5 (17.), 9:8 (22.), 11:9 (29.), 11:11 (30.), 12:13 (36.), 15:13 (45.), 17:18 (53.), 20:18 (57.).

Der Halbzeitkommentar

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