HANDBALL: BAYERNLIGA

Lohrs unorthodoxe Gäste

Warum Spielertrainer Maximilian Schmitt glaubt, dass seine Spieler auch gegen das Bayernliga-Schlusslicht Fürstenfeldbruck nicht nachlassen.
Unter den besten Werfern der Bayernliga befindet sich derzeit kein Lohrer: Jannik Schmitt hat mit 20 Treffern noch am häufigsten getroffen, liegt aber nur an Position 33 der Rangliste. Foto: Uli Sommerkorn

Bis die Handballer des TSV Lohr (7./8:4) in der abgelaufenen Bayernliga-Saison zehn Zähler auf der Habenseite eingefahren hatten, dauerte es bis zum dritten Spieltag der Rückrunde am 9. Februar. In dieser Saison könnte es mit dem zweistelligen Punktekonto bereits nach dem siebten Hinrunden-Spieltag an diesem Samstag, 2. November, klappen. Dies wäre die Basis für eine Runde ohne Abstiegssorgen. Voraussetzung dafür wäre freilich ein Heimsieg über das Tabellenschlusslicht TuS Fürstenfeldbruck II (Samstag, 19.30 Uhr, Spessarttorhalle).

"Ganz klar, wir wollen die 10:4-Punkte", macht Lohrs Spielertrainer Maximilian Schmitt klar. Dessen Team bestach bei seinen jüngsten Siegen (21:19 gegen Günzburg, 23:22 in Rimpar) dadurch, dass es gut verteidigte und über 60 Minuten mit großer körperlicher Intensität spielte. "Das brauchen wir jetzt wieder", betont Maximilian Schmitt. Und mit der bei seinem Team vorhandenen guten Stimmung sei die Wiederholung der jüngsten Leistungen auch gut möglich.

Beim TSV Lohr herrscht nach dem gelungenen Rundenstart gute Stimmung, so wie hier nach dem 23:22-Derbyerfolg in Rimpar

Konzentration sei bei seinen Spielern auch gegen das Schlusslicht geboten, meint Schmitt. Die Fürstenfeldbrucker Drittliga-Reserve (14./0:12), die im Frühjahr über die Relegation aus der Landesliga aufgestiegen ist, hat bislang zwar alle sechs Rundenspiele verloren, war aber nicht in allen Partien chancenlos. So führten die Oberbayern bei der Saisonpremiere in Waldbüttelbrunn Mitte der zweiten Hälfte mit 19:16, um dann noch mit 21:24 zu verlieren. "Die haben einige gute, junge Spiele, doch ihnen fehlt wohl etwas die Breite im Kader", meint der Lohrer Spielertrainer. Zudem agiere die Fürstenfeldbrucker Reserve sehr "unorthodox". Schmitt: "Ich habe Videos gesehen, da haben die den siebten Feldspieler gebracht und mit drei Kreisläufern gespielt."

Alter Bekannter wohl nicht dabei

Ob der Gast überhaupt in bester Besetzung anreist, ist indes offen. Denn fast parallel spielt die erste Fürstenfeldbrucker Mannschaft das Spitzenspiel in der Dritten Liga, Gruppe Süd, beim VfL Pfullingen. Gut möglich, dass der ein oder andere TuS-Perspektivspieler am Samstag auf die Schwäbische Alb anstatt nach Lohr reist. So wird es wohl auch nicht zum Wiedersehen zwischen Maximilian Schmitt und Falk Kolodziej, die sich einst in der Dritten Liga beim HSC Bad Neustadt die Spielmacherposition teilten, kommen. Kolodziej ist zwar einer der Trainer der TuS-Reserve, aber gleichzeitig Spieler der ersten Mannschaft und dürfte daher in Pfullingen gebraucht werden.

Auf Lohrer Seite gibt es indes keine Personalsorgen. "Wir sind voraussichtlich komplett, werden uns aber nicht auf Experimente einlassen", versichert Maximilian Schmitt. Damit die zuletzt von seinem Team gezeigten Tugenden auch gegen den Letzten wieder sichtbar werden.

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