FUSSBALL: BEZIRKSLIGA

Warum für Retzbach aufgeben keine Option ist

Der Druck auf die TuS Frammersbach wächst. Die Nordspessarter müssen den besten Schützen der Liga unter Kontrolle bringen.
Aufmunterung ist nötig: Benedikt Strohmenger, Spielertrainer des TSV Retzbach. Foto: Yvonne Vogeltanz

Zum Spitzenspiel in der Fußball-Bezirksliga West empfängt Aufsteiger Lohr (3./30) den Klassenprimus DJK Hain (1./35). Durch den jüngsten 3:0-Erfolg beim Mitaufsteiger Kitzingen ist der TSV, nach zuvor zwei Niederlagen in Folge, wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Sicher werden die Jungs der TSV-Spielertrainer Christian Schmitt und Dominik Bathon alles daran setzen, gegen den Titelaspiranten zumindest einen Punkt an der Jahnstraße zu behalten. Aufpassen müssen die Gastgeber, die mit 21 Gegentreffern über die zweitbeste Defensive verfügen und im Hinspiel eine unglückliche 0:2-Niederlage bezogen haben, vor allem auf die Torjäger Patrick Badowski (12 Treffer) und Onur Yazbahar (10 Treffer), die maßgeblichen Anteil an der glänzenden DJK-Offensive haben.  

Nur noch einen mageren Punkt beträgt der Vorsprung der Frammersbacher (10./19), deren Leistungskurve zuletzt schwankte, auf den Relegationsplatz. Hatte TuS-Spielertrainer Patrick Amrhein bereits in der Vorwoche, als die Partie in Neuhütten aufgrund der schwierigen Platzverhältnisse jedoch ausfiel, einen Dreier gefordert, um sich Luft zu verschaffen, hängen die Trauben diesmal deutlich höher. Denn mit Hösbach-Bahnhof (5./28) gastiert eine Mannschaft bei den Nordspessartern, die sich nach schwachem Start mittlerweile auf Rang fünf vorgearbeitet und zuletzt drei Siege in Folge eingefahren hat. Zudem befindet sich in den Reihen der Gäste mit Patrick Schneider (17 Treffer) der erfolgreichste Torschütze der Liga.

Lukas Weimer zurück im Uettinger Team

Sowohl der TSV Uettingen (12./19) wie auch der TV Wasserlos (9./22) mussten letzte Woche eine Zwangspause einlegen. Während die Partie des Aufsteigers witterungsbedingt ausfiel, waren die Jungs von TSV-Trainer Stephan Spanheimer aufgrund des Erlenbacher Rückzugs kurzfristig spielfrei. Nun hofft man in Uettingen, die vor zwei Wochen eingeleitete Wende, als man nach vier Niederlagen erstmals wieder siegte, in Wasserlos fortzusetzen. Die Auswärtsbilanz spricht für die Gäste, die mittlerweile auch wieder auf ihren lange Zeit verletzten Torjäger Lukas Weimer zurückgreifen können. Denn in der Fremde haben die Uettinger immerhin 15 ihrer insgesamt 19 Zähler eingesammelt.

Zum Kellerduell erwartet der TSV Retzbach (14./9) den direkten Tabellennachbarn Südring Aschaffenburg (15./8). "Wichtig ist, das Jahr mit einem positiven Ergebnis abzuschließen – unabhängig von der Tabellensituation", betont TSV-Spielertrainer Benedikt Strohmenger vor der richtungsweisenden Partie. Denn mit einem Sieg würde Retzbach nicht nur den Konkurrenten weiterhin hinter sich lassen und dem Relegationsplatz ein Stück näher kommen, gerade für die Psyche wäre ein Dreier direkt vor der Winterpause wichtig.

Strohmenger gibt zu, dass bei neun Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz eine "gewisse Lücke" da sei, doch gebe man noch nicht auf. "Die Jungs haben in diesem Jahr viel Lehrgeld gezahlt. Ich würde mich für die Mannschaft und für jeden einzelnen Spieler freuen, wenn sie sich endlich einmal belohnen könnten", erklärt der TSV-Spielertrainer und verweist darauf, dass in den zwölf verbleibenden Partien noch alles drin sei. Seiner Meinung nach hätte sich sein Team von der Leistung her mehr Punkte verdient, denn oftmals sei man ebenbürtig gewesen. Doch stehen nach 18 Partien lediglich neun Punkte auf der Habenseite, während der TSV die Vorsaison als Aufsteiger auf dem fünften Tabellenplatz abgeschlossen hatte.

Von der Arbeit überzeugt

Der Coach gibt zu, dass man sich als Trainer in einer solchen Situation hinterfrage. "Wir sind überzeugt, dass wir die Mannschaft weiterentwickeln können, und das ist uns ein Stück weit auch schon gelungen", zeigt er sich von der gemeinsamen Arbeit mit seinem Co-Trainer Rene Redelberger überzeugt. "Aufgeben ist keine Option", betont der 31-Jährige, der sich im Training am Mittwochabend beim Zusammenprall mit seinem Torwart den großen Zeh gebrochen hat und deshalb an diesem Sonntag nicht mitspielen kann. Während der Einsatz von Dominic Heßdörfer (Muskelbeschwerden) fraglich ist, fehlen der gesperrte Mirco Zimmermann und Dominik Hehrlein (Urlaub) definitiv. Dennoch sei man bestrebt, die Partie auszutragen, sofern es die Platzverhältnisse zulassen, denn Südring muss weiterhin auf mehrere gesperrte Akteure verzichten.

Langsam können sie sich bei der DJK Altbessingen (8./27) eine Besitzurkunde für das Mittelfeld der Bezirksliga Ost ausstellen lassen. Nach der jüngsten Niederlage in Rödelmaier beträgt der Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsrang sieben Zähler, der Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz acht Punkte. So kann das Team von Trainer Michael Fery entspannt zum Spitzenreiter Forst (1./35) reisen.

Spielplan, Bezirksliga West, Sonntag, 1. Dezember, 14 Uhr: TSV Lohr – DJK Hain, TSV Keilberg – SSV Kitzingen, TuS Leider – Spfrd. Sailauf, TuS Frammersbach – SpVgg Hösbach-Bahnhof, TV Wasserlos – TSV Uettingen, TSV Retzbach – Südring Aschaffenburg, TSV Rottendorf – TSV Heimbuchenthal.

Bezirksliga Ost, Samstag, 30. November, 14 Uhr: Spfr. Steinbach – DJK Dampfach, FC Bad Kissingen – SG Oberschwarzach/Wiebelsberg, FC Thulba – TSV Münnerstadt; Sonntag, 1. Dezember, 14 Uhr: DJK Altbessingen – TSV Forst, DJK Hirschfeld – SV Rödelmaier, TSV/DJK Wiesentheid – SV-DJK Unterspiesheim, FC Sand II – TSV Gochsheim, TSV Bergrheinfeld – FC Westheim.

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