LEICHTATHLETIK

Vorjahressieger Filimon Habtemikael zeigt sich gut erholt

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Er beißt auf den letzten Metern auf die Zähne: Filimon Habtemikael, Sieger des 15-Kilometer-Rennens beim Staustufenlauf in Karlstadt. Foto: Julien Christ / julienchrist.com

Es passte so ziemlich alles beim Jubiläums-Staustufenlauf in Karlstadt: Rekord-Finisherzahl, Wetter und viele zufriedene Gesichter unter den Läuferinnen und Läufern, aber auch den Verantwortlichen der ausrichtenden LG Main-Spessart. Wäre da nicht der Computer-Absturz bei der Zeitnahme des Bambinilaufes gewesen, der dann zu Verzögerungen bei der Auswertung und Siegerehrung führte, es wäre ein vollends geglückter Geburtstagslauf gewesen.

Schneller Paul Weigand

Strahlender Sonnenschein zum Start des „halben“ Staustufenlaufes und annähernd 100 Laufwillige an der Startlinie, da hatte Bürgermeister Paul Kruck leichtes Spiel, die Meute auf die Strecke zu schicken. Und während sich in der Folgezeit die Innenstadt an allen Ecken mit den „großen“ Staustufenläufern, die sich mit Lauf- oder Dehnübungen für ihren Start aufzuwärmen, füllte, waren gerade erst 25 Minuten vergangen – und es kreuzte mit dem Gemündener Paul Weigand (ESV Triathlon) schon der schnellste 7,5 Kilometerläufer im Ziel auf. Der 17-Jährige hatte mit seinem forschen Lauf allen Konkurrenten, unter anderem dem hoch eingeschätzten zwölf Jahre älteren Ochsenfurter Jens Amthor, 15 Sekunden abgenommen und auch dem Langenprozeltener Jonas Kreckel (SV 05 Würzburg) das Nachsehen gegeben.

Zudem konnten sich mit dem Retzbacher Elias Kriester als Fünftschnellster und David Geiger als Gesamteinlauf-Siebter zwei Talente der LG Main-Spessart als Zweite der U-20- bzw. U-18-Wertung weit vorn platzieren.

Auch die Main-Spessart-Mädels ließen sich hinter der souveränen Triathletin Lisa Heinrichs (SV 05 Würzburg) nicht lumpen. Mareike Bauer und Annika Schraud (beide LG Main-Spessart) als Zweite und Dritte der Frauenwertung sowie Lea Brand und Antonia Gardeike (beide ESV Gemünden) als Siegerin und Zweitplatzierte der U-20- sowie Maya Armowitz (RV Viktoria Wombach) als U-18-Siegerin zeigten Flagge.

172 Starter in einem Rennen

Nachdem die Strecke zur Staustufe nach einer knappen Stunde wieder frei war, scharrten bereits 172 gemeldete Läufer und Läuferinnen an der Startlinie mit den Hufen, um endlich zu ihrem Laufvergnügen zu kommen. Nachdem der anfangs der Woche noch kränkelnde Vorjahressieger Filimon Habtemikael (LG Main-Spessart) sich doch kurzfristig für einen Start entschieden hatte, war zumindest die Spannung über den Rennausgang bei den Männern etwas genommen. Einzig sein Freund Essayas Hadush vom Team Geritrea war in der Lage, mit knapp zwei Minuten Rückstand ihm einigermaßen zu folgen. Knapp dahinter kam dann der Masters-Sieger Martin Ackermann (TG Schweinfurt) als Dritter ins Ziel.

Dagegen war bei den Frauen richtig Feuer unter dem Dach, denn mit der Kleinostheimerin Nadja Heininger war erstmals eine Spitzenläuferin vom Untermain in die Main-Spessart-Kreisstadt gekommen und ließ von Anfang an keinen Zweifel an ihrem Sieg aufkommen. Mit 57:34 Minuten kam sie im Ziel dem Streckenrekord von Veronika Ullrich (TV Neu-Isenburg) so nah wie noch keine Läuferin vor ihr. „Zu gerne hätte ich natürlich ein 56er-Zeit erreicht, aber ich musste bereits ab Kilometer sieben alleine laufen“, bedauerte sie einerseits, zeigte sich aber andererseits von der „wunderschönen Laufstrecke“ entlang des Main beeindruckt.

Carmen Förster genießt den Lauf

Julia Roth (LUT Aschaffenburg) gelang als Zweitplatzierte in 59:19 Minuten noch der Sprung unter die Ein-Stunden-Marke. Hocherfreut lief auf Platz drei mit Carmen Förster (SV 05 Würzburg), besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Klenk, eine alte Bekannte in 60:54 Minuten als Siegerin der W-45-Altersklasse als Dritte ein. Die mehrmalige Siegerin dieses Laufes konstatierte: „Es war heute herrlich hier zu laufen, und ich bin erstaunt, wie schnell ich noch unterwegs bin.“

Zwei Main-Spessart-Senioren sorgten schließlich noch für Freude. Friedmar Dresig (RV Viktoria Wombach) und Michael Amann (LG Lohr) glänzten als M-50- bzw. M 55-Sieger ihrer Altersklasse.

In den Nachwuchsklassen der Bambini und Schüler hagelte es Main-Spessart-Erfolge. So gewannen Kilian Schebler, Samuel Gruber Lex Lasarev, Anna Fischer, Kilian Schönfeld und Anne Ullrich (alle LG Main-Spessart) ihre jeweiligen Altersklassen beim Lauf über einen Kilometer. Und bei den Schülern über 2,5 Kilometer siegten Kilian Fünkner (TSV Homburg) bei den M 11, Erik Widera und Vincent Naujoks (beide LG Main-Spessart) bei den M 12 und M 15 sowie Emma Dannecker bei der W 11, Fabia Derra bei der W 13 und Mia Widera (alle LG Main-Spessart) bei der W 14.

Alle Ergebnisse unter www.lg-karlstadt.de

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