Wombach

Ein Sturz trübt Maximilian Brandls Stimmung

Der Wombacher  Maximilian Brandl wurde beim Weltcup in Nove Mesto im 'Short Race' Fünfter.
Foto: Niklas Hartmann | Der Wombacher  Maximilian Brandl wurde beim Weltcup in Nove Mesto im "Short Race" Fünfter.

Mit gemischten Gefühlen kehrt Maximilian Brandl (RV Viktoria Wombach/Lexware Mountainbike Team) vom Mountainbike-Weltcup in Nove Mesto zurück. Am Freitag zeigte er mit Platz fünf, dass er beim "Short Race" zur  Weltspitze gehört. Am Sonntag konnte er über die olympische Distanz aus seinem Startplatz in der ersten Reihe kein Kapital schlagen. Bei einem Sturz in der ersten Runde ging seine Gabel zu Bruch, und er musste das Rennen aufgeben. Auch Alex Bregenzer (RV Viktoria Wombach/Eighty Eight Racing Team) konnte mit Platz 108 seine Erwartungen nicht erfüllen.

Der Weltcup im tschechischen Nove Mesto wurde von den Allroundtalenten des Radsports, Mathieu van der Poel (Niederlande) und Thomas Pidcock (Großbritannien), dominiert. Sie gehören auf der Straße, beim Querfeldein und mit dem Mountainbike zur absoluten Weltspitze. Und sie bestimmten beim "Short Race" von Beginn an das Tempo. Beim 20-Minuten-Showdown der 40 weltbesten Mountainbiker hielt sich Maximilian Brandl in der ersten von sechs Runden zwischen Platz 20 und 15 auf.

Schlammiger Untergrund

Auf schlammigem Untergrund verbesserte er sich bis Runde vier auf Platz zehn und zündete dann in der vorletzten Runde den Turbo. Mit der schnellsten Rundenzeit ließ Brandl den Rekordweltmeister Nino Schurter und eine ganze Reihe von Weltcup-Siegern hinter sich. Er schloss zum Spitzenquintett auf und konnte in der letzten Runde alle Angriffe der Verfolger erfolgreich abwehren. Seinen fünften Platz kommentierte Brandl so: "Ich dachte einmal, es wäre eine Runde weniger, weil wir zu fünft vorne schon mit einem Abstand weg waren. Als dann oben bei der Zieldurchfahrt noch eine 1 stand, dachte ich ‚oooh‘, konnte mich dann aber noch durchbeißen. Fünfter ist aber richtig geil – ich freu mich richtig.“ Den Sprint um den Sieg entschied van der Poel vor Pidcock für sich.

Am Sonntag beim Cross-Country-Rennen über die olympische Distanz währte die Freude über den Startplatz in der ersten Reihe nur kurz. Aus der verkürzten Startrunde kehrte Brandl als 21. zurück. In der ersten vollen Runde rutschte sein Vorderrad auf einer nassen Wurzel weg. Brandl überschlug sich, und als er sich wieder aufrappelte, musste er feststellen, dass die Gabel an seinem Rad defekt war. Damit war das Rennen für ihn zu Ende. Er bilanzierte selbstkritisch: "Rutschig war‘s für alle. Da darf sowas einfach nicht passieren, wenn man vorne mitfahren will." Zu seinem Glück blieb er selbst bis auf Prellungen unversehrt.

Wer fährt nach Tokio?

Obwohl es auch für die anderen deutschen Olympiakandidaten Manuel Fumic (37.), Luca Schwarzbauer (39.) und Georg Egger (66.) alles andere als perfekt lief, steht für Deutschland der zweite Startplatz bei den olympischen Spielen in Tokio nun fest. Bis Mitte Juni hat der Bundestrainer nun die Qual der Wahl zwischen Maximilian Brandl und den oben Genannten sowie David List, der mit seinem zweiten Platz beim U-23-Weltcup Anfang Mai in Albstadt auch eine Olympia-A-Norm abgeliefert hatte. Brandl ist gleichwohl klarer Favorit, aber man darf gespannt sein, wer die Reise mit ihm nach Tokio antritt.

Alex Bregenzer fällt zurück

Mit der Erinnerung an seine besten U-23-Weltcup-Resultate war Alex Bregenzer in Nove Mesto gestartet. Die Startrunde verlief wesentlich besser als beim Weltcup-Auftakt in Albstadt. Als 71. unter über 140 Fahrern ging Bregenzer auf die erste volle Runde, aber er konnte das Anfangstempo nicht halten und musste viele Kontrahenten vorbeiziehen lassen, so dass er das Rennen auf Platz 108 beendete. An der Spitze kehrte Thomas Pidcock die Reihenfolge vom "Short Race" um und distanzierte Mathieu van der Poel mit einer Minute klar.

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