Berlin

Mit Keymer: Premiere der Internet-Schachmeisterschaften

Vincent Keymer       -  Gehört beim Internet-Blitzschachturnier zu den Favoriten: Vincent Keymer.
Gehört beim Internet-Blitzschachturnier zu den Favoriten: Vincent Keymer. Foto: Georgios Souleidis/dpa

Das Blitzschachturnier muss wegen der Verschiebung des Magdeburger Schachgipfels auf den August online ausgespielt werden - mit 14 Finalisten. Nach 13 Runden und 91 Online-Partien am Computer steht der erste deutsche Titelträger nach etwa vier Stunden fest. Siegprämie: 1500 Euro.

Zu den Favoriten zählt Vincent Keymer. Der 15 Jahre alte Schüler aus dem rheinland-pfälzischen Saulheim war im Oktober 2019 mit 14 Jahren, elf Monaten und vier Tagen zum jüngsten deutschen Großmeister der Historie aufgestiegen und gilt hierzulande als größtes Schachtalent.

Als einzige Frau neben 13 Männern nimmt Elisabeth Pätz an dem Online-Turnier teil. „Ich werde mich dementsprechend natürlich auch blitz-technisch gut vorbereiten, um als einzige weibliche Teilnehmerin eine möglichst gute Figur zu machen”, sagte die Großmeisterin aus Dresden. „Eine Platzierung im Mittelfeld werte ich für mich als persönlichen Erfolg.”

Da online und dezentral gespielt wird, gibt es wie in den Vor- und Zwischenrunden eine Kontrolle durch ChessBase. Damit sollen Betrügereien ausgeschlossen werden. Das ausgeklügelte Computerprogramm analysiert beispielsweise den Zeitverbrauch bei den Blitzpartien und achtet auf gewisse Muster: Wer in seinen 13 Partien nie einen Fehler macht, ist verdächtig.

„Dank ChessBase können wir Betrügereien mit großer Wahrscheinlichkeit ausschließen. Dabei erwischt zu werden - diesen Imageschaden wird wohl keiner der Top-Spieler riskieren wollen”, sagte Marcus Fenner, Geschäftsführer des Deutschen Schach-Bunds, der Deutschen Presse-Agentur.

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