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Nagelsmann zu Länderspielabstellungen: „Politisches Thema”

Julian Nagelsmann       -  RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann sieht die Länderspielabstellungen seiner Nationalspieler als rein politisches Thema.
Foto: Jan Woitas/dpa/Archivbild | RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann sieht die Länderspielabstellungen seiner Nationalspieler als rein politisches Thema.

Inmitten der Dauerbelastungen von Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League wäre eine mehrtägige Quarantäne bei einem möglichen Corona-Fall schwierig, erklärte er.

„Erstmal denken wir an unsere Belastung, wir haben noch vier Spiele bis zur Nationalmannschafts-Abstellungsperiode. Grundsätzlich liegt es dann auch an der Landesregierung, was es da für Regularien gibt. Danach werden wir dann auch entscheiden, ob wir die Spieler zur Nationalmannschaft geben können oder nicht”, sagte Nagelsmann und betonte: „Es ist ja wie in allen Situationen aktuell: Nicht der Club, der Spieler oder die Trainer entscheiden, sondern es ist ein politisches Thema darüber.”

Nagelsmann will sich primär um die anstehenden Aufgaben gegen Freiburg, Liverpool, Frankfurt und Bielefeld kümmern. „Dann wird sich Uli Wolters, unser Leiter Taskforce Corona, sich mit der Landesregierung auseinandersetzen und mit Marcus Krösche als Sportdirektor diese übergeordneten Themen bearbeiten”, sagte Nagelsmann. „Wenn die Landesregierung in Sachsen sagt, dass es nicht funktioniert, dann werden die Spieler hierbleiben und ganz normal bei uns weiter trainieren”, fügte er an.

Auch Bayer-Coach Peter Bosz würde seine Spieler in der bevorstehenden Länderspiel-Pause am liebsten nicht abstellen, sieht aber keine Chance, dies durchzusetzen. „Ich verstehe Jürgen Klopp. Ich würde jeden Spieler, den ich jetzt noch im Kader habe, am liebsten hier behalten. Aber ich glaube nicht, dass er oder ich das hinkriegen werden. Wir müssen die Spieler abstellen”, sagte der Trainer von Bayer Leverkusen. Liverpool-Coach Klopp hatte zuvor erklärt, dass man Spieler eigentlich nicht abstellen dürfe, wenn sie danach in Quarantäne müssen.

Leverkusen ist in dieser Saison besonders von Ausfällen gebeutelt. Neben langen Verletzungen drei Kreuzbandverletzungen sowie einer Achillessehnenblessur und einem Wadenbeinbruch beklagte Bayer in dieser Saison schon bei sechs Spielern positive Corona-Tests. „Wenn die Spieler dann zu den Länderspielen gehen, hat man ein bisschen Angst”, bekannte Bosz: „Wobei ich aktuell jeden Tag Angst habe, weil wir jeden Tag getestet werden und am Abend die Ergebnisse kommen. Wenn der Doktor mich anruft, geht mein Herzschlag schon Richtung 200, und ich denke: Nicht schon wieder ein Fall!”

© dpa-infocom, dpa:210305-99-701944/3

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