Mailand

Ende des Bayern-Märchens - Aus bei Olimpia Mailand

Olimpia Mailand - FC Bayern München       -  Wade Baldwin IV (M) von Bayern München wirft den Ball.
Foto: Degaspari/Giulio Ciamillo/-/dpa | Wade Baldwin IV (M) von Bayern München wirft den Ball.

Die famose Euroleague-Saison der Bayern-Basketballer findet keine Krönung im Final Four. Die Münchner verloren das entscheidende fünfte Duell im Viertelfinale gegen Olimpia Mailand und schieden aus.

Nach einer unglaublichen Schlussphase samt irrer Aufholjagd und wegen eines verpassten letzten Wurfversuchs kassierte das Team von Coach Andrea Trinchieri eine 89:92 (40:50)-Niederlage.

Der beste Werfer der Gäste, die lange enttäuschten und dann am Ende doch fast noch für eine Riesen-Überraschung gesorgt hätten, war Jalen Reynolds mit 19 Zählern. Im Team der Italiener überragte der einstige Frankfurter Shevon Shields, dem 34 Punkte gelangen.

Den Münchnern war klar, dass Mailand nach den unerwarteten zwei Niederlagen topmotiviert und mit dem Drang nach Wiedergutmachung in die Partie geht, Coach Trinchieri erwartete das beste Olimpia der Serie. Dass die Italiener dann tatsächlich furios loslegten und den Gästen immer wieder davonzogen, lag vor allem an einem Mann: Shields. Der frühere Bundesligaprofi traf nahezu aus allen Lagen und stand schon zur Halbzeit bei 18 Zählern; die Hälfte davon resultierte aus drei Dreipunktewürfen. Ganz anders die Bayern, die in den ersten zwei Vierteln keinen einzigen Punkt von außen erzielten.

Dass der Rückstand zur Halbzeit nur zehn Punkte betrug, lag vor allem an den zwei Hünen unter dem Korb: JaJuan Johnson und Reynolds standen nach 20 Minuten bei jeweils zehn Punkten. Vladimir Lucic und Paul Zipser, die beiden Matchwinner aus Spiel vier vom Freitag, fanden zunächst nicht in die Partie. „Wir waren zu passiv in der Defense, das kostete uns zehn Punkte”, meinte Coach Trinchieri in der Pause und forderte: „Wir müssen jetzt das Feuer entfachen.”

Ein kleiner statistischer Hoffnungsschimmer für die Bayern war, dass das 40:50 zur Halbzeit exakt dem Resultat von Spiel vier entsprach - und da konnte der Bundesligist eine erfolgreiche Aufholjagd starten.

Auch diesmal war das Starensemble um die erfahrenen Sergio Rodriguez, Kyle Hines und Luigi Datome kurz davor, noch überrumpelt zu werden. In einer völlig verrückten Schlussminute kämpften sich die Bayern auf zwei Punkte heran und hatten sogar Ballbesitz. Dann aber blieb Wade Baldwin einmal hängen, direkt danach machte Shields einen von zwei Freiwürfen. Ein Dreier hätte zur Verlängerung gereicht - der Verzweiflungsversuch von Zipser mit der Schlusssirene ging vorbei.

© dpa-infocom, dpa:210504-99-469292/4

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