Leipzig

Punkte dringend nötig: Leipzig und Hoffenheim brauchen Sieg

Julian Nageslmann       -  Benötigt mit Leipzig drei Punkte, um den Glauben an den Gewinn der Meisterschale aufrecht zu erhalten: Trainer Julian Nagelsmann.
Foto: Alexander Hassenstein/Getty POOL/dpa | Benötigt mit Leipzig drei Punkte, um den Glauben an den Gewinn der Meisterschale aufrecht zu erhalten: Trainer Julian Nagelsmann.

Es ist wohl die kurioseste Konstellation in der Fußball-Bundessliga derzeit: Wenn RB Leipzig heute (20.30 Uhr/DAZN) zum zehnten Mal um Punkte auf die TSG 1899 Hoffenheim trifft, steht Trainer Julian Nagelsmann zum zehnten Mal in verantwortlicher Position an der Seitenlinie.

Sechsmal coachte der 33-Jährige dabei die Hoffenheimer, in der RB-Uniform ist er zum vierten Mal aktiv. Gastgeschenke an seinen ehemaligen Verein und deren in der Kritik stehenden Trainer Sebastian Hoeneß will Naglesmann aber nicht verteilen.

Er wird den Hoffenheimern auch nicht verraten, wie man erfolgreich in der Red Bull-Arena aufspielen kann. So wie damals am 21. April 2018, als die TSG die Leipziger förmlich überrannte und mit 5:2 auseinander nahm. Da lieferte Nagelsmann ein taktisches Meisterstück ab.

Das will er auch diesmal, aber für die Gastgeber, tun. Immerhin geht es um drei Punkte, die RB zwingend benötigt, um den Glauben an den Gewinn der Meisterschale aufrecht zu erhalten.

„Ein Sieg am Freitagabend hat unter Umständen einen kleinen psychologischen Vorteil”, sagte Nagelsmann in der Hoffnung, dass der FC Bayern, der am Samstag beim Dritten Wolfsburg gastiert, dann noch mehr unter Druck geraten könnte. „Ich kann es so offen sagen, ohne dann an den Pranger gestellt zu werden, dass wir natürlich nach wie vor auch gern Meister werden möchten”, sagte Nagelsmann.

Auf die leichte Schulter werden die Leipziger die Kraichgauer nicht nehmen. Zwar blieb man in den vergangenen fünf Aufeinandertreffen ungeschlagen, aber leicht fiel das Punkten RB nicht. Maximal zwei Tore Differenz gab es bei vier Erfolgen und einem Unentschieden.

Für die TSG geht es um viel. Nach dem Ausscheiden aus DFB-Pokal und Europa League gegen Außenseiter hinkt man auch in der Bundesliga den eigenen Ansprüchen hinterher. Gelingt bei Titelanwärter Leipzig keine Überraschung, wird sich auch die Abstiegsgefahr noch einmal vergrößern. „Wir sind uns der Situation bewusst und wir sind hellwach”, verkündete Hoeneß.

Das Wort Abstiegskampf nimmt er nicht gerne in den Mund. Das höhepunktarme 0:0 gegen Leverkusen am Montag wertete der Neffe von Uli Hoeneß als Fortschritt, weil zumindest mal wieder die Defensive hielt. „Es ist nicht angesagt, Panik zu verbreiten. Wir haben Vertrauen, in uns als Mannschaft”, sagte Hoeneß, um den es angesichts der durchwachsenen sportlichen Lage erstaunlich wenig Nebengeräusche mit Blick auf eine Ablösung gibt.

© dpa-infocom, dpa:210415-99-222008/3

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