Haifa

Referee mit Transgender-Identität leitet Spiel in Israel

Sapir Berman       -  Die israelische Fußball-Schiedsrichterin Sapir Berman spricht während einer Pressekonferenz.
Foto: -/Israel Football Association (IFA)/dpa | Die israelische Fußball-Schiedsrichterin Sapir Berman spricht während einer Pressekonferenz.

Sie wurde von den wenigen Zuschauern freundlich begrüßt. Ein Haifa-Fan hielt sogar ein Schild mit der Aufschrift „Sapir Berman super woman” hoch.

In der Vorwoche vergangenen Woche hatte Berman angekündigt, nach einer Geschlechtsanpassung künftig unter dem Namen Sapir Berman Spiele der Ersten Liga zu pfeifen. „Ich sehe mich schon seit meiner Kindheit als Frau”, hatte sie vor Journalisten gesagt. Sie wolle sich nicht mehr verstecken. „Ich war als Mann sehr erfolgreich. Aber letztlich habe ich mich entschlossen zu zeigen, wer ich wirklich bin.”

Sie befinde sich noch am Anfang des Anpassungsprozesses. „Ich weiß nicht, wie lange es dauern wird.” Es werde sich aber nicht auf ihre Karriere als Schiedsrichterin auswirken.

Der israelische Fußballverband unterstützt die angesehene Schiedsrichterin ausdrücklich auf ihrem Weg. Ihr soll auch eine von den Männern getrennte Umkleidekabine zur Verfügung gestellt werden. Auch der Schiedsrichterverband erklärte, Berman werde ihre Karriere auch nach dem Schritt ungehindert fortsetzen. Ebenso hatten Vereine ihr zu dem Schritt gratuliert. Die Britin Lucy Clark war 2018 als erste Transgender-Schiedsrichterin bekannt geworden.

© dpa-infocom, dpa:210503-99-454280/2

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dpa
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