FUßBALL: BAYERNLIGA NORD

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Im Vorwärtsgang: Philipp Kleinhenz (rechts) ist in seiner zweiten Saison beim TSV Aubstadt als echter und konstanter Leistungsträger in der Mannschaft angekommen und will sich mit ihr gegen die Würzburger Kickers II für den 0:3-Ausrutscher in Gebenbach rehabilitieren.
Im Vorwärtsgang: Philipp Kleinhenz (rechts) ist in seiner zweiten Saison beim TSV Aubstadt als echter und konstanter Leistungsträger in der Mannschaft angekommen und will sich mit ihr gegen die Würzburger Kickers II für den 0:3-Ausrutscher in Gebenbach rehabilitieren. Foto: Rudi Dümpert

Fußball (rd)

Bayernliga Nord TSV Aubstadt – FC Würzburger Kickers II (Samstag, 16 Uhr, Schulstadion)

Eines muss man den Aubstädtern lassen: Wenn sie verlieren, dann ordentlich und effektiv. Dreimal gingen sie in zehn Liga- und vier Pokalspielen als Verlierer vom Platz. Jedesmal ohne eigenes Tor. Nach der 0:4-Schlappe in Ansbach folgten aber sieben Siege und ein Unentschieden um Punkte. Nach dem 0:5 im Pokal gegen Schweinfurt 05 folgten drei Siege (4:0, 3:0, 4:0 ). Und so sollte man eigentlich auch davon ausgehen, dass TSV-Trainer Josef Francic und seine Mannschaft nach diesem Querschläger von Gebenbach (0:3) wieder aufstehen und in die Erfolgsspur zurück finden.

„Wir haben nach dem unglücklichen 0:1 voll offensiv, alles oder nix, gespielt. Da kann so was mal passieren. Gebenbach war brutal effektiv, vier Schüsse, drei Tore. Meine Mannschaft hat sich aber nie aufgegeben. Eigentlich war es ein typisches Unentschieden-Spiel. Bei uns ist es so, wenn wir mal hinten liegen, brauchen wir Leistungsträger, die uns da durch ziehen. In diesem Spiel sind aber alle durchschnittlich geblieben. Die Fehler wurden angesprochen, die Spieler haben sie eingesehen.

Damit ist das für mich beendet.“ Glück im Unglück hatte Aubstadt, dass alle vorderen Vereine außer dem Würzburger FV verloren haben. „Wir hätten uns von den Verfolgern etwas absetzen können, es sollte halt nicht sein“, sagt Francic.

Radikal veränderte Kickers

Wenn die Niederlage in Gebenbach die gleichen Folgen hätte wie jenes 0:4 von Ansbach, „würde ich das sofort unterschreiben.“ Die erste Hürde, die sich den Aubstädtern in den Weg stellt, ist aber schon eine sehr hohe. Bereits in der vergangenen Saison war es mühsame Arbeit. Aubstadt verlor in Würzburg bei der Kickers U 23 1:2, gewann daheim mit 1:0. Der Kader der Nachwuchsmannschaft der Drittliga-Profis hat sich inzwischen radikal verändert. Nur noch vier Akteure, die am 15. April in Aubstadt spielten, sind im Aufgebot des neuen Trainers, des ehemaligen Bundesliga-Profis Christian Demirtas: Ali Koller, Alex Beier, Kapitän Moritz Lotzen und Onur Ünlücifci. Von den 17 Abgängen sind viele in der Regional-, Bayern- und Landesliga gelandet.

Der neue Kader setzt sich aus acht 18-Jährigen, acht 19-Jährigen, vier 20-Jährigen und einem 24-Jährigen zusammen. Gesperrt ist zurzeit der 30-jährige Torhüter Jan Nirsberger, war aber eh schon von Maximilian Humpenöder (18) abgelöst worden. Josef Francic verweist mit Nachdruck darauf, dass „man sie nicht als normale 18- und 19-Jährige sehen darf, sondern als Mannschaft. Ich habe sie beim 2:0-Sieg vor einer Woche gegen Aschaffenburg gesehen. Da täuscht das Alter.“ Überragend habe Linksaußen Leonhard Langhans gespielt, der vom 1. FC Nürnberg kam. „Einer wie unser David Noack. Er war der überragende Mann. Andere kommen aus Berlin. Die werden gesichtet und deutschlandweit angesprochen und vermittelt. Ein 18-Jähriger, der Profi sein oder werden will, muss so reif sein und Verstand im Hirn haben wie ein Amateur mit 25.“ Er sei begeistert gewesen, wie sie auch im taktischen Bereich diszipliniert und clever gespielt haben.

Dennoch haben die Kickers in fünf Auswärtsspielen erst fünf Punkte geholt (daheim elf). „Sie können aber jeden in der Liga schlagen. Das wird, besonders auch läuferisch und im taktischen Bereich, eine echte Prüfung für uns. Wenn man nach Ballgewinn drei Ballkontakte hat, ist der Raum schon zugestellt. Sie sind genauso stark, wenn nicht noch stärker als letztes Jahr. Ich habe meine Mannschaft die ganze Woche auf einen dynamischen, laufstarken Gegner vorbereitet, und da müssen wir dagegen halten.“

Leicht und Feser fehlen

Personell hat Francic am elften Spieltag das größte Problem bisher zu lösen und gleich vier potenzielle Startelf-Spieler zu ersetzen. Max Schebak und Marino Müller befinden sich im Aufbautraining, „sind im Ausdauerbereich schon sehr gut. Ich ringe noch mit mir, ob ich einem von ihnen schon diese Belastung zumuten kann.“ Daniel Leicht und Ingo Feser, zwei Ankurbler, Einfädler und selbst torgefährliche Spieler, fehlen „aus lange vorher abgesprochenen, privaten Gründen.“ Dafür hat Abwehr-Stabilisator Christian Köttler seine Verletzung auskuriert. „Ansonsten bin ich sehr zufrieden damit, welche Antwort die Mannschaft unter der Woche im Training gegeben hat.“ Die gleiche wünschen sich die TSV-Trainer und Zuschauer auch gegen die Kickers.

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