Fußball: Bayernliga Nord

Aubstadt fällt in Hof mit der Tür ins Haus

Fußball (rd)

Bayernliga Nord SpVgg Bayern Hof – TSV Aubstadt 0:3 (0:2)

In den bisherigen Vergleichen des TSV Aubstadt mit der SpVgg Bayern Hof ging es immer knapp zu. Diesmal war es eine ganz klare Sache für die Aubstädter, die sich bei ihrem hoch verdienten 3:0-(2:0)-Sieg unerwartet leicht taten. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sie ihre drei Treffer, mindestens doppelt so viele hätten es sein können, zu den bestmöglichen Zeitpunkten erzielten.

Das 1:0 gelang bereits in der dritten Minute und es war schon der Türöffner zum Sieg. Das 2:0 fiel psychologisch günstig kurz vor der Halbzeit (43.) und das 3:0 in der 79. Minute, womit die Grabfelder die Tür zum Sieg von innen endgültig schlossen. Was überraschte, schließlich hatten die Hofer bereits dem Ersten und dem Dritten jeweils ein Unentschieden abgeknüpft. Gegen den Zweiten hatten sie keine einzige echte Torchance.

Stöcker erhält das Vertrauen

TSV-Coach Josef Francic hatte die zuletzt fehlenden Daniel Leicht und Ingo Feser in der Startelf aufgeboten. Und auch Benedikt Stöcker bekam zu seinem ersten Bayernliga-Auswärtsspiel zwischen den Pfosten des Trainers Vertrauen. So viel vorweg: Das Wenige, was ihm seine wieder bestens disponierte Abwehr durch ließ, parierte er mit Bravour. Und vorne hatten die Gäste mit Martin Thomann eine heimliche zweite Spitze hinter Julian Grell. Während dieser durch seine Präsenz viel Aufmerksamkeit seiner Bewacher auf sich zog, gab es Platz für den umtriebigen Einfädler Jens Trunk und den Verwerter seiner Vorlagen Thomann. So geschehen nach wenigen Minuten, als Trunk Thomann bediente, der einen Gegner ins Leere grätschen ließ und den Ball halblinks von der Strafraumlinie nach rechts oben ins Tordreieck zirkelte. Genauer hätte der „Mörtel“ genannte Thomann dieses Fundament des Siegs nicht herstellen können.

In der Folge „war die erste Halbzeit top, einfach überragend“, freute sich Francic. „Im Abschluss hätten wir aber noch effektiver sein können, waren gelegentlich zu zaghaft und unentschlossen. Einen Kopf mussten wir uns, wenn überhaupt, bei einigen Standards des Gegners in der zweiten Halbzeit machen. Entscheidend war, dass wir die Außenbahnen sehr gut zugestellt haben und selber sehr gefährlich Richtung Tor waren.“ Michael Dellinger vergab in der ersten Halbzeit „noch zwei Bretter. Trunk und Thomann waren überragend in der ersten Halbzeit“, sagte Francic. „Das war allererste Sahne, wie der Jens die Bälle aus dem Halbfeld nach vorne getrieben und noch so genau abgeliefert hat beim Martin, der eiskalt abgeschlossen hat.“

Zwischendurch ließ Hofs Tomas Petracek (17.) seine Klasse einmal aufblitzen. Dasselbe war aber auch bei der Reaktion von Benedikt Stöcker der Fall, der den Ball über die Latte lenkte. Es sollte die einzige wirklich gefährliche Situation für das Tor der Grabfelder überhaupt sein. Ein Mal war auch Thomann (17.

) nicht hundert Prozent cool: Als die Hofer Abwehr wieder einmal zu hoch und weit auseinander auf dem breiten Platz stand, steckte Daniel Leicht zu ihm durch. Der wähnte Verfolger im Rücken, die aber gar nicht da waren, und schloss schon aus 25 Metern mit einem Schuss ab, den Keeper Christopher Schulz parieren konnte. Julian Grell (39.), die allgegenwärtige TSV-Spitze, tankte sich allein durch, ließ Philipp Dartsch wie einen Schuljungen stehen und knallte den Ball aus 16 Metern an die Latte.

Dann gelang aber Thomann das 2:0 noch vor der Halbzeit. „Er war gelb-rot gefährdet, wir wollten kein Risiko eingehen“, begründete Francic Trunks Auswechslung (46.) gegen Kleinhenz, der defensivere Aufgaben mitbekommen hatte. Vorne jedenfalls fehlte dieser schnelle und kreative Trunk sichtlich.

Noack belohnt sich

Aber hinten ließ man absolut nichts anbrennen, weil beim TSV die Mechanismen griffen und elf Spieler ein sehr variabel spielendes Team bildeten. David Noack belohnte sich selber für sein Nachsetzen, als er eine Chance schon vergeben zu haben schien, mit dem 3:0.

Hof: Schulz – Schraps, Knoll, Fleischer, Müller, Seiter, Dartsch (75. Mc Lemore), Feulner, Petracek, Strößner (55. Kromberec), Bifano (46. Kyndl). Aubstadt: Stöcker – Grader, Köttler, Benkenstein, Feser – Behr, Dellinger (63. Noack), Leicht, Thomann, Trunk (46. Kleinhenz) – Grell (75. Schmidt). Schiedsrichter: Ehrnsperger (Rieden). Zuschauer: 321. Tore: 0:1, 0:2 Thomann (3., 43.), 0:3 Noack (79.).

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