TISCHTENNIS: OBERLIGA

Bad Königshofen II erfüllt seinen Auftrag

Tischtennis TTC Kist - TSV Bad Koenigshofen II       -  Der TSV Bad Königshofen II ist Meister der Tischtennis-Oberliga Bayern: Marcin Miszewski (hinten von links), Christoph Schüller, Martin Jaslovsky, Tatsuya Murakami sowie Max Keller (vorne von links) und Akito Itagaki. Zum Einsatz kamen auch Tsubasa Moriya, Mitsuhiko Sato, Omar Allam und Jakob Schäfer.
Der TSV Bad Königshofen II ist Meister der Tischtennis-Oberliga Bayern: Marcin Miszewski (hinten von links), Christoph Schüller, Martin Jaslovsky, Tatsuya Murakami sowie Max Keller (vorne von links) und Akito Itagaki. Zum Einsatz kamen auch Tsubasa Moriya, Mitsuhiko Sato, Omar Allam und Jakob Schäfer. Foto: HMB Media/Volker Danzer

Tischtennis

Oberliga Bayern Männer

MTV Ingolstadt – TTC Kist 1:9
TSV Bad Königshofen II – TSV Starnberg 9:0
TSV Schwabhausen – FC Bayern München II 9:4
MTV Ingolstadt – TV Etwashausen 5:9
TSV Schwabhausen – TTC Kist 9:7
FC Bayern München II – TB/ASV Regenstauf 8:8
TTC Kist – TSV Bad Königshofen II 7:9

1. (1.) TSV Bad Königshofen II 15 14 1 0 134 : 58 29 : 1
2. (3.) TV Etwashausen 13 8 2 3 103 : 70 18 : 8
3. (2.) FC Bayern München II 15 8 2 5 111 : 95 18 : 12
4. (4.) SV Haiming 14 7 1 6 87 : 92 15 : 13
5. (6.) TTC Kist 15 6 2 7 111 : 100 14 : 16
6. (5.) TSV Starnberg 12 6 1 5 77 : 85 13 : 11
7. (8.) TSV Schwabhausen 14 5 3 6 97 : 102 13 : 15
8. (7.) TB/ASV Regenstauf 12 4 2 6 73 : 87 10 : 14
9. (9.) TTC Fortuna Passau II 14 3 2 9 87 : 104 8 : 20
10. (10.) MTV Ingolstadt 16 0 2 14 55 : 142 2 : 30

TSV Bad Königshofen II – TSV 1860 Starnberg 9:0 (27:6 Sätze). Der Auftrag der zweiten Vertretung des TSV Bad Königshofen für das Wochenende mit zwei Spielen war klar: Ein Sieg und ein Unentschieden, und die Mannschaft hätte die Meisterschaft der Oberliga Bayern und den Aufstieg in die Regionalliga Süd, die vierthöchste Liga in Deutschland, geschafft. Überdeutlich, wenn auch nicht ganz unerwartet, lieferte das Team um Christoph Schüller bereits am Samstag gegen den TSV Starnberg, dem insgesamt nur sechs Sätze in den neun Spielen gelangen.

Und zwei Stunden sind für ein Oberliga-Spiel, das auch über vier Doppel und zwölf Einzel gehen kann, auch nicht die Welt. Nur Zweier-Doppel (Miszewski/Murakami) und Dreier-Doppel (Itagaki/Keller) mussten in den vierten Satz, gewannen ihn aber mit 11:3 (gegen Hoffmann/Mohanamoorthy) bzw. 11:6 (gegen Quick/Leidheiser) deutlich. Im Schnellverfahren räumten Martin Jaslovsky/Christoph Schüller ihre Gegner Hagmüller/Kappe aus dem Weg.

Martin Jaslovsky, Christoph Schüller, Marcin Miszewski, Akito Itagaki und der erstmals eingesetzte Tatsuya Murakami schraubten das Ergebnis auf 8:0, wobei nur Miszewski gegen den starken Florian Leidheiser über fünf Sätze gehen musste. Dann genoss der ebenso wie Akito Itagaki 14-jährige Max Keller, er lebt und trainiert seit diesem Schuljahr im Verbandsinternat in München, die Aufmerksamkeit im neunten Spiel allein für sich zu haben. Er entnervte den erfahrenen Kai Kappe mit seinem druckvollen Offensivspiel in vier Sätzen.

TSV-Spielführer Christoph Schüller, vier Jahre lang in der zweiten Bundesliga für den TSV aktiv, sagte zum Verlauf dieses Spiels und der ganzen Saison: „Sicher wollten wir heute gewinnen. Es wurde dann aber doch bedeutend leichter als im Hinspiel, als wir vier Spiele abgeben mussten. Das ist aber auch Ausdruck dafür, dass sich unsere jungen Burschen im Verlauf der Saison weiter entwickelt haben.“ Schüller (27) lebt, arbeitet und trainiert in Prag und nahm, wenn sie zu Ende sein wird, in dieser Saison 14 Heimfahrt-Wochenenden in Kauf. Das bedeutet trotz Koppelspieltagen 14 Mal 840 Kilometer plus neun Auswärtsspiele, also rund 16 000 Kilometer auf der Straße in Sachen Tischtennis. Demnächst wird der Investment-Banker aus Kleinbardorf zusammen mit seiner Verlobten seinen Lebensmittelpunkt nach Wien verlegen und es damit zu manchen Auswärtsspielen näher haben als zu den Heimspielen.

TTC Kist – TSV Bad Königshofen II 7:9 (26:34 Sätze). Was Christoph Schüller angekündigt hatte, dass man auch in Kist, „wo es immer schwer war zu gewinnen“, Gas geben wolle, war auch bitter nötig. „Im Hinspiel haben wir 8:8 gespielt und im Schlussdoppel das Ding noch rein gebogen. Es war ja unser einziges Unentschieden und auch diesmal eine ganz enge Kiste. Ich bin einfach froh, dass wir vorzeitig die Meisterschaft festmachen konnten“, sagte er hinterher. Nach vier Stunden und zehn Minuten Spielzeit war am Sonntagabend die Schlacht gewonnen und die Meisterschaft in trockenen Tüchern. „Es war aber auch ein Kampf auf Biegen und Brechen, der immer auf der Kippe stand und in dem sich keine Mannschaft einmal absetzen konnte.“

In Rückstand gerieten die Bad Königshöfer allerdings nie. Den 2:1-Vorsprung aus den Doppeln zogen sie bis zum 8:7 durch, obwohl Kist zwischendurch fünf Mal ausgleichen konnte. Schüller und Keller unterlagen in fünf Sätzen. Knapper als beim Prager aus Kleinbardorf (11:9, 10:12, 11:13, 13:11, 9:11 gegen den Kubaner Campos Valdes) geht eine Niederlage nicht. Dafür setzte sich Murakami mit 12:10 im Entscheidungssatz durch. Erst nach dem vorletzten Einzel setzte sich der TSV mit zwei Punkten ab, doch Max Keller ließ Kist durch Szymanek wieder auf 7:8 heran kommen. Das bedeutete aber bereits das sichere, erhoffte Unentschieden. Doch Jaslovsky/Schüller machten mit einem 3:1 gegen Campos Valdes/Schäfer den Deckel drauf.

Anderthalb Stunden später feierten die Bad Königshöfer Bundesliga- und die Oberliga-Mannschaft gemeinsam ihre Siege in der heimischen Shakehands-Arena. „Dass wir Meister so deutlich und bisher mit nur einem Unentschieden und null Niederlagen werden, nein, damit konnten wir nicht rechnen. Es gibt heuer in dieser Liga fünf Mannschaften, die so stark besetzt sind, dass man ihnen die Meisterschaft zutrauen konnte. Dass wir vorne mitspielen, ja, aber Meister werden, definitiv nein“, bilanzierte Schüller. (rd)

Punkte für Bad Königshofen (gegen Starnberg): Jaslovsky/Schüller 1, Miszewski/Murakami 1, Itagaki/Keller 1, Jaslovsky 1, Schüller 1, Miszewski 1, Itagaki 1, Murakami 1, Keller 1; (gegen Kist): Miszewski/Murakami 1, Jaslovsky/Schüller 2, Jaslovsky 1, Miszewski 1, Schüller 1, Itagaki 1, Murakami 2.

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