HANDBALL: 3. LIGA

Das Augenmerk des HSC hat sich verschoben

Handball

3. Liga Mitte Männer

1. (1.) TV Großwallstadt 19 15 1 3 579 : 472 31 : 7
2. (2.) Rodgau Nieder-Roden 19 12 4 3 539 : 501 28 : 10
3. (3.) SG Leutershausen 20 12 4 4 567 : 516 28 : 12
4. (4.) Dutenh./Münchholzh. II 20 12 2 6 511 : 490 26 : 14
5. (5.) HSG Hanau 21 11 2 8 577 : 543 24 : 18
6. (6.) SC DHfK Leipzig II 20 10 2 8 566 : 565 22 : 18
7. (7.) TV Großsachsen 20 9 3 8 542 : 542 21 : 19
8. (8.) HSG Bieberau-Modau 20 10 1 9 528 : 533 21 : 19
9. (9.) Oftersh./Schwetzingen 20 9 2 9 536 : 549 20 : 20
10. (10.) GSV Eintracht Baunatal 21 7 4 10 585 : 581 18 : 24
11. (11.) TV Gelnhausen 21 7 3 11 585 : 608 17 : 25
12. (12.) HC Elbflorenz II 20 8 0 12 534 : 581 16 : 24
13. (13.) Northeimer HC 21 5 3 13 556 : 610 13 : 29
14. (14.) TV Kirchzell 20 3 4 13 464 : 523 10 : 30
15. (15.) HSC Bad Neustadt 20 3 1 16 505 : 560 7 : 33
16. (16.) SG Nußloch z.g. 0 0 0 0 0 : 0 0 : 0

SG Leutershausen – HSC Bad Neustadt (Samstag, 19 Uhr, Heinrich-Beck-Halle)

Die Chancen des HSC Bad Neustadt auf den Klassenerhalt sind unter der Woche minimal gestiegen: Die SG Nußloch, die vor einigen Wochen Insolvenz angemeldet hatte, hat den Deutschen Handball-Bund über ihren Rückzug aus dem Spielbetrieb informiert. Alle Spiele der Badener wurden aus der Wertung genommen, sie gelten als erster Absteiger. Der Northeimer HC ist auf einen Nicht-Abstiegsplatz gerutscht, bleibt für den HSC bei sechs Zählern Rückstand – bei Punktgleichheit spräche der bessere direkte Vergleich für die Niedersachsen – aber mit hoher Wahrscheinlichkeit unerreichbar. Das Bad Neustädter Augenmerk richtet sich nun darauf, Kirchzell noch zu überholen und dann auf Relegationsspiele um den Klassenerhalt zu hoffen.

„Den Abstand“ werde man „aber nur schmälern können, wenn wir selbst punkten, am besten schon in Leutershausen“, erklärt Coach Frank Ihl vor dem schweren Auswärtsspiel an der Bergstraße, einer von noch fünf Auswärtspartien des HSC an den letzten acht Spieltagen. Die SG (3./28:12) profitiert vom Nußlocher Rückzug, der Abstand zum Spitzenreiter TV Großwallstadt ist auf fünf Minuspunkte geschmolzen. Die Schützlinge von Frank Schmitt werden daher hochmotiviert in die Partie gegen die Rotmilane gehen.

Ernüchternde Analyse

Die Leutershäuser haben noch die Niederlage gegen die HSG Hanau zu verdauen. Dem HSC geht es nicht anders. „Die Videoanalyse, die ich mit meinem Co-Trainer Benjamin Trautvetter erstellt habe, war ernüchternd“, so der Trainer, „wir sind in alte Fehler zurückgefallen, haben in allen Mannschaftsteilen undiszipliniert agiert und haben nie an die Form angeknüpft, mit der wir in den Heimspielen zuvor gepunktet haben“. Der Grund für die allgemeine Schwäche war nicht auszumachen, „denn wir hatten uns ordentlich vorbereitet, doch der ausgearbeitete Matchplan wurde nicht umgesetzt.“

Ihl hat nach intensivem Trainingseinheiten, die für manchen Spieler wohl schmerzlich waren, einen neuen Plan gegen die Roten Teufel ausgearbeitet. Er weiß aber auch, dass dieser nur zielführend ist, wenn er auch umgesetzt wird. Felix Schmidl ist wieder fit, er dürfte wohl in der Anfangsformation stehen. Krisztian Gallis Fitnesszustand hat sich verbessert, gesundheitlich ist der Spielmacher noch nicht bei 100 Prozent. „Bei Würfen hat er noch Probleme“, doch Frank Ihl geht davon aus, dass Galli zumindest für einen geordneten Spielaufbau sorgen kann.

Knochenbruch bei Kalliske

Fehlen wird wohl Maximilian Kalliske, der sich im Training nach einem Zusammenprall, „das ist das Los der Kreisläufer“, einen Knochenbruch unterhalb des Auges zugezogen hat. Kalliske wolle es zwar mit einer Schutzbrille versuchen, „doch eigentlich ist mir das Risiko zu groß, denn bei den vielen Körperkontakten kann sich die Verletzung verschlimmern“. Sein Ausfall in den nächsten Spielen gegen Gelnhausen und in Kirchzell, „die wir ohne Wenn und Aber gewinnen müssen“, so Ihl, „wäre da sehr bitter“.

Ihl hat seinen Mannen auch noch einmal per Video das Hinspiel vor Augen geführt, „das wir ärgerlicherweise mit 29:32 verloren haben“. Ihls Gegenüber, SGL-Trainer Frank Schmitt, hadert derzeit mit seinem Team, das seit drei Spieltagen auf einen doppelten Punktgewinn wartet. Letzte Woche wurde in letzter Sekunde beim 26:26 in Groß-Bieberau eine Niederlage verhindert. Problem der Roten Teufel ist seit Beginn des Jahres der Ausfall ihres Abwehrchefs Manel Cirac, der wegen einer langwierigen Fingerverletzung nicht einsatzfähig ist. Außerdem hat sich Lucas Gerdon in der Winterpause verabschiedet. Leistungsträger im Schmitt-Kader sind Torhüter Alexander Hübe, Kapitän Niklas Ruß sowie der Rechtsaußen Gianluca Pauli, aktuell auf Rang 4 der Liga-Torschützenliste platziert.

„Bevor wir uns aber mit den gegnerischen Spielern beschäftigen, gilt es für uns, zu unserem Spiel zu finden. Das heißt, Kampfgeist zu zeigen, diszipliniert in Abwehr und Angriff aufzutreten, unnötige Ballverluste vermeiden und mit Überlegung und ohne Hektik den Abschluss zu suchen“, sagt Frank Ihl. (ba)

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