FUßBALL: BAYERNLIGA NORD

Der „Schnipp“ will es wissen

Christoph Rützel wechselte vor der Saison von den Sportfreunden Herbstadt zum TSV Großbardorf und erspielte sich auf Anhieb einen Platz in der Startformation.
Christoph Rützel wechselte vor der Saison von den Sportfreunden Herbstadt zum TSV Großbardorf und erspielte sich auf Anhieb einen Platz in der Startformation. Foto: TSV Großbardorf

Fußball

Bayernliga Nord TSV Großbardorf – SpVgg Ansbach (Mittwoch, 18.30 Uhr, Bioenergie-Arena)

Nach dem ersten Spieltag der Bayernligasaison 2019/20 grüßt der TSV Großßbardorf nach dem schwer erkämpften und etwas glücklichen 3:1-Erfolg beim 1. FC Sand als Tabellenführer. Zwar eine Momentaufnahme, aber doch eine gute Ausgangsposition für die weiteren Saisonspiele. „Wir sind gegen einen starken FC Sand nur schwer ins Spiel gekommen. Trotzdem haben wir bis zum Schluss dran geglaubt und am Ende zählen in so einem schweren Auftaktspiel dann auch nur die Punkte“, erinnert sich Cheftrainer André Betz. „Wir können uns mit dieser Partie nicht lange aufhalten, denn es ruft schon das nächste schwere Match gegen Ansbach.“

Sein Debüt im Dress der Bardorfer gab im Sander Seestadion auf der Position im defensiven Mittelfeld Christoph Rützel, der vor der Runde von den Sportfreunden Herbstadt zu den Grabfeld-Galliern wechselte.

Sportlich und menschlich top

„Der Wechsel hatte rein sportliche Gründe. Mein sportlicher Ehrgeiz war dafür verantwortlich, denn ich bin eben Fußballer durch und durch. Ich wollte es noch einmal wissen“, sagt „Schnipp“, wie er von allen genannt wird. „Diesen Spitznamen gab mir in meiner ersten Herrensaison in Herbstadt unser damaliger Trainer Wolfgang Schmitt“, erinnert sich der 31-jährige selbstständige Installateur- und Heizungsbaumeister. Von Rützel, zweitältester Akteur im Kader der Bardorfer, der auch schon fünf Jahre Bayernligaerfahrung beim Grabfeldkonkurrenten TSV Aubstadt auf dem Buckel hat, zeigt sich sein Coach begeistert. „Schnipp ist für uns sowohl sportlich als auch menschlich ein absoluter Gewinn. Er hat sofort Führungsaufgaben übernommen und mit angepackt. Mit seiner Spielweise hat er unserem Spiel gleich seinen Stempel aufgedrückt. So einen Spielertyp hatten wir nicht in unserem Kader“, lobt Betz ihn überschwänglich.

Variable Ansbacher

Dass es gegen die Mittelfranken nicht einfach werden wird, darin sind sich Trainer und Spieler einig. „Gegen Ansbach erwartet uns nach unserem Auftaktsieg schon die nächste schwere Hürde, denn die Mittelfranken stellen eine spielstarke Truppe, die ein gutes Tempo spielen kann. Besonders in der Offensive sind sie sehr variabel“, sagt Betz über den Gegner. Allen, die an der Bayernliga interessiert sind, sind sicher Ansbacher Spielernamen wir Patrick Kroiß, Sven Landshuter oder Christoph Hasselmeier bekannt. „Da müssen wir hellwach sein. Klar ist aber, dass wir unser Spiel durchdrücken, unseren Heimspielauftakt erfolgreich gestalten und die Punkte in Großbardorf behalten wollen“, stellt der TSV-Coach aber klar.

Dieser Einschätzung stimmt auch Rützel voll und ganz zu. „Wir wollen im ersten Heimspiel super und geschlossen als echtes Team auftreten. Ich bin optimistisch, dass wir das Match gewinnen werden. Dafür müssen wir uns aber im Vergleich zu Sand steigern und an die Leistung von Eltersdorf anknüpfen. Ich freue mich auf mein erstes Heimspiel im Bardorfer Dress. Es macht auf jeden Fall Spaß, in dieser Mannschaft, in der das Gefüge toll passt, spielen zu dürfen.“ Schnipp hätte sicherlich nichts dagegen, wenn die Serie der Ansbacher, die gegen den TSV in den letzten drei Begegnungen gegeneinander immerhin neun Gegentreffer kassierten, heute Abend ihre Fortsetzung bringen würde.

Verzichten muss Betz jedoch auf Innenverteidiger Ronny Mangold, der mit einer klaffenden Fleischwunde im Gesicht kurz vor Schluss in Sand vom Platz musste und mit einer Jochbeinprellung laut Betz zwei bis drei Wochen ausfallen wird. „Sonst ist der Kader identisch.“ (gmad)

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