TISCHTENNIS: LANDESLIGA

Dramatik gipfelt in finalem Doppel

Ingo Steube gewann am Doppel-Spieltag alle vier Einzel und war mit ein Garant dafür, dass Tabellenführer TSV Brendlorenzen gegen Bad Königshofen III (8:8) und Niedernberg (9:2) drei Punkte holte.
Ingo Steube gewann am Doppel-Spieltag alle vier Einzel und war mit ein Garant dafür, dass Tabellenführer TSV Brendlorenzen gegen Bad Königshofen III (8:8) und Niedernberg (9:2) drei Punkte holte. Foto: Anand Anders

Tischtennis

Landesliga Nordnordwest Männer Bayern

 

TV Poppenlauer – DJK Niedernberg 5:9  
TSV Brendlorenzen – TSV Bad Königshofen III 8:8  
DJK Niedersteinbach – TSG Kleinostheim 6:9  
TSV Brendlorenzen – DJK Niedernberg 9:2  
DJK Kleinwallstadt – TV Bürgstadt 9:5  

 

 

1. (1.) TSV Brendlorenzen 6 5 1 0 53 : 21 11 : 1  
2. (2.) DJK Niedernberg 5 4 0 1 38 : 29 8 : 2  
3. (3.) TSV Eintracht Eschau 4 3 0 1 33 : 23 6 : 2  
4. (4.) TSV Bad Königshofen III 4 2 1 1 29 : 25 5 : 3  
5. (7.) DJK Kleinwallstadt 4 2 0 2 19 : 26 4 : 4  
6. (5.) TV Bürgstadt 6 2 0 4 38 : 47 4 : 8  
7. (9.) TSG Kleinostheim 5 1 1 3 31 : 41 3 : 7  
8. (6.) TV Poppenlauer 4 1 0 3 22 : 28 2 : 6  
9. (8.) TV Marktheidenfeld I 3 0 1 2 16 : 26 1 : 5  
10. (10.) DJK Niedersteinbach 3 0 0 3 14 : 27 0 : 6  

 

TSV Brendlorenzen – TSV Bad Königshofen III 8:8 (33:26 Sätze). Es war das erwartet packende Derby, das über drei Stunden ging und dessen Spannung im finalen Doppel gipfelte. Dieses gewann das Duo Josef Ort/Alexander Krebs im fünften Satz mit 11:7 gegen Heiko Menzel/Ingo Steube und sicherte dem TSV Bad Königshofen III das Unentschieden. Das sehr junge Gästeteam mit Josef Ort begann selbstbewusst und holte beide Doppel. Menzel/Steube sahen beim 1:3 gegen die nahe am Tisch spielenden Dreher/Schäfer schlecht aus, am anderen Tisch verloren Gapp/Haase gegen Ort/Krebs in fünf Sätzen. Im dritten Doppel besiegten Hüllmantel/Schulze problemlos Leicht/Itagaki.

In der ersten Einzelrunde gelang dem TSV zum ersten Mal die Führung. Heiko Menzel bezwang Josef Ort in vier Sätzen, Ingo Steube gewann ebenfalls mit 3:1 gegen Maximilian Dreher. Eine 2:1-Führung reichte Maximilian Gapp gegen Jakob Schäfer allerdings nicht. Der junge Spieler kam immer wieder mit seiner Vorhand durch und drehte das Spiel noch zu seinen Gunsten. Dominik Hüllmantel stand gegen Alexander Krebs auf verlorenem Posten (0:3). Das hintere Paarkreuz lieferte für Brendlorenzen. Bastian Schulze ließ gegen die neunjährige Koharu Itagaki ebenso wenig anbrennen wie Konrad Haase gegen Gabriel Leicht. Zwei klare 3:0-Erfolge brachten Brendlorenzen eine 5:4-Führung ein.

Im vorderen Paarkreuz tat sich Heiko Menzel gegen Maximilian Dreher schwer und verlor mit 1:3, wohingegen Ingo Steube in drei knappen Sätzen Ort bezwang. Maximilian Gapp und Dominik Hüllmantel fanden keinen Zugriff auf ihr Spiel und verloren ihre Einzel mit 0:3 bzw. 1:3. Nach zwei weiteren deutlichen Erfolgen im hinteren Paarkreuz kam es zum Schlussdoppel, in dem Heiko Menzel und Ingo Steube vor allem im vierten Satz die Nerven flatterten. Aus einer 8:6-Führung wurde ein 9:11 und auch der fünfte Satz ging an die Gäste. So stand am Ende ein nicht unverdientes Unentschieden, das sich allerdings für die Hausherren eher wie eine Niederlage und für die Gäste wie ein Sieg anfühlen musste.

Punkte für Brendlorenzen: Dominik Hüllmantel/Bastian Schulze 1, Heiko Menzel 1, Ingo Steube 2, Bastian Schulze 2, Konrad Haase 2. Punkte für Bad Königshofen III: Josef Ort/Alexander Krebs 2, Maximilian Dreher/Jakob Schäfer 1, Maximilian Dreher 1, Jakob Schäfer 2, Alexander Krebs 2.

TSV Brendlorenzen – DJK Niedernberg 9:2 (29:15). Im Abendspiel trat die bis dahin verlustpunktfreie DJK Niedernberg in Brendlorenzen an. Menzel/Steube hatten mit Schnabel/Hartig keine Probleme, Gapp/Haase holten mit einer tollen Leistung einen wichtigen Punkt gegen Zang/Pieper. Im Dreierdoppel zeigte sich die Fairness, die diesem Sport häufig zugeschrieben wird. Beim Stand von 10:9 für Hüllmantel/Schulze im entscheidenden fünften Satz reklamierten die Gäste einen Ball, der eigentlich die Kante berührt und somit das Spiel entschieden hatte. Als auch der Schiedsrichter das so gesehen hatte, entstand eine kurze Diskussion, in der Dominik Hüllmantel eine Wiederholung des Balls vorschlug. Eine Wiederholung, die es im Tischtennis in so einem Fall eigentlich nicht gibt, aber in ganz vielen Ligen noch praktiziert wird. Am Ende rächte sich dieses Entgegenkommen, die Gäste glichen aus und holten sich mit 13:11 den Satz und somit das Spiel.

Im vorderen Paarkreuz kamen anschließend zwei wichtige Punkte: Heiko Menzel hielt Pieper in Schach, Ingo Steube zeigte gegen den Materialspieler Zang seine ganze Klasse und bewies, warum er auch derzeit mit der beste Spieler im vorderen Paarkreuz in dieser Liga ist. Klug und überlegt und mit ständigen Schnittvariationen spielte Steube seinen Gegenüber immer wieder an und zwang diesen auch somit zu leichten Fehlern.

In der Mitte lief es dieses Mal besser für den TSV: Maximilian Gapp gelang gegen Diel ein 3:1-Erfolg und Dominik Hüllmantel zeigte Schnabel mit 3:0 dessen Grenzen auf. Im hinteren Paarkreuz war Spannung angesagt. Weniger bei Bastian Schulze, der Hartig sicher mit 3:0 bezwang, als vielmehr bei Konrad Haase, der sich mit 3:2 durchsetzte. Immer wieder suchte sich Haase die richtigen Bälle für seine Topspins aus und legte in den entscheidenden Situationen auch gekonnt ab. Eine taktisch sehr gute Leistung, die nicht nur seine Trainerin Andrea Voigt anschließend dem jungen Haase attestierte. Ingo Steube machte schließlich gegen Pieper den Sack zu, nachdem Heiko Menzel gegen den Noppenspieler Zang keine Mittel fand. (rus)

Punkte für Brendlorenzen: Heiko Menzel/Ingo Steube 1, Maximilian Gapp/Konrad Haase 1, Heiko Menzel 1, Ingo Steube 2, Maximilian Gapp 1, Dominik Hüllmantel 1, Bastian Schulze 1, Konrad Haase 1.

Jakob Schäfer vom TSV Bad Königshofen III, hier beim Aufschlag, krönte seinen überzeugenden Auftritt in Brendlorenzen mit dem Gewinn beider Einzel und dem Doppel mit Maximilian Dreher.
Jakob Schäfer vom TSV Bad Königshofen III, hier beim Aufschlag, krönte seinen überzeugenden Auftritt in Brendlorenzen mit dem Gewinn beider Einzel und dem Doppel mit Maximilian Dreher. Foto: Anand Anders

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