SCHACH: BUNDESLIGA

Anastasia Savina beweist Nervenstärke

Absolute Nervenstärke bewies Anastasia Savina (links) beim Match gegen Rodewisch, ihr Sieg für den SC Bad Königshofen war entscheidend für den 3:3-Endstand. Foto: Regina Vossenkaul

Schach

Bundesliga Frauen

 

OSG Baden-Baden – SF Deizisau 5,5 : 0,5  
Karlsruher SF – SK Schwäbisch Hall 1,5 : 4,5  
SV Hofheim – SV Weißblau Allianz Leipzig 4,0 : 2,0  
Bad Königshofen – Rodewischer Schachmiezen 3,0 : 3,0  
Hamburger SK – SK Lehrte 4,0 : 2,0  
TuRa Harksheide – SV Medizin Erfurt 5,0 : 1,0  
SK Schwäbisch Hall – OSG Baden-Baden 2,5 : 3,5  
SF Deizisau – Karlsruher SF 4,0 : 2,0  
Rodewischer Schachmiezen – SV Hofheim 4,0 : 2,0  
Weißblau Allianz Leipzig – SC Bad Königshofen 0,5 : 5,5  
SV Medizin Erfurt – Hamburger SK 3,0 : 3,0  
SK Lehrte – TuRa Harksheide 4,5 : 1,5  

 

 

1. (1.) OSG Baden-Baden 2 2 0 0 9,0 4  
2. (6.) SC Bad Königshofen 2 1 1 0 8,5 3  
3. (4.) Hamburger SK 2 1 1 0 7,0 3  
3. (6.) Rodewischer Schachmiezen 2 1 1 0 7,0 3  
5. (3.) SK Schwäbisch Hall 2 1 0 1 7,0 2  
6. (8.) SK Lehrte 2 1 0 1 6,5 2  
6. (2.) TuRa Harksheide 2 1 0 1 6,5 2  
8. (4.) SV Hofheim 2 1 0 1 6,0 2  
9. (12.) SF Deizisau 2 1 0 1 4,5 2  
10. (11.) SV Medizin Erfurt 2 0 1 1 4,0 1  
11. (10.) Karlsruher SF 2 0 0 2 3,5 0  
12. (8.) SV Weißblau Allianz Leipzig 2 0 0 2 2,5 0  

 

Der Meisterpokal, den die Frauenmannschaft des SC Bad Königshofen am Ende der letzten Saison der Frauenbundesliga mit nach Hause nehmen konnte, motiviert zu Höchstleistungen – nicht nur die eigenen Spielerinnen, sondern auch die der gegnerischen Mannschaften. Mit einem starken Auftakt in die neue Saison gegen die Rodewischer Schachmiezen rechneten die Bad Königshöfer und genauso kam es auch.

Familienanschluss in Kleinbardorf

Angereist waren alle eingeteilten Spielerinnen bereits am Donnerstag, bis auf Olga Girya, die erst später eintraf. Ein ausgiebiger Brunch, Fernsehaufnahmen, Vorbereitungen auf die kommenden Spiele und ein Ausflug zur Kletterhalle in Schweinfurt standen am Freitag auf dem Programm. Der Teamgeist sollte gefestigt und die Neue, Olga Babij, kennengelernt werden. Neuzugang in der letzten Saison, Polina Shuvalova, erlebte ebenfalls zum ersten Mal ein Heimspiel und das übliche Übernachten im Hause Müller mit Familienanschluss in Kleinbardorf. Am Abend war bei einem Besuch der Spielbank in Bad Kissingen noch einmal Entspannung angesagt.

Am Samstag traf der SC Bad Königshofen auf die Rodewischer Schachmiezen im Großen Kursaal – dem schönsten Turniersaal der Frauenbundesliga, wie Vereinsvorsitzender Jürgen Müller und Teamcoach Maximilian Müller meinen. Fünfeinhalb Stunden vergingen, bis auch die letzte Partie beendet war. Es entwickelten sich spannende Duelle auf Augenhöhe, wobei sich zeitweise die Waagschale Richtung Rodewisch neigte. Olga Girya, am ersten Brett im letzten Jahr noch Siegerin im Match gegen Anastasia Bodnaruk, hatte diesmal keinen Erfolg und so hieß es 1:0 für Rodewisch. Dina Belenkaya und Alexandra Obolentseva beendeten ihre Partien gegen die nominell leicht überlegenen Gegnerinnen mit Remis.

Savina bringt einen Bauern durch

Polina Shuvalova ließ durch ihren Sieg gegen Joanna Majdan wieder Hoffnung auf einen Mannschaftssieg aufkommen, aber Maria Schöne konnte ihr schwieriges Endspiel nicht erfolgreich durchbringen und so ging Rodewisch mit 3:2 in Führung. Niederlage oder Remis, das lag nun in der Hand von Anastasia Savina, die tapfer gegen die Taktik von Melanie Ohme ankämpfte. Nach viereinhalb Stunden stand Savina mit zwei Türmen gegen Läufer und Turm, hatte aber einen Bauern weniger. Beide Spielerinnen verfügten nur noch über ihre Zusatzzeit von 30 Sekunden pro Zug. Es sollte noch über eine Stunde dauern, bis Savina einen Bauern zur Damenumwandlung durchbrachte – uneinholbar für Ohmes König. Endstand: 3:3.

MdB Rottmann gratuliert

Welche Nervenstärke Anastasia Savina einmal mehr bewies, davon überzeugte sich auch die Bundestagsabgeordnete (MdB) Manuela Rottmann, die die letzte Stunde live am Brett miterlebte. Sie gratulierte noch einmal dem deutschen Meister 2019 persönlich und wünschte weiterhin viel Erfolg. Der Abend wurde bei einem Essen im Hause Müller bei selbstgemachter Pizza gemeinsam mit den befreundeten Schachmiezen abgeschlossen.

Babij gelingt ihre erster SC-Sieg

Zweiter Gegner des Spielwochenendes war am Sonntagmorgen SV Weißblau Allianz Leipzig. Gegen den Aufsteiger gelang ein ungefährdeter Sieg mit Endstand 5,5:0,5. Dina Belenkaya pausierte, dafür rückte Alexandra Obolentseva ans vierte Brett und Neuzugang Olga Babij saß an Brett fünf. Die Ukrainerin bestritt die längste Partie des Tages mit fünf Stunden und 40 Minuten, ein hochkompliziertes Damenendspiel. Sie wollte natürlich die erste Partie für ihr neues Team unbedingt gewinnen, was am Ende auch gelang. Olga Girya kämpfte am Spitzenbrett gegen Karina Szczepkowska, am Ende konnte keine der beiden einen entscheidenden Vorteil verzeichnen und einigten sich auf Remis.

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