FUßBALL: BEZIRKSLIGA OST

Es bleibt die Enttäuschung

Unter Beobachtung: Der Strahlunger Markus Neder (rechts) führt den Ball, alle anderen (von links Sebastian Schneider, der Münnerstädter Lukas Schmittzeh und Schiedsrichter Frank Staudinger) sehen zu.
Unter Beobachtung: Der Strahlunger Markus Neder (rechts) führt den Ball, alle anderen (von links Sebastian Schneider, der Münnerstädter Lukas Schmittzeh und Schiedsrichter Frank Staudinger) sehen zu. Foto: Anand Anders

Der Schwung des FC Strahlungen ist endgültig dahin. Die Mannschaft von Thorsten Seufert, die als Aufsteiger so formidabel in die Saison gestartet war und noch vor zwei Wochen zwischenzeitlich virtueller Tabellenführer der Bezirksliga Ost war, kassierte vor 330 Zuschauern im Derby gegen den TSV Münnerstadt ihre dritte Niederlage in Serie. „Wir müssen das jetzt erst einmal sacken lassen und mit der Enttäuschung zurechtkommen“, sagte Seufert, dessen Elf am nächsten Wochenende spielfrei ist. „Die Mannschaft ist trotzdem auf einem guten Weg. Wenn wir so weiter spielen, dann werden wir unsere Punkte holen. Davon bin ich überzeugt“, ergänzte er.

In den ersten 45 Minuten war das Spiel stark taktisch geprägt und bot kaum Höhepunkte. Die Strahlunger waren nach neun Gegentreffer in den letzten beiden Partien um Stabilität in der Abwehr bemüht. Bei Münnerstädter Ballbesitz ergänzten die Mittelfeldspieler Benedikt Bötsch und Florian Knüttel die Abwehrreihe, aus der 3-4-3-Formation wurde ein 5-4-1, in dem sich der TSV oft verhedderte. Mit seinen vornehmlich von Bötsch oder Sebastian Schneider servierten langen Bällen kam der FC derweil kaum durch, so dass Torchancen Mangelware blieben.

Für Strahlungen verpasste Tim Krais eine Bötsch-Eingabe und die Führung (14.), für Münnerstadt schoss Niklas Markart aus 17 Metern knapp vorbei (40.). Das war's. „Wir waren nicht aggressiv, haben ungenaue Bälle gespielt. Das war nicht gut“, kritisierte TSV-Trainer Thomas Dietz.

Vorteil für Münnerstadt

Er registrierte nach dem Wiederanpfiff eine ganz andere Körpersprache bei seinen Mannen und sah „den entscheidenden Doppelschlag“ in der 48. und 53. Minute. Dem 0:1 ging ein Foul von Lukas Hein an Fabian May voraus, Schiedsrichter Frank Staudinger ließ den Vorteil laufen und TSV-Kapitän Simon Snaschel setzte den Ball überlegt ins lange Eck. „Man sollte den Vorteil ja immer laufen lassen“, wollte Seufert Staudinger in dieser Szene keinen Vorwurf machen. Er hätte sich freilich gewünscht, dass bei einer ähnlichen Situation im ersten Durchgang – Benedikt Bötsch wäre frei durch gewesen – der Schiedsrichter die Regel genauso ausgelegt hätte. Fein herausgespielt war das 0:2 über Markart, May und Julian Göller, der im Abschluss allerdings etwas Glück hatte.

„Der schießt sich mit dem rechten Fuß ans linke Knie, von dort geht der Ball rein“, seufzte der FC-Trainer, entließ seine Hintermannschaft aber nicht aus der Verantwortung, „wir sind zweimal schlecht gestanden und eiskalt bestraft worden.“ Sein Gegenüber Thomas Dietz sah im Spielzug die Trainingsarbeit der letzten Wochen umgesetzt und bezeichnete ihn „als die schönste Aktion im Spiel.“

Weniger schön fand er, dass seine Elf hernach die ein oder andere gute Kontergelegenheit ausließ und in der Endphase stark unter Druck geriet. Insbesondere nachdem FC-Abteilungsleiter Jürgen Hein eine Schneider-Eingabe mit dem Kopf über die Linie drückte (71.). Mit Hein und Christoph Kriener wechselte Seufert seine längsten Akteure ein und beorderte sie ins Sturmzentrum. Damit war die Art und Weise vorgegeben, wie Strahlungen zum Ausgleich kommen wollte. Tatsächlich hätte sie bei einem Kopfball von Marco Nöth (77.) fast den gewünschten Erfolg gebracht. „Die Mannschaft hat alles gegeben, hat alles reingelegt und hätte einen Punkt verdient gehabt“, sagte Thorsten Seufert. Thomas Dietz sprach von einem „verdienten Sieg für uns.“

Statistik zum Spiel

Bezirksliga Ost

FC Strahlungen –

TSV Münnerstadt 1:2 (0:0)

Strahlungen: Bömmel – F. Beck (80. Kriener), Nöth, L. Hein – Knüttel (59. S. Hein), Neder, Keßler, Bötsch (66. J. Hein) – Schneider, D. Beck, Krais.

Münnerstadt: Büttner – Müller, Weber, Köhler, Mangold – May (84. Katzenberger), L. Schmittzeh (90. J. Markert), Halupczok, N. Markart – Göller (86. J. Schmittzeh), Snaschel.

Tore: 0:1 Simon Snaschel (48.), 0:2 Julian Göller (53.), 1:2 Jürgen Hein (71.).

Schiedsrichter: Staudinger (Straßbessenbach).

Zuschauer: 330.

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