TISCHTENNIS: BUNDESLIGA

Bad Königshofen: TSV-Quartett ist wieder vereint

Tischtennis

Bundesliga TTC Schwalbe Bergneustadt – TSV Bad Königshofen (Freitag, 19 Uhr, Burstenhalle)

Erneut zu zwei Spielen muss der TSV Bad Königshofen an diesem Wochenende antreten: Am Freitag beim TTC Schwalbe Bergneustadt und am Sonntag im drittletzten Heimspiel der Saison gegen den Double-Gewinner, den Deutschen Meister und Pokalsieger der vergangenen Saison TTF Liebherr Ochsenhausen. Vom Gastgeber wurde diese Partie als zweites, verpflichtendes Highlight-Spiel der Saison gemeldet, wobei den Zuschauern wieder besondere zusätzliche Highlights geboten werden.

Zweites Highlightspiel

Manager Andy Albert schmunzelt immer bei den Gesellschafterversammlungen der Tischtennis-Bundesliga (TTBL), wenn darüber debattiert wird, „weil bei uns eh jedes Heimspiel ein Highlight ist.“ Das Herausragende, Interessante und über ein Vierteljahr Vermisste beim TSV Bad Königshofen: Seit 15. September stehen mit dem aus einer Verletzung zurückgekehrten Kilian Ort, mit dem aus Japan von einer WM-Quali zurückgekehrten Mizuki Oikawa sowie mit Bastian Steger und Filip Zeljko wieder einmal alle vier per Lizenz gemeldeten Spieler zur Verfügung.

Klassenerhalt fix

Dass der TSV bereits vor diesem Wochenende, sowohl theoretisch als auch praktisch, den Klassenerhalt für die nächste Saison gesichert hat, nimmt etwas Druck vom Kessel. „Es hätte schlimmer kommen können“, zeigte sich selbst Bastian Steger erleichtert, „dass wir uns bei gleich zwei Ausfällen so durch gekämpft haben.“ Bleibt jetzt nur noch die Frage, in welcher Verfassung sich das voraussichtliche Trio befindet, dem in dieser Formation wesentlich mehr als der derzeitige achte Platz zuzutrauen gewesen wäre – eine ähnliche Rolle, wie sie Bergneustadt spielt. In Normalform aller Drei können sie viele Gegner in der TTBL schlagen, in Topform die meisten.

Lebensversicherung Steger

Allerdings: Ohne Steger stünde man in dieser Saison vor einem Abgrund. Doch selbst an ihm hat der Dauerdruck genagt, dass von ihm in dieser Phase stets Punkte zwingend erwartet wurden. Die Bedingung für einen Sieg begann immer mit „Wenn Steger ...“ Dass er zwei Spiele hintereinander kein Einzel gewinnt, wie zuletzt vor Weihnachten, kam nicht oft in seiner Karriere vor. An denselben Spieltagen gewann Bergneustadt in Bremen und gegen Grünwettersbach und steht Gewehr bei Fuß, wenn einer der Top-Vier schwächelt.

Viele offene Fragen

Die nächsten Fragen: Findet Steger zur Normalform zurück? In welcher Verfassung kommt Mizuki Oikawa aus Japan zurück? Wie weit ist Kilian Ort beim dritten Einsatz seit seinem Comeback? Seine Vorstellung gegen Apolonia in Neu-Ulm war vielversprechend. „Ich fühle mich gut“, beantwortete er in Düsseldorf Fragen aus der Heimat. „Ich habe nach den Feiertagen bis jetzt überwiegend im Grundlagenbereich mit langen Ballwechseln gearbeitet, weniger an Aufschlag-Rückschlag. Und nur eine Einheit pro Tag, um einer Verletzung vorzubeugen.“ Einen nicht zu unterschätzenden Vorteil sieht Ort auf Seiten der Bergneustädter: „Ihr Trainer Yang Lei ist auch Honorartrainer beim DTTB in Düsseldorf und für Basti und mich zuständig. Mizuki sieht er jeden Tag, so lange er will.“ Und von der Besetzung her: „Sie haben mit dem Rechts-Links-Händer-Doppel Robles/Drinkhall, Robles ist da schließlich amtierender Vizeweltmeister, das beste der Liga. Sie wissen, dass sie nur zwei Einzel gewinnen müssen und dafür sorgt, wenn er gut drauf ist, Benedikt Duda allein.“

Bergneustadt will Revanche

Das Hinspiel gegen Bergneustadt haben die Königshöfer durch zwei Steger-Punkte gegen Drinkhall und Robles sowie den Sieg von Oikawa gegen Duda mit 3:1 gewonnen: Diese Niederlage hat die Schwalben auf ihrem Anflug zur erneuten Play-Off-Teilnahme (nach der ersten im Vorjahr) empfindlich geschmerzt. Mit erheblichen Revanchegelüsten des Tabellenfünften aus dem Oberbergischen Landkreis zwischen Köln und Dortmund ist daher zu rechnen. Mit Nationalspieler Duda (Bilanz 24:8) haben sie einen der erfolgreichsten Spieler der Liga in ihren Reihen. Er ist auf dem besten Weg, Nummer 4 im DTTB-Team bei Olympia 2020 zu sein und steht momentan in der Weltrangliste (WR) an Position 48., An Position 66 steht der Engländer Paul Drinkhall. Er hat sich bisher überwiegend gegen asiatische Gegner wie Shang Kun oder An JaeHyeon profiliert, aber gegen Steger verloren. Selbst der dritte und vierte Spieler der Gastgeber stehen in der Weltrangliste vor dem besten Königshöfer (Oikawa, 91): Alvarao Robles (72.) und Alberto Mino Puga (73.). Alle vier können auf eine positive Einzel-Bilanz verweisen. (rd)

Rückblick

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  8. Highlight-Spiel gegen den Meister
  9. Bad Königshofen: TSV-Quartett ist wieder vereint
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  11. Steger vergibt drei Matchbälle
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