FUßBALL: REGIONALLIGA BAYERN

Aubstadt hat noch eine Rechnung offen

Michael Dellinger (vorne) und der TSV Aubstadt wollen doppelte Wiedergutmachung: Für die Hinspiel-Niederlage in Schalding und jene vor einer Woche in Heimstetten. Foto: Rudi Dümpert

Fußball

Regionalliga Bayern TSV Aubstadt – SV Schalding-Heining (Samstag, 14 Uhr, Schulstadion)

Über ein Spiel der Vorrunde wird beim TSV Aubstadt besonders viel nachgekartet und von einer offenen Rechnung gesprochen. Es war das zweite Auswärtsspiel und gleich eines der am weitesten entfernten in Passau. Schalding und Heining sind zwei Stadtteile der Drei-Flüsse-Stadt in Niederbayern. Dort gab es die höchste der fünf Niederlagen der bisherigen Saison. Mit einem krachenden 0:4 wurden die Aubstädter an einem Dienstagabend wieder ins Grabfeld zurückgeschickt. Auch deshalb, weil die lange Anreise mit Staus und verspäteter Ankunft Neuland-Bedingungen für den Aufsteiger waren, woraus man in der Folge seine Konsequenzen zog. Niederlagen gab es danach in der Vorrunde nur noch in Buchbach und gegen München.

Aubstadts stolze Serie gerissen

Am vergangenen Samstag riss dann eine stolze Serie der Aubstädter mit vier Siegen und zwei Unentschieden. Sie verloren beim SV Heimstetten ein Spiel, von dem sämtliche Hochrechnungen drei Punkte versprochen hatten, mit 1:3. „Völlig verdient“, wie es Trainer Josef Francic ganz realistisch und ohne Ressentiments feststellte. Womit seine Vorbereitung zur Wiedergutmachung bereits begonnen hatte. Allerdings muss er die selbe Parole wie vor einer Woche bringen. „Wenn wir nicht mit 100 Prozent Konzentration und Engagement, und das von der ersten Minute an, in ein Spiel gehen, haben wir gegen keine Mannschaft dieser Liga eine Chance.“ Dieses Postulat lässt sich aber auch umgedreht formulieren und war so auch bei den neun Siegen und fünf Unentschieden der Schlüssel zum Erfolg. Man muss dabei nur zwei Wörter verändern: „Wenn wir mit 100 Prozent Konzentration und Engagement, und das von der ersten Minute an, in ein Spiel gehen, haben wir gegen jede Mannschaft dieser Liga eine Chance.“

Mit einem Heimsieg an diesem Samstag wäre Francics noch auf dem Spielfeld in Heimstetten ausgegebene Forderung erfüllt: „Es muss jetzt schnell in die Köpfe rein, dass das ein Ausrutscher war, den wir schnell vergessen machen müssen.“ Die Voraussetzungen, was die Qualität des Gegners betrifft, sind vergleichbar mit Heimstetten. Schalding-Heining ist Vorletzter mit 16 Punkten, halb so vielen wie Aubstadt. Zusammen mit drei anderen Teams haben die Gäste die meisten Gegentore (45) der Liga bekommen. Seit dem 7. September (3:2 gegen Aschaffenburg) haben sie in neun Spielen drei Unentschieden geholt und sechs Mal verloren. In den letzten sechs Partien erzielten sie insgesamt nur zwei Tore. Das alles hört sich gefährlich leicht an und macht Francics Hinweise besonders dringlich.

Der Vorjahres-Vize VfB Eichstätt kam vergangenen Samstag nicht über ein 0:0 beim SV Schalding-Heining hinaus, der sich, ebenso wie Heimstetten, mit einem Sieg auf einen Nicht-Abstiegsplatz katapultieren könnte. Der auch über den Kampf ins Spiel kommt und mit Fabian Burmberger (Abwehr), Andreas Jünger (Mittelfeld, fünf Tore, alle 19 Spiele absolviert) und Markus Gallmaier (Stürmer, vier Tore) seine Achse mit maximal sechseinhalb Jahren Regionalliga-Erfahrung hat.

Doppelte Rehabilitation

„Sie spielen einen einfachen, sehr vertikalen Fußball“, erinnert sich Francic ans Hinspiel, „sehr kampfbetont nach hinten, sehr stark bei Standards und mit hoher Präsenz ihrer zwei Stoßsstürmer im Strafraum bei Flanken. Wir müssen mit konsequenter Abwehrarbeit und Geduld im Spiel nach vorne kommen, dann werden wir uns doppelt rehabilitieren: fürs Hinspiel und für Heimstetten. Ich bin mir sicher, dass die Jungs das schaffen.“ Allerdings: Die Niederlage in Heimstetten hat sich schon gegen Rain/Lech angedeutet und kam daher nicht von ungefähr. Diese Tendenz gilt es zu durchbrechen. Einen Rückstand müsse man verhindern, „es ist nämlich schwierig in dieser Liga zurückzukommen. Es sind noch drei Spiele bis zur Winterpause und in denen wollen wir noch einmal alles abrufen.“

Mack fehlt weiterhin

Die Mannschaft habe aus den Fehlern gelernt, sie wisse, was sie falsch gemacht hat und werde es besser machen. Fehlen wird Torhüter Christian Mack aus beruflichen Gründen, „wahrscheinlich bis zur Winterpause.“ Dessen Vertreter Nico Purtscher (18) nimmt er aus der Kritik heraus: „Es ist schwer für so einen jungen Kerl. Er war ja nicht schuld, dass wir die drei Kisten gekriegt haben und wird im Tor bleiben.“ Im Training habe Francic der Mannschaft angesehen, dass sie „auf Wiedergutmachung brennt. Es wird aber ein sehr schweres Spiel werden, bei dem wir unserem Körper wieder alles abverlangen müssen, vom Gegner und von den Bodenverhältnissen her.“

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