HANDBALL: 3. LIGA MITTE

HSC: Das Handicap ist zu groß

Handball

3. Liga Männer Mitte

SG Leutershausen – TV Kirchzell 29:22
TV Gelnhausen – HSG Dutenh./Münchholzh. II 28:29
Eintracht Baunatal – HG Oftersheim/Schwetzingen 32:21
Northeimer HC – SC DHfK Leipzig II 33:22
HSG Hanau – TV Großsachsen 27:28
HC Elbflorenz II – HSG Bieberau-Modau 32:18
SG Nußloch – HSC Bad Neustadt 29:24

1. (1.) TV Großwallstadt 17 13 1 3 498 : 412 27 : 7
2. (2.) SG Leutershausen 18 12 2 4 519 : 466 26 : 10
3. (3.) Rodgau Nieder-Roden 17 10 4 3 480 : 451 24 : 10
4. (5.) SG Nußloch 18 11 1 6 527 : 488 23 : 13
5. (7.) Dutenh./;Münchholzh. II 18 10 2 6 456 : 447 22 : 14
6. (4.) HSG Hanau 18 9 3 6 500 : 466 21 : 15
7. (6.) HSG Bieberau-Modau 18 10 0 8 486 : 464 20 : 16
8. (8.) SC DHfK Leipzig II 18 9 1 8 520 : 528 19 : 17
9. (10.) GSV Eintracht Baunatal 18 7 4 7 501 : 490 18 : 18
10. (9.) Oftersh./Schwetzingen 18 8 2 8 470 : 478 18 : 18
11. (11.) TV Großsachsen 18 7 3 8 489 : 502 17 : 19
12. (12.) TV Gelnhausen 18 6 2 10 508 : 536 14 : 22
13. (13.) HC Elbflorenz II 18 7 0 11 473 : 516 14 : 22
14. (14.) Northeimer HC 18 4 3 11 477 : 536 11 : 25
15. (15.) TV Kirchzell 18 3 3 12 417 : 475 9 : 27
16. (16.) HSC Bad Neustadt 18 1 1 16 449 : 515 3 : 33

SG Nußloch – HSC Bad Neustadt 29:24 (16:11). Es wäre auch zu schön gewesen, wäre der HSC Bad Neustadt mit einem Punktgewinn aus Nußloch zurückgekehrt. Doch aus dem Wunschdenken wurde nichts. Das lag zum einen an der eigenen personellen Situation, zum anderen verfügen die Hausherren aber auch über einen wesentlich größeren Kader, der den letzten Strohhalm im Kampf um den Aufstieg ergreifen wollte.

Die Partie lief in der gut gefüllten Olympiahalle zunächst in Sachen Torerfolg zäh an. Beide Abwehrreihen hatten die Angreifer gut im Griff, den Rest besorgten die Torhüter. Schon in der Anfangsphase mussten die beiden Trainer registrieren, dass die Kreativität im Kombinationsspiel wegen der verletzten Spielmacher Kevin Bitz und Krisztian Galli doch sehr zu wünschen ließ. Die Gastgeber gingen durch den auffälligen Nicolas Herrmann in Führung, doch Gary Hines brachte mit einem Doppelpack seine Farben in der siebten Minute in Führung. Den Ausgleichstreffer durch Herrmann beantwortete der angeschlagene Vilim Leskovec mit der neuerlichen Führung der Rotmilane, doch diese sollte die letzte der HSC'ler im Match sein. Denn ab diesem Zeitpunkt (12.) agierten die Nagel-Schützlinge konzentrierter und wendeten das Blatt zu einer Zwei-Tore-Führung.

Die Gäste kämpften sich allerdings in den nächsten Minuten durch tempohartes Pass-Spiel zurück, Maximilian Drude (2) und Max Bauer glichen zum 6:6 aus. Doch die Freude währte nicht lange. Dieser Vorsprung blieb in den nächsten Minuten stabil. Als David Ganshorn mit einem platzierten Wurf das 13:9 besorgte und im Gegenzug Benedikt Kleinhenz postwendend verkürzte, begannen turbulente letzte fünf Minuten im ersten Durchgang. Die bessere Übersicht und vor allem eine größere Kaltschnäuzigkeit bewies dabei Herrmann, der drei Tore in Folge erzielte. Für die Rotmilane durfte lediglich Hines bei einem verwandelten Siebenmeter jubeln.

Mit der schweren Hypothek eines Fünf-Tore-Rückstandes ging es für den Tabellenletzten in die Kabine. „Das Team hat sich, wie schon im gesamten Saisonverlauf, aber vom Halbzeitstand nicht beunruhigt gezeigt,“, sagte HSC-Trainer Frank Ihl. Doch auch die SGl'er kehrten motiviert zurück und waren sichtlich an einer raschen Vorentscheidung interessiert. Diese gelang, denn nur wenige Minuten nach Wiederbeginn bauten die Hausherren den Vorsprung entscheidend auf 19:12 aus. „Zwischen der 31. und 45. Minute lief es bei uns im Angriff nicht rund“, ärgerte sich der HSC-Coach. „Da sind uns zu viele einfache Fehler unterlauzfen, die den Gegner zu Treffern einluden.“ Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff verkürzten zwar Jure Fistonic und Hines noch einmal zum 22:17, doch näher kamen die Rotmilane nicht heran. Dass Herrmann während einer Zeitstrafe für Franziskus Gerr bei einem Siebenmeter an Felix Schmidl scheiterte, tat den Württembergern nicht mehr weh. Ganshorn und Trost erstickten die beim mitgereisten HSC-Anhang aufkeimende Hoffnung auf einen Überraschungscoup im Keim.

„Letztlich war der Sieg der Nußlocher, der für mich aufgrund der Personalmisere, verbunden mit der Tatsache, dass ich angeschlagene Spieler einsetzen musste, nicht unerwartet kam, verdient“, räumte Ihl ein. Für diesen sind nun die nächsten drei Spiele für den Klassenerhalt entscheidend. „Wenn wir noch etwas reißen wollen, müssen da sechs Punkte her“. (ba)

Nußloch: M. Bitz, Lieb, Mangold – Trost 7, Schmiedt 2, Fritsch 1, Buse, Strüwing 1, Geppert 4, Surblys, Wichmann, Klimovets 2, Schmitt, Herrmann 7/2, Ganshorn 5, Petroczi.

Bad Neustadt: Weber, Schmidl (ein Siebenmeter) – Kleinhenz 1, Fraggis, Fistonic 1, Hines 4/1, Bieger, Trautvetter, Drude 6, Kalliske, Gerr, Leskovec 4, Bauer 8/2.

Siebenmeter: 3/2 – 4/3.

Zeitstrafen: 2 – 4 Minuten.

Zuschauer: 350.

Schiedsrichter: Becker/Nickel (Pfungstadt).

Spielfilm: 1:1 (5.), 2:2 (10.), 6:4 (15.), 9:6 (20.), 12:9 (25.), 16:11 (30.), 19:13 (35.), 20:14 (40.), 22:17 (45.), 25:19 (50.), 25:21 (55.), 29:24.

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