FUßBALL: TOTO-POKAL

Chance zur Wiedergutmachung für Großbardorf

Nach zuletzt vier Ligaspielen ohne Sieg ist die Stimmung bei Trainer André Betz (im Bild) und dem TSV Großbardorf vor dem Pokalspiel gegen den FC Schweinfurt 05 gedämpft. Foto: Anand Anders

Fußball

Toto-Pokal, 2. Runde auf Verbandsebene TSV Großbardorf – FC Schweinfurt 05 (Dienstag, 18 Uhr, Bioenergie-Arena)

Ein Highlight jagt das nächste bei den Fußballern des Nord-Bayernligisten TSV Großbardorf: Nach dem Unterfrankenderby, das der TSV nach schwacher Leistung gegen den Würzburger FV mit 0:2 verlor, gastiert nun in der 2. Hauptrunde des Toto-Pokals der Regionalligist FC Schweinfurt 05 in der Bardorfer Bioenergie-Arena.

Betz: „Letzter Wille hat gefehlt“

„Von der Laune her darf ich nichts mehr über das Derby gegen den WFV sagen, denn ich bin immer noch tief enttäuscht. Mir hat der letzte Wille bei meiner Mannschaft gefehlt. Das ist aber menschlich, wenn man im dritten Punktspiel hintereinander mit zwei Toren in Rückstand gerät. Wir wollten aber unbedingt wieder einmal in Führung gehen. Auch unser Spiel mit dem Ball war am Freitag nicht gut“, erinnert sich Großbardorfs Cheftrainer André Betz noch einige Tage danach mit Grausen an die Vorstellung seiner Mannen gegen Würzburg: „Dieses Spiel tut immer noch enorm weh.“

Schweinfurt hat sich gefunden

Die Schweinfurter, die derzeit auf dem zweiten Platz in der Regionalliga Bayern rangieren, sind freilich noch ein anderes Kaliber als der WFV. „Sie haben sich inzwischen gefunden und sind nicht mehr mit der Mannschaft zu vergleichen, die wir nach nur einer Woche Vorbereitung Mitte Juni noch geschlagen haben. Sie sind sicher voll im Soll und zeigen deutlich ihre vorhandene Klasse“, sagt Betz. Diese Klasse muss das Team von Timo Wenzel auch in jedem Spiel beweisen, will man doch bekanntlich in dieser Saison den Aufstieg in die 3. Liga schaffen.

Ein Versprechen und eine Floskel

Aber kampflos werden die Grabfeld-Gallier die Gäste nicht ins Achtelfinale einziehen lassen. Davon ist ihr Trainer trotz der letzten Enttäuschung überzeugt: „Wir wollen es den Schweinfurtern so schwer wie möglich machen. Wir werden voll dagegen halten. Die Zuschauer werden von der Einstellung her auch eine andere Bardorfer Mannschaft als im Derby zu Gesicht bekommen“, verspricht Betz. „Jeder meiner Jungs ist auf Wiedergutmachung aus und wird alles raushauen.“ Dann bemüht der Coach der Grabfelder eine bekannte Floskel: „Im Pokal ist alles möglich. Da können auch die Kleinen die Großen immer mal wieder ärgern oder sogar schlagen.“

Bardorf lauert auf Fehler der 05er

Klar ist natürlich auch für Betz, dass die Gäste als großer Favorit ins Spiel gehen werden. Aber für ihn steht auch fest, dass sie für ihr Weiterkommen einiges tun müssen. „Das werden wir ihnen auf keinen Fall schenken. Wenn sie einen Fehler machen, sollten wir bereit sein, den auszunutzen und eigene Aktionen zu starten. Ich habe Vertrauen in meine Jungs. Wenn jeder sein eigenes individuelles Leistungspotenzial abruft und das Team als Einheit agiert, ist vielleicht etwas für uns drin. Wir wollen uns auf jeden Fall teuer verkaufen und dem Gegner alles abverlangen.“ Bei diesem Vorhaben muss Betz auf Xaver Müller verzichten, der sich im Urlaub befindet.

Jabiri bei Schweinfurt fraglich

FC-05-Trainer Timo Wenzel weiß, dass Gegner wie die Großbardorfer mehr als nur unangenehm sein können. Wie zuletzt der SV Schalding-Heining, der den Schweinfurtern bei ihrem 2:1 in Niederbayern alles abverlangte. „Da haben wir nun doch einige Körner gelassen.“ So stehen hinter dem Einsatz von Marco Fritscher, der mit Adduktoren-Problemen kämpft und dem des Ex-Großbardorfers Adam Jabiri (Kniebeschwerden) noch Fragezeichen.

Wenzel: „Qualität muss stimmen“

„Großbardorf steht zu Hause vor einem Pokal-Fight, den wir annehmen müssen. Der TSV kann kontern, lauert auf seine Chancen. Somit haben wir nur am Samstag regeneriert und bereiten uns seit Sonntag auf dieses Match vor. Wir müssen die Favoritenrolle annehmen und zeigen, dass wir es verdient haben, weiterzukommen.“ Hinsichtlich seiner taktischen Ausrichtung lässt sich der 41-jährige Wenzel nicht in die Karten schauen. „Es kann sein, dass wir das System ändern. Da in Großbardorf aber in jeden Fall die Qualität auf dem Rasen stimmen muss, werde ich wohl nicht so viele Spieler einsetzen, die zuletzt nicht gespielt haben.“ (gmad, dog)

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