FUßBALL: TOTO-POKAL

Toto-Pokal: Großbardorfs Hoffnung währt nur kurz

Den Spielern des TSV Großbardorf (links Markus Kirchner, rechts Stefan Piecha) blieb im Toto-Pokal-Spiel gegen den FC Schweinfurt 05 (Mitte Aaron Frimpong Manu) oft nur das Nachsehen.
Den Spielern des TSV Großbardorf (links Markus Kirchner, rechts Stefan Piecha) blieb im Toto-Pokal-Spiel gegen den FC Schweinfurt 05 (Mitte Aaron Frimpong Manu) oft nur das Nachsehen. Foto: Anand Anders

Regionalligist FC Schweinfurt 05 ist mit einem locker herausgespielten 5:3-(3:1)-Erfolg beim Nord-Bayernligisten TSV Großbardorf ins Achtelfinale des bayerischen Toto-Pokals eingezogen.

Vor ziemlich genau zwei Monaten, die Vorbereitung auf die neue Saison hatte gerade begonnen, hatten die Großbardorfer die Schweinfurter noch mit 3:2 bezwungen. An eine Wiederholung jenes Achtungserfolgs war am Dienstagabend in der Bioenergie-Arena nicht zu denken. Was vornehmlich am FC 05 lag, bei dem der Ball diesmal viel besser und sicherer durch die Reihen lief. In der ersten Halbzeit lag der Ballbesitzanteil der Wenzel-Elf bei gefühlt 80 Prozent, die Grabfeld-Gallier konnten zumeist nur reagieren.

Acht Neue in der FC-05-Startelf

Dabei legte die Mannschaft von André Betz, die in der Liga seit vier Partien auf einen Sieg wartet, forsch und mutig los. Schweinfurts Torwart Jan Reichert musste bei einer Eingabe von Stefan Piecha früh das erste Mal zupacken. Reichert war einer von acht Neuen, die Schweinfurts Trainer Timo Wenzel im Vergleich zum 2:1-Erfolg am Freitag in Schalding-Heining von Beginn an ins Rennen schickte. Sein Gegenüber Betz hatte seine Startelf nach dem 0:2 gegen den Würzburger FV auf drei Positionen umgebaut.

0:2 nach einer Viertelstunde

Nach Großbardorfs erstem Vorstoß fackelte der Favorit aus Schweinfurt nicht lange. Gianluca Do Scrudato drückte den Ball nach einem Pfostentreffer von Stefan Maderer über die Linie (8.), Mohamad Awata legte im Anschluss an eine Ecke das 2:0 für den Regionalligisten nach (12.). Awata hatte kurz drauf den nächsten Treffer auf dem Fuß, scheiterte aber am früheren Nullfünfer Julian Schneider im Großbardorfer Tor.

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Großbardorf - Schweinfurt

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Statt 0:3 hieß es nach 32 Minuten 1:2. Simon Snaschel, ebenfalls einst in Schweinfurter Diensten, schloss aus der Drehung ab, den von Reichert zunächst abgewehrten Ball beförderte Stefan Piecha ins Netz. Die Hoffnung, das Spiel wenden zu können, währte freilich nur etwas über zehn Minuten. Dann veredelte Aaron Frimpong Manu eine Flanke von Benedict Laverty mit einem gekonnten Kopfball ins lange Eck zum 3:1 für Schweinfurt. „Gehen wir mit 1:2 in die Pause, ist noch alles drin“, missfiel André Betz vor allem der Zeitpunkt dieses Treffers.

Es kommt noch dicker für Bardorf

Bald nach dem Wechsel machten die Schnüdel alles klar. War Lo Scrudato noch am Pfosten gescheitert (48.), bestrafte Laverty einen Ballverlust des TSV mit dem 1:4 (55.). Es kam noch dicker für Großbardorf: Florian Pieper jagte einen Freistoß an der Abwehrmauer vorbei ins Tor, es hieß 5:1 für Schweinfurt (59.). Allerdings nur drei Minuten lang, dann knallte Christoph Rützel den Ball aus 18 Metern zum 2:5 ins lange Eck. „Bis dahin war ich zufrieden“, äußerte 05-Trainer Timo Wenzel, der nun allerdings sah, dass seine Mannen die Zügel zu sehr schleifen ließen. So konnte die Heimelf das Ergebnis sogar noch ein wenig freundlicher gestalten, als Marcel Hölderle nach einem Rieß-Freistoß richtig stand und auf 3:5 verkürzte (75.).

Die Großbardorfer bekamen nun die zweite Luft und schnupperten zweimal am 4:5. Es blieb aus, Trainer André Betz gefiel trotzdem, dass seine Elf „in den letzten 20 Minuten, die wir bestimmt haben, eine gute Moral gezeigt“ habe.

Die Statistik des Spiels

Fußball: Toto-Pokal, 2. Hauptrunde

TSV Großbardorf –

FC Schweinfurt 05 3:5 (1:3)

Großbardorf: Schneider – Rieß, Reitstetter, Hölderle, Heusinger – Rützel, Piecha – Reith (74. Poznic), Dinkel (67. Zehe), Kirchner – Snaschel (67. Fleischer).

Schweinfurt: Reichert – Billick, Kleineheismann, Köppel, Laverty – Korb (63. Korb), Fery – Lo Scrudato, Manu (50. Pieper) – Awata, Maderer.

Schiedsrichter: Dietz (Kronach).

Zuschauer: 816.

Tore: 0:1 Lo Scrudato (8.), 0:2 Awata (12.), 1:2 Piecha (32.), 1:3 Manu (43.), 1:4 Laverty (55.), 1:5 Pieper (59.), 2:5 Rützel (63.), 3:5 Hölderle (75.).

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