Tischtennis: Deutsche U 18 Meisterschaft

Bayerische Festspiele mit Kilian Ort

Deutscher Meister: Ein gut aufgelegter und konzentrierter Kilian Ort belegte bei den deutschen Tischtennis-Meisterschaften an der Seite von Marius Zaus den 1. Platz im Jungen-Doppel. Foto: Anand Anders

Bei den 66. deutschen Tischtennis-Meisterschaften der U 18-Jugend im oberbayerischen Karlsfeld im Landkreis Dachau gewannen Bayerns Mädchen und Jungen drei der vier Wettbewerbe und machten die Heimspiele vor den Toren Münchens zu Festspielen.

Daran beteiligt war Nationalspieler Kilian Ort vom frisch gebackenen Zweitbundesligisten TSV Bad Königshofen, der das Jungen-Doppel an der Seite von Marius Zaus und damit nach seinem Mixed-Erfolg 2011 im Schülerbereich seinen zweiten nationalen Titel gewann. Florian Schreiner (Fürstenfeldbruck) bezwang im Einzel-Finale Vorjahressieger Liang Qiu trotz 0:3-Satzrückstand, Chantal Mantz (Kolbermoor) sicherte sich souverän den Titel im Mädchen-Einzel.

Im Einzel hatte Kilian Ort die schwerste Vorrundengruppe erwischt. Seine Spiele absolvierte er in überzeugender Manier und hatte bei keinem Spiel auch nur annähernd Probleme. „Dass er die Gruppe gewinnen würde, konnte man schon erwarten, in dieser Deutlichkeit aber nicht unbedingt“, so BTTV-Trainer Cornel Borsos.

Dass der Top 12- und Top-16-Sieger in der Hauptrunde so früh auf die Nummer 5 der Setzliste, Julian Mohr, traf, war unglücklich. Mohr hatte wegen eines unzulässigen Schlägers ein bereits gewonnenes Vorrundenspiel 0:3 gewertet bekommen und wurde als Gruppenzweiter ins Hauptfeld gelost. Und ausgerechnet zu Kilian Ort, der zwei der letzten drei Begegnungen gegen den Hessen verloren hatte. Ort gewann die beiden ersten Sätze, konnte aber in dieser Auftaktpartie am Sonntag nicht mehr an die Leistungen des Vortages anknüpfen, während der hessische Linkshänder nach dem Gewinn des dritten Satzes immer mehr Aufwind bekam und letztendlich im siebten Satz als 11:6-Sieger den Tisch verließ.

Im Doppel überstand Kilian Ort mit seinem oberfränkischen Partner Marius Zaus (DJK Effeltrich) die ersten beiden Partien erwartungsgemäß souverän, bevor im Halbfinale mit der hessischen Paarung Mohr/Scheja ein echter Brocken wartete. Die beiden Bayern steigerten sich im Vergleich zur bereits guten Leistung vom Vortag deutlich und gewannen unerwartet klar. Cornel Borsos schwärmte: „Das Zusammenspiel von Kilian und Marius klappte ganz hervorragend, das war Doppel vom Feinsten. Ein variantenreiches Aufschlag-Rückschlagspiel, das Nutzen jeder Chance zu einer aggressiven Spieleröffnung und, falls erforderlich, die Beibehaltung der Initiative durch den jeweiligen Partner waren der Schlüssel zum Erfolg. Wenn es phasenweise mal nicht so lief, haben sie sich gegenseitig aufgemuntert. Genau so muss es im Doppel laufen“. Im Finale gegen die beiden Qiu-Brüder Dang und Liang riefen die Borsos-Schützlinge die Topleistung erneut ab ab und rissen nach dem 3:1 die Hände jubelnd gen Himmel.

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