FUßBALL: BAYERNLIGA NORD

Die Rolle des Jägers liegt Aubstadt

Fußball (rd)

Bayernliga Nord SpVgg Jahn Forchheim – TSV Aubstadt (Samstag, 15 Uhr, Jahn-Stadion)

Aubstadts Trainer Josef Francic, der aus beruflichen Gründen das letzte Spiel seiner Mannschaft gegen den FSV Erlangen-Bruck (3:0) nicht live miterleben, aber in Auszügen im Fernsehen anschauen konnte, war absolut zufrieden. „Es ist gar nicht so einfach, gegen eine Mannschaft, die hinten drin steht und sich mit einem Derbysieg neues Selbstvertrauen geholt hatte, so klar zu gewinnen. In dieser Liga kann man keinen Gegner so einfach wegputzen.“

Wenn nicht schnell in Führung gehe, müsse man viel Geduld aufbringen. Das habe die Mannschaft gemacht. „Es war eine sehr gute Reaktion auf den Frust von Würzburg. Solche Niederlagen durch ein Eigentor und drei vergebene Hundertprozentige gibt es immer wieder im Fußball. Durch die zwei Niederlagen gegen die Würzburger Teams wurden wir vom Gejagten zum Jäger und diese Rolle, das haben wir in der vergangenen Saison gesehen, liegt uns.“

Forchheim gewinnt wieder

Kurioserweise geht es am Samstag bei der SpVgg Jahn Forchheim wieder gegen eine Mannschaft, die sich mit einem Sieg beim ATSV Erlangen nach einer Serie von fünf Niederlagen ebenfalls eindrucksvoll zurückgemeldet hat. Dass dieser Auswärtssieg der Forchheimer aber gleich ein 6:1, war, flößt Josef Francic schon mächtig Respekt ein, „weil wir gegen eben diesen ATSV verloren haben. Wir sind 90 Minuten lang angerannt und haben nichts reingebracht und die gleich sechs.“

Mit 26 Toren liegt der Jahn nahezu gleichauf mit dem Zweiten Würzburger FV. „Hinten sind sie aber etwas anfällig“, formuliert Francic die Schwäche der Mannschaft mit den meisten Gegentoren (35) der Liga. „Sie haben aber mit Christian Springer (Ex-Bundesliga-Profi) einen Trainer, der seine teils junge, teils erfahrene Mannschaft nach vorne spielen lässt.“

Tom Jäckel bekanntester Neuer

Zehn Abgänge hatten die Oberfranken zu verkraften. Der herausragende der elf Neuzugänge ist der Rückkehrer Tom Jäckel von seinen Stationen Schweinfurt 05 und Erlangen-Bruck. Francic hat den Gegner bei seinem Auftritt in Großbardorf beobachtet. „Da haben sie bis zu ihrem Platzverweis sehr gut mitgehalten, sind dann aber eingebrochen.“

Mit den Trainingseinheiten diese Woche zeigte er sich sehr zufrieden. „Die Stimmung in der Truppe ist einfach toll. Es macht Spaß, sie trainieren zu dürfen, weil sie alle so fußballgierig und deshalb leicht zu motivieren sind. In Höchstform ist die Stimmung allein deshalb nicht, weil sie einfach alle heiß auf Fußball sind, einige aber auch verletzt.“ Jens Trunk wurde vor einer Woche am Mittelfuß operiert. Julius Benkenstein hat nach seinem Bruch des Sprunggelenks erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert, ebenso Daniel Fürst nach seinem Bänderanriss. Auch das ist ein Punkt, der Francic gefällt: „Wir sind durch unsere Physios bestens versorgt und durch das Aufbautraining können wir verletzte Spieler in der Regel 50 Prozent schneller belasten. Hier investiert der Verein viel. Der Schutz vor Verletzungen kostet Geld.“

Erfreuliche Entwicklung

Anders gelagert sind die Probleme von Max Schebak und Michael Dellinger. Schebaks Muskel hält zwar. Vor dem Brucker Spiel kamen aber Kieferprobleme dazwischen. Und Michael Dellinger (zwei Finger) darf erst trainieren und spielen, wenn er wieder arbeiten kann. Besonders erfreut zeigt sich Francic über die Fortschritte bei den jungen Neuzugängen Steffen Schmidt und Markus Thomann. „Die werden von Woche zu Woche stärker, im Training wie im Spiel.“ Überdies könne man in normalen Wochen an den eigenen Schwächen arbeiten und andere Muskelgruppen in Einsatz bringen, wodurch die Spieler noch fitter werden. „Man sieht beim Training, dass die Mannschaft hungrig ist. Sie wollen alle in die Startelf und bringen doch Verständnis auf, dass das nicht geht.“

Fußballbegeistert seien sie alle im Kader. „Eine Frage ist nur, wie sich der eine oder andere Erfolg vorstellt. Das müssen wir immer wieder synchronisieren, dass sie alle ein gemeinsames Ziel haben, alle in die gleiche Richtung wollen und wir alle Gruppen zufriedenstellen.“ Im Erfolgsfall fällt das eh immer leichter.

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