FUßBALL: BAYERNLIGA NORD

Großbardorf: Die Grabfeld-Gallier kämpfen Sand nieder

Der Großbardorfer Benjamin Kaufmann (rechts) lässt seinen Sander Gegenspieler Thorsten Schlereth aussteigen. Foto: Anand Anders

Knapp mit 1:0 (0:0) durch einen Treffer ihres besten Torschützen Simon Snaschel in der 80. Minute setzte sich der TSV Großbardorf im Oktoberfestspiel gegen den unterfränkischen Bayernliga-Nord-Rivalen aus Sand durch. „Von beiden Mannschaften war es aber kein Fest, was sie den Zuschauern boten“, stellte Großbardorfs Sportvorstand Andreas Lampert zu Beginn der Pressekonferenz fest. „Wichtig sind aber heute die drei Punkte nach den enttäuschenden letzten beiden Partien.“

Betz: „Die Leichtigkeit hat gefehlt“

Wie zu erwarten war, entwickelte sich auf dem ziemlich tiefen Geläuf ein kampfbetontes Match, in dem spielerische Leckerbissen selten zu sehen waren. Das gab auch Großbardorfs Cheftrainer André Betz hinterher zu. „Die Leichtigkeit und die Zielstrebigkeit haben gefehlt. Aber meine Mannschaft hat Leidenschaft gezeigt und der Wille, die Begegnung unter allen Umständen für sich zu entscheiden, war deutlich zu spüren.“ Nicht zufrieden zeigte er sich über die Tatsache, dass seine Mannen sich in der ersten Halbzeit keine einzige klare Torchance erspielen konnten: „Ich kann mich jedenfalls an keine erinnern. Das hat nicht gut geklappt.“

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Großbardorf - Sand

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So musste Sands Schlussmann Markus Geier nicht einmal ernsthaft eingreifen und sein Können zeigen. Die Gästeabwehr nahm ihm schon im Vorfeld die ganze Arbeit ab. Sowohl in der Luft als auch am Boden, die Defensive stand sattelfest und unterband alle Versuche der Grabfeld-Gallier. „Wir haben es in der Defensive gut gemacht und ganz wenig zugelassen“, lobte denn auch Sands Trainer Dieter Schlereth seine Abwehr. Der Meinung seines Coaches schloss sich der ehemalige Großbardorfer Mert Topuz an, der zusammen mit Johannes Bechmann die Innenverteidigung der Sander bildete. „Wir haben die Räume eng gemacht und hinten nichts zugelassen. Auch haben wir nach vorne Nadelstiche gesetzt. Wir müssen nur vor dem Führungstreffer der Großbardorfer das 1:0 durch Thorsten Schlereth machen.“

Reitstetter rettet auf der Linie

Damit sprach Topuz die Szene an, als Schlereth das Leder in Richtung Tor bugsierte, aber so schwach, dass Valentin Reitstetter den Ball noch von der Linie schlagen konnte (65.). Zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste aber bereits fast 30 Minuten in Unterzahl, da ihr Kapitän André Karmann wegen wiederholten Foulspiels von Schiedsrichter Klerner (Lichtenfels) des Feldes verwiesen worden war (37.). „Trotz Unterzahl hatten wir durch Thorsten die größte Chance, in Führung zu gehen. Den muss er über die Linie bringen“, urteilte Dieter Schlereth.

„In dieser Szene war uns das Spielglück hold“, atmete Betz auf. Noch mehr zehn Minuten vor dem Abpfiff, als Simon Snaschel, der vorher keine Akzente setzen konnte, das entscheidende Tor erzielte. „Der Freistoß von Christoph Rützel flog durch alle durch und ich hatte großes Glück, dass ich den Ball so treffe, dass er im Tor landet. Der Korridor, durch den er fliegen musste, war doch ziemlich klein“, schildert Snaschel seinen zwölften Saisontreffer.

Schneider hält gegen Markof

Snaschel hätte kurz danach alles klarmachen können, aber er brachte eine Eingabe von Zarko Poznic nicht im Sander Gehäuse unter, sondern verfehlte es. Der Sander Coach unternahm schließlich den letzten Versuch, doch noch Zählbares mit an den Main zu nehmen und nahm einen Dreierwechsel vor. Fast wäre dieses Vorhaben von Erfolg gekrönt worden. In der Nachspielzeit tauchte der eingewechselte Philipp Markof allein vor TSV-Keeper Julian Schneider auf, scheiterte aber an diesem. So mussten die Sander, die ihre dritte Niederlage in Folge erlitten, mit leeren Händen die Heimreise antreten und bleiben auf einem Relegationsplatz. „Ich bin aber überzeugt, dass wir den direkten Klassenerhalt schaffen“, gibt sich Topuz zuversichtlich. Aber auch im Lager der Grabfelder zeigte man sich optimistisch, dass die in diesem Derby fehlende spielerische Klasse bald wieder ins Spiel zurückkehrt.

Die Statistik des Spiels

Fußball, Bayernliga Nord

TSV Großbardorf –

FC Sand 1:0 (0:0)

Großbardorf: Schneider – Kaufmann, Reitstetter, Kirchner, Poznic – Piecha, Rützel – Reith, Waigand (69. Illig), Dietz (64. Müller) – Snaschel (90. Lijesnic).

Sand: Geier – Thomann (85. Rippstein), Topuz, Bechmann, Steinmann – Karmann, D. Schlereth – Gonnert, Th. Schlereth (85. Wieczorek) – Rugovaj, Wagner (85. Markof).

Schiedsrichter: Klerner (Lichtenfels).

Zuschauer: 200.

Tor: 1:0 Simon Snaschel (80.).

Gelb-Rot: Karmann (37., Sand).

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