HANDBALL: 3. LIGA MITTE

HSC: Aufgeben gilt nicht

Gary Hines und der HSC Bad Neustadt haben die Hoffnungen auf den Klassenerhalt noch lange nicht aufgegeben. Gegen den SC DHfK Leipzig II soll in eigener Halle nun endlich der erste Saisonsieg gelingen.
Gary Hines und der HSC Bad Neustadt haben die Hoffnungen auf den Klassenerhalt noch lange nicht aufgegeben. Gegen den SC DHfK Leipzig II soll in eigener Halle nun endlich der erste Saisonsieg gelingen. Foto: Anand Anders

Handball

3. Liga Mitte HSC Bad Neustadt – SC DHFK Leipzig II (Samstag, 19.30 Uhr, Bürgermeister-Goebels-Halle)

Da die Tabellensituation des HSC Bad Neustadt (16./1:21) nach der Niederlage in Großsachsen noch ungemütlicher geworden ist, heißt es nun gegen das Nachwuchsteam des Bundesligisten SC DHfK Leipzig (7./12:10) den ersten Saisonsieg einzufahren. Das dürfte allerdings nicht so einfach werden, „denn der Gegner verfügt über einen großen und spielstarken Kader, der mit Akteuren, die sporadisch in der ersten Liga eingesetzt werden, durchsetzt ist“, sagt HSC-Coach Frank Ihl.

Torgefährliche Sachsen

Zu nennen wäre da Rechtsaußen und Torjäger Jonas Hellmann, Spielmacher Jonas Hönicke, Kreisläufer Oliver Seidler und vor allem die Rückraumspieler Gregor Remke (rechts) und Juliuis Meyer-Siebert (links). Die Rotmilane können auch beim Blick auf die Tabelle die Schwere der Aufgabe einschätzen, haben die Leipziger bisher doch 46 Tore mehr erzielt als der HSC. Was die Sachsen zudem von den Ligakonkurrenten abhebt, ist ihr Tempospiel, was angesichts des jugendlichen Alters und der systematischen Ausbildung nicht verwunderlich ist.

Tatsächlich entstammen die meisten Akteure der vereinseigenen Akademie. Dass sich vor Ort ein Talentsichtungszentrum des sächsischen Landesverbandes befindet, erleichtert natürlich die Verpflichtung von Spielern. Zudem fungiert Leipzigs Trainer Enrico Henoch auch als Landes-Auswahltrainer, was ihm einen ausgezeichneten Überblick über die Nachwuchskräfte in Sachsen verschafft. Von solchen Gegebenheiten kann man an der Fränkischen Saale nur träumen, die Suche nach Spielern und deren späteren Verpflichtung ist wesentlich mühsamer. Und sie ist auch von persönlichen Kontakten abhängig. HSC-Neuzugang Benjamin Trautvetter, der seine Premiere in der Bürgermeister-Goebels-Halle feiern wird, wäre wohl kaum und noch dazu so kurzfristig auf den Schulberg gewechselt, wenn er nicht einige Jahre mit Frank Ihl zusammengearbeitet hätte.

Trautvetter ein Gewinn

Dass Trautvetter ein Gewinn für die Mannschaft ist, bewies er schon vor acht Tagen, als er nicht nur seine ersten fünf Treffer im rot-weißen Trikot erzielte, sondern auch mit seinem Zupacken in der Abwehr überzeugte. „Benjamin ist die von mir erhoffte Verstärkung. Er ist bereits bestens im Team integriert und kann ein wichtiger Baustein in Sachen Klassenerhalt werden“, meint sein Coach. Den Klassenerhalt hat der Trainer nämlich noch lange nicht abgeschrieben. „Wenn dem so wäre, hätte ich mich nicht um Benjamin bemüht.“ Von seiner Erfahrung erhofft er sich zusätzlich Unterstützung in der Trainingsarbeit erhofft. „Da kommt vielleicht noch einmal frischer Wind“, sagt Ihl, der sich bei seinem Co-Trainer Igor Mjanowski für die gute Zusammenarbeit bedankt. „Die Trennung war überhaupt nichts Persönliches, sie beruhte auf einer Vereinbarung zwischen der Vereinsführung und Igor“. Der langjährige Co- und zeitweise Interimstrainer wird am Sonnabend übrigens würdig verabschiedet.

In personeller Hinsicht baut der HSC-Übungsleiter auf die Akteure der Vorwoche, „verletzt oder erkrankt ist Stand Freitagvormittag niemand, es kann sich wieder jeder einbringen“. Dieses Einbringen funktionierte gegen den TV Großsachsen über Dreiviertel der Partie, dann schlichen sich doch wieder Unkonzentriertheiten ein, die den Rotmilanen nicht zum ersten Mal in dieser Runde den durchaus möglichen Punktgewinn kosteten. „In dieser Liga musst du sechzig Minuten lang das Spiel auf hohem Niveau halten“, fordert der HSC-Trainer.

Taktische Änderungen geplant

Darauf, dass der Gegner personell geschwächt aufläuft, weil das Bundesligateam gleichzeitig in Melsungen antritt, baut er nicht, „weil gerade die DHfk über einen riesigen Kader verfügt, der so etwas auffangen kann“. In taktischer Hinsicht sind einige Veränderungen geplant, die dem Gegner im Vorfeld natürlich nicht verraten werden und auf die die Fans gespannt sein dürfen.

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