SCHACH: UNTERFRÄNKISCHE MEISTERSCHAFT

Harald Golda ist der Schachkönig

Unterfränkischer Meister: Harald Golda (Mitte) gewann den großen Pokal vor Hans-Joachim Hofstetter (links) und Konstantin Kunz (rechts). Foto: Fotos (3): Regina Vossenkaul

Am Ostermontag war in der FrankenTherme das Schach-Fieber ausgebrochen. Dort kämpften 54 überwiegend Männer im großen Kursaal mit einem benachbarten Analyseraum um jeden Punkt bei den 67. unterfränkischen Einzelmeisterschaften um den Bezirkstitel.

Gespielt wurden neun Runden Schweizer System. An die Fischer-Bedenkzeit – ein System, bei dem vor jedem Zug zur Grundbedenkzeit eine Zugzeit addiert wird – mussten sich einige erst gewöhnen, aber am Ende des Turniers hatten es alle gelernt. Man werde sie auch in Zukunft anwenden, sagte der Vorsitzende des unterfränkischen Schachverbandes, Harald Bittner, bei der Siegerehrung. Er bedankte sich bei den Ausrichtern, dem SC Bad Königshofen und besonders beim Vorsitzenden Jürgen Müller, der auch als Schiedsrichter fungierte. Er lobte ihn als sicheren und erfahrenen Helfer und hatte für ihn eine besondere Überraschung mitgebracht: Müller erhielt für seine Verdienste die Ehrennadel in Gold des Unterfränkischen Schachverbandes. Es gab keine Streitfälle zu schlichten, das bestätigte auch Müller, der sich bei den Teilnehmern für ihre Disziplin und Fairness bedankte. Man habe eine angenehme Woche verbracht, so Müller, der gleich zum nächsten Ereignis, dem siebten kleinen unterfränkischen Schachfestival am Pfingstwochenende (13. bis 18. Mai), am gleichen Ort einlud.

Drei mit sechs Punkten

In drei Klassen waren die Teilnehmer der unterfränkischen Meisterschaften eingeteilt. In der Meisterklasse I nahmen 18 Spieler teil. Dort startete Hans-Joachim Hofstetter vom SK Bad Neustadt mit drei Siegen, wurde dann jedoch vom Klingenberger Tobias Kuhn und vom Würzburger Christian Schatz gestoppt. Harald Golda vom Schachklub Schweinfurt 2000 konnte sich am Ende mit sechs Remis und drei Siegen, also mit sechs Punkten von möglichen neun – mit nur einem Buchholz-Punkt mehr – vor Hofstetter an die Spitze setzen. Platz drei ging an den ebenfalls punktgleichen Konstantin Kunz vom SC Kitzingen, der mit 40,5 Buchholz nur ganz knapp hinter Hofstetter platziert war. Nachwuchstalent Jana Schneider von der Spvgg Stetten, die auch in der Frauenmannschaft in Bad Königshofen spielt, kam mit 4,5 Punkten auf Platz acht.

In der Meisterklasse II lag das Spitzenfeld nicht ganz so eng beisammen. Dort siegte Klaus Link (SK Klingenberg) mit 7,5 Punkten vor dem Würzburger Charles Gould (7) und Fred Reinl (SK Schweinfurt 2000, 6). Letzterer lag aufgrund der besseren Bilanz mit 43,5 Buchholz-Punkten vor dem undankbaren Vierten Robert Link (SK Klingenberg). Gunter Beyersdorf vom SC Bad Königshofen landete auf Platz acht mit fünf Punkten, Gerhard Müller mit vier Punkten auf Platz 13 (von insgesamt 20 Teilnehmern). Im Hauptturnier siegte ebenfalls ein Klingenberger: Moritz Basel mit sieben Punkten (sechs Siege, zwei Remis, eine Niederlage), gefolgt von Arnold Kraus vom SK Mömbris mit 6,5 und Karl-Ludwig Heilmann vom SK Gerolzhofen mit 6 Punkten. Andreas Hofmann vom SC Bad Königshofen belegte den vierten Rang mit ebenfalls sechs Punkten, aber fünf Buchholz weniger.

Mit dem Rollator ans Brett

In dieser Gruppe saß auch die älteste Teilnehmerin, die 89-jährige Marianne Hartlaub vom SK Klingenberg an den Brettern. Sie war mit Rollator, aber ansonsten voll fit unterwegs. „Ich habe mich nicht angestrengt, sondern einfach Spaß gehabt, fasste sie am Ende der Woche ihre Erfahrungen zusammen. Sie belegte mit vier Punkten Platz zwölf von 16 Teilnehmern. Vladyslav Makarchyk, ein Flüchtling aus der Ukraine, der sich kurzfristig für eine Teilnehme entschied, belegte mit einer gewonnenen Partie den letzten Platz in dieser Gruppe.

ONLINE-TIPP

Alle Ergebnisse finden Sie unter: www.ufra-schach.de

Goldene Ehrennadel: Der Vorsitzende des SC Bad Königshofen Jürgen Müller (links) wurde vom Vorsitzenden des Unterfränkis... Foto: Picasa
Die 89-jährige Marianne Hartlaub aus Klingenberg war die älteste Teilnehmerin und hatte viel Spaß bei den unterfränkisch... Foto: Picasa

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