FUTSAL: BEZIRKSMEISTERSCHAFT FRAUEN

Bastheim-Burgwallbach Fünfter bei der Bezirksmeisterschaft

Bezirksligist FFC verkauft sich bei der Bezirksmeisterschaft in Karlstadt teuer. In welchem Punkt Trainerin Manuela Kraus ihrem Schweinfurter Kollegen widerspricht.
Futsal, Frauen Bezirksmeisterschaft
Melanie Stäblein (vorne, FFC Bastheim-Burgwallbach) versucht, die Würzburgerin Sara Heinickel vom Ball zu trennen. Foto: HMB Media/Heiko Becker

Eine beliebte Disziplin bei vielen Trainern ist das Tiefstapeln. Wer einen Erfolg errungen, erklärt gerne, wie überrascht er von demselben sei. Oberflächlich betracht könnte man auch die Aussage von Coach Eugen Ungefuch in diese Rubrik einordnen, als er nach dem Gewinn des unterfränkischen Futsaltitels mit den Frauen des SC Würzburg in Karlstadt erklärte: „Eigentlich sind wir hier ohne Erwartungen reingegangen.“ Und das, obwohl der SC als Regionalligist der klassenhöchste Verein und auch noch Titelverteidiger gewesen war.

Doch auf den zweiten Blick war Ungefuchs Aussage dennoch nachvollziehbar. Er war nicht mit dem Regionalliga-Kader angetreten, sondern mit Spielerinnen aus der zweiten Garnitur, die in der Bezirksoberliga um Punkte kämpft. Außerdem hatte sein Team in der Vorrunde gegen den späteren Finalgegner Veitshöchheim nur unentschieden gespielt und die Gruppe 2 auf dem zweiten Rang beendet.

Nächste Station Stegaurach

Deutlichstes Indiz, dass sich der SC-Coach nicht mit einem möglichen Titelgewinn beschäftigt hatte, war freilich, dass Ungefuch erst einmal nicht wusste, wann und wo die bayerische Meisterschaft stattfindet, bei der der Unterfrankenmeister startberechtigt ist. Für Aufklärung sorgte schließlich Helga Schmitt, Vorsitzende des Bezirks-Frauen- und -Mädchen-Ausschusses, bei der Siegerehrung: Für den SC Würzburg geht es am Sonntag, 8. Februar, ins oberfränkische Stegaurach.

„Ich denke, dass wir verdient gewonnen haben“, erklärte Ungefuch dennoch. Dass sein Team und Finalgegner Veitshöchheim den technisch anspruchsvollsten Fußball des Turniers spielten, bescheinigten auch viele der Anwesenden den Endspiel-Teilnehmern. Beide hatten in den zehn Minuten des Finales Gelegenheit zum entscheidenden Treffer, ein Tor fiel freilich nicht. So musste das Sechs-Meter-Schießen entscheiden. Und da brachte der 14. Versuch die Entscheidung, als Würzburgs Torhüterin Luisa Sterzenbach den Schuss von Jasmin Georg parierte.

Richtig sauer wurde Trainer Mustafa Hacimüftuoglu vom FC Schweinfurt 05, als seine Spielerin Vanessa Heider in den letzten Sekunden des für das Weiterkommen bereits bedeutungslosen Vorundenspiels gegen den FFC Bastheim-Burgwallbach rüde von den Beinen geholt wurde und später von Mitspielerinnen aus der Halle geführt werden musste. „Das war einfach unfair. Ich hätte mir einen schöneren Nachmittag vorstellen können“, so der FC-Coach. Es war nicht der ersten Aufreger für die Schweinfurter gewesen, bereits in der ersten Vorrundenpartie gegen Veitshöchheim waren Keeperin Janina Rebhan wegen eines Handspiels außerhalb des Strafraums und anschließend auch Coach Hacimüftüoglu wegen Reklamierens mit Rot von Platz geflogen.

Manuela Kraus widerspricht

Etwas anders sah das Manuela Kraus vom FFC Bastheim-Burgwallbach. „Schweinfurt ist eben schon seit der Jugend unser Rivale. Da ist es klar, dass es da etwas mehr zur Sache geht“, so die Trainerin des Bezirksliga-Teams aus Rhön-Grabfeld, die mit dem Auftritt ihrer Spielerinnen durchaus einverstanden war. Bastheim-Burgwallbach bezwang im Spiel um Platz fünf mit 1:0 den FC Karsbach.

Die Statistik des Turniers

Vorrunde, Gruppe 1: TG 48 Schweinfurt 6 Punkte/5:3 Tore, 2. TSV Frickenhausen 4/1:2, 3. FC Karsbach 4/2:2, 4. FFC Alzenau 2/1:2.

Gruppe 2: 1. SV Veitshöchheim 7/6:2, 2. SC Würzburg 7/5:1, 3. FFC Bastheim-Burgwallbach 1/2:5, 4. FC Schweinfurt 05 1/1:6.

Halbfinale: TG 48 Schweinfurt – SC Würzburg 0:3, SV Veitshöchheim – TSV Frickenhausen 3:0.

Spiel um Platz 7: FFC Alzenau – FC Schweinfurt 05 1:3. Um Platz 5: FC Karsbach – FFC Bastheim-Burgwallbach 0:1. Um Platz 3: TG 48 Schweinfurt – TSV Frickenhausen 0:1. Finale: SC Würzburg – SV Veitshöchheim 6:5 nach 6-m-Schießen.

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